07.06.10

Plantronics Backbeat 906 im Test (1/2): Vierfach hören per Bluetooth

Das Plantronics Backbeat 906 mit Zusatzadapter

Das Bluetooth-Stereoheadset Backbeat von Plantronics lässt sich versteckt tragen und glänzt mit Zusatzfunktionen.

Das Backbeat 906 von Altec Lansing/Plantronics ist eines der talentiertesten Bluetooth-Stereoheadsets auf dem Markt. Es ist eine gute Wahl für Leute, die im Alltag viel Musik hören und telefonieren - sei es mit einem oder mit zwei verschiedenen Geräten: Das Backbeat 906 kann nämlich nicht nur mit mehreren Geräten zugleich umgehen, es versteht sich sogar mit solchen, die gar keine Bluetooth-Funktion aufweisen.

Fangen wir vorne an.

Irgendwann wird das Gefummel mit den Kabeln einfach lästig:

Musikhören möchte man in Stereo, aber zum Telefonieren im Auto oder auch unterwegs wäre ein kabelloses Bluetooth-Headset einfach praktischer.

Also beginnt die Suche nach einem geeigneten Bluetooth-Kopfhörer, der sowohl für Musikübertragung als auch für die Telefonie geeignet ist.

Wer sich dem Thema von der Telefonie her annähert, wie ich das nach langer Suche eines qualitativ hochwertigen Telefon-Headsets getan habe, wird rasch bei Altec Lansing / Plantronics landen. Deren Geräte sind zwar selten besonders schön, aber die Audio-Qualität spricht für sie.

Weil ich gute Erfahrungen mit dem Voyager Pro Bluetooth-Telefonheadset gemacht habe, liess ich mir deswegen das etwas eigenartig anmutende BackBeat 906 kommen.

Dieses Headset besteht sozusagen aus zwei der typischen Plantronics-Hinter-Ohr-Geräte, die mit einem Kabel hinter dem Kopf des Trägers verbunden sind.

Die Bügel werden dabei hinter die Ohren geklemmt und verschwinden besonders bei Menschen mit langem Haar fast vollständig. Das Kabel zwischen den beiden Teilen ist erfreulicherweise weich genug, so dass es die Lautsprecherteile auch dann nicht verschiebt, wenn es auf einem Kragen aufsteht.

Das Headset beherrscht drei der zahllosen Bluetooth-Protokolle. Es kann Stereosound empfangen, Audio-Geräte fernsteuern und als Mono-Freisprechgerät für Telefonie eingesetzt werden, wobei beide Kopfhörer mit Klangversorgt werden.

Der Clou des BackBeats 906 gegenüber dem billigeren Modell 903 ist der mitgelieferte Bluetooth-Adpater, der aus jedem Audiogerät mit 3,5-Millimeter-Klinkenausgang ein Bluetooth-Gerät macht.

Diese Funktion werden im Zeitalter der Multifunktionalen Smartphones nicht allzu viele Kunden benötigen, aber ich wollte mir das Vergnügen gönnen, allenfalls auch von einer zweiten Quelle Musik hören zu können. Das geht, und zwar sehr gut, wie wir im zweiten Teil des Tests oder unten im Video sehen.

Das Pairing des Headsets ist mit dem PC genauso wie mit dem Smartphone eine Sache von Sekunden. Angenehm an den besseren Plantronics-Geräten wie dem Backbeat 906: Sie zeigen nicht nur mit einem blinkenden, mehrfarbigen LED den Status an, sondern auch mit eindeutigen akustischen Signalen. Das macht das Gefummel an den eigenen Ohren sehr viel einfacher, wenn man das Headset etwa einschaltet oder auf Pairing umschaltet oder auch nur die Lautstärke höher stellen will und nicht sicher sit, ob man den richtigen Knopf benutzt.

Das Backbeat 906 Bluetooth-Headset kommt zum Glück mit verhältnismässig wenigen Knöpfen aus, die noch dazu gut getrennt sind: Am linken Ohr findet die Telefonie statt, am rechten die Musik.

Will heissen: links gibt es auf der Aussenseite des Kopfhörers einen grossen Druckknopf zum Annehmen und Ablehnen oder Aufhängen von Telefonaten; ein längerer Druck auf diesen Knopf bewirkt bei dazu fähigen Telefonen den Aufruf der Sprachwahl.

Auf der rechten Seite des Headsets ist der Druckknopf, mit dem die Musik gestartet und gestoppt werden kann. Was brauchen wir noch? Richtig: Lautstärke und vor- und zurückspringen. Dafür hat man sich bei Altec Lansing / Plantronic eine kombinierte Lösung in Form eines federnd gelagerten Schiebeschalters auf der unteren Seite des rechten Kopfhörers ausgedacht. Kurze Bewegeungen daran nach vorne oder hinten lassen die Lautstärke ansteigen oder sinken, ein längerer Druck befiehlt dem Musikplayer, vor- oder zurückzuspringen.

Damit das klappt, muss allerdings am Musikteil ein smartes Bluetoothgerät hängen - der mitgelieferte Bluetooth-Adapter steckt ja an einem Kopfhörerausgang und kann den "Normalplayer" also nicht steuern.

Trotzdem hat es mich erstaunt, dass das Plantronics Backbeat überhaupt gleichzeitig mit zwei Geräten gleichzeitig umgehen kann - Musik vom Adapter, Telefonie vom Smartphone - und dabei auch sauber die Musik ausblendet, wenn auf dem Telefoniegerät ein Gespräch eingeht oder nach aussen angerufen werden soll.

Auch dabei wird natürlich der Musikplayer - in meinem Fall ein alte iRiver - nicht auf Pause geschaltet, sondern lediglich ausgeblendet. Sobald man das Telefongespräch beendet hat, wird die Musik wieder eingeblendet.

Noch besser funktioniert das logischerweise, wenn Musikplayer und Telefon ein einziges Gerät sind. Denn via Bluetooth nimmt dieses dann auch Steuerbefehle für den Musikplayer entgegen und lässt die Musik für die Dauer eines Telefongesprächs nicht nur verstummen, sondern pausieren.

Wie sich das Gerät anfühlt, -hört und wie es sich im Alltag benimmt, darauf kommen wir in einem zweiten Teil des Tests zurück.

Das Plantronics Backbeat 906 mit dem Bluetooth-Funkadapter ist für rund 70 Euro und als reines Headset mit der Produktbezeichnung Backbeat 906 ohne den Adapter für rund 55 Euro erhältlich.

[postlist "Plantronics Backbeat"]

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