18.10.14

PlexiDrone: Der Quadrocopter, der wunschlos glücklich macht?!

Ach, und fliegen kann sie auch. (Foto: DreamQii)

Ein Quadrocopter ist schon ein spannendes „Spielzeug“. Doch beim Kauf muss man zwangsläufig Kompromisse eingehen - bei der Steuerung, dem Funktionsumfang oder der Flexibilität. Die Alternative hört auf den Namen PlexiDrone, eine Art „eierlegende Wollmilchsau“ für Flugfans.

 

Die Idee für die PlexiDrone stammt von dem kanadischen Startup DreamQii, das offenbar gut analysieren konnte, welche Anforderungen Quadrocopter-Liebhaber  heutzutage stellen. Herausgekommen ist ein Flugobjekt, das man wohl am ehesten mit der erfolgreichen DJI Phantom Vision vergleichen könnte. Sie richtet sich an ambitionierte Flieger, die weit mehr wollen, als nur sporadisch mal abzuheben und ein kleines Video für Youtube zu drehen.

 

Feature-Overkill

Die Schöpfer der PlexiDrone setzen zum einen auf einen cleveren Aufbau des Quadrocopters: Einzelne Teile werden über einen Steckmechanismus zusammengefügt bzw. voneinander entfernt. Und so fügt man schnell die Rotoren an den Korpus oder verstaut diese bequem in einem handlichen Koffer. Die Ausmaße sind also überschaubar. Praktisch und gut überlegt.

Spannend klingen zumindest in der Theorie weitere Aspekte. Dank eines integrierten GPS-Moduls kann die PlexiDrone automatisch einer gewünschten Person folgen - zum Beispiel einem Fahrradfahrer oder Surfer. Bei einer Maximalgeschwindigkeit von bis zu 70km/h dürfte das sogar für gemäßigte Autofahrten genügen. Ebenfalls ist es dem Nutzer überlassen, ob er eine reguläre Fernbedienung oder ein mobiles Gerät mit Android, iOS oder Windows verwendet. Eine Bluetooth-Verbindung und die dazugehörige App sind hierfür nötig.

 

Ferner erhält die PlexiDrone einen Lautsprecher und farbige LEDs, beispielsweise um mit Menschen aus der Entfernung zu kommunizieren oder ihnen etwas mitzuteilen. Mehrere Quadrocopter können sogar im Schwarm durch die Lüfte düsen, Hindernisse werden selbständig erkannt. Der 5000 mAh Akku hält bis zu 35 Minuten, danach muss er wieder aufgeladen werden.

Welche Kamera?

Die PlexiDrone ist so konzipiert, dass sie dem Besitzer die Wahl lässt, welche Kamera montiert wird. Soll es eine GoPro, eine Sony-Actioncam oder gar eine kleine Spiegelreflex sein - viele Geräte sollen unterstützt werden, auch exotische wie Bublcam. Allgemein gibt sich die Drohne erstaunlich flexibel.

Offenbar überzeugt die PlexiDrone gegenwärtig viele potentielle Interessenten. Denn die Macher sammeln sehr erfolgreich bei Indiegogo Geld für die Finanzierung ihrer Vision ein. Innerhalb kürzester Zeit kamen die anvisierten 100.000 US-Dollar zusammen, was womöglich auch am Preis liegt. Denn es geht bei 699 US-Dollar (rund 550 Euro) los, was in Anbetracht des Gebotenen wohl schon fast günstig klingt - vorausgesetzt, alle Versprechen werden eingehalten, wenn der Copter ab März 2015 ausgeliefert wird.

www.youtube.com/watch

Bei Indiegogo und auf der offiziellen Webseite erhaltet ihr weitere Details zu der Drohne, die mir persönlich wirklich gut gefällt. Das Konzept scheint stimmig, die Features entsprechen meinen Vorstellungen von einer guten Drohne. Die einzelnen Aspekte, z.B. die Unterstützung für mehrere Kameras oder das selbständige Folgen dank GPS-Ortung, sind gewiss nicht grundsätzlich neu - in dieser Form aber wirkt das Konzept reizvoll und preislich durchaus angemessen. Oder?

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