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28.04.14

PiPhone: Bezahlbares Smartphone mit Raspberry Pi-Herz

Schick ist das Telefon nicht. (Foto: David Hunt)

Der kleine, unscheinbare Raspberry Pi überrascht immer wieder aufs Neue. Wie wäre es mit einem recht preisgünstigen Mobiltelefon, das von diesem Minicomputer angetrieben wird?

 

David Hunt ist Fotograf und Programmierer. Der Ire versucht sich aber auch an ungewöhnlichen Bastel-Projekten. Herausgekommen ist zuletzt das PiPhone. Dies ist ein an sich vollwertiges Mobiltelefon, das insgesamt rund 160 US-Dollar (zirka 115 Euro) kostet. Das Herz besteht aus einem Raspberry Pi B, der alleine 40 US-Dollar (rund 30 Euro) verschlingt.

 

Selbstgemacht

Für sein Mobiltelefon verbaute David Hunt zusätzlich ein Adafruit-PiTFT-Display (35 US-Dollar), einen 2500 mAh Akku (35 US-Dollar) und diverse Kleinteile (10 US-Dollar), die er teils auch bei Ebay erwarb. Nötig war beispielsweise ein Gleichspannungswandler, der die 3,7 Volt vom Li-Po-Akku auf 5 Volt für den Rechner transformiert. Verhältnismäßig teuer war das Quadband-GSM-Modul für 48 US-Dollar, das allerdings auf LTE und UMTS verzichtet. Was dem PiPhone fehlt, das ist wohl ein attraktives Gehäuse, welches auch recht wuchtig ausfallen würde. Aber: Immerhin ist das Mobiltelefon mit einem Touchscreen ausgestattet, auch wenn der Bildschirm mit 320x240 Pixeln recht niedrig auflöst.

Das PiPhone in Aktion sieht dennoch einerseits unterhaltsam-witzig, andererseits durchaus spannend aus.

www.youtube.com/watch

Für Bastler eben

Ganz klar: David Hunt meint selbst, dass es für den normalen Nutzer sinnvoller sei, sich ein Telefon zu diesem Preis regulär im Handel zu kaufen. Aus Bastler-Sicht wird einmal mehr deutlich, was im Raspberry Pi steckt. Auf Wunsch lädt der Schöpfer übrigens den selbst erstellten Quellcode bei Github hoch. Interessenten können sich auf seiner Webseite ausgiebig über das Projekt informieren und in Kontakt mit dem Tüftler treten. Letztlich wird aus dem PiPhone sicherlich kein kommerzielles Produkt - aber vielleicht finden sich ja die ein oder anderen Nachahmer, die die Idee fortführen? Denn in dieser Form wäre das Gerät wohl kaum für die Praxis geeignet. Unter anderem ist sogar ein winziger Lüfter integriert, der die Komponenten vor Überhitzung schützt.

Weitere Details gibt's direkt im Blog von David Hunt.

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