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22.11.14

PIP: Winziger GPS-Tracker mit langer Akku-Kapazität für Hund und Katze

Auch für kleinere Haustiere gut geeignet. (Foto: Pip)

Mittlerweile gibt’s zahllose Lösungen, um sein Haustier zu überwachen, wenn es irgendwo draußen in der Pampa seinen Spaß hat. GPS-Tracker besitzen in der Regel monatliche Grundgebühren, andere Ansätze sind unpräzise oder zählen höchstens die Schritte des Vierbeiners. PIP möchte hier alles besser machen als die Konkurrenten.


(Bild: PIP)

Ein GPS-Tracker für Hunde und Katzen

Wie es sich für ein Start-up gehört, besitzt Pip natürlich eine schöne Hintergrundgeschichte. So entlief namensgebender Pip, der junge Hund des Gründers. Die Familie war erschüttert. Als sie ihn dann müllfressend irgendwann einmal fand und einige Zeit später auch die Katze ausbüchste, stand fest: Ein GPS-Tracker musste her.  Und der wurde - selbstverständlich - selbst entworfen. Herausgekommen ist ein winziges Gerät, das in der Tat einige Vorzüge besitzt.

 

Winzig und ausdauernd

PIP ist eine erstaunlich kleine Peripherie, in der ein eigenständiges GPS-Modul steckt. Dieses soll eine präzise Ortung über Satellit ermöglichen, wodurch man zum Beispiel am eigenen Smartphone erkennen kann, an welcher Stelle sich der eigene Hund oder die draußen stromernde Katze befindet.

Interessant hierbei: Die Verantwortlichen versprechen trotz der Notwendigkeit, dass PIP Verbindung zu einem Handynetz benötigt, keine monatlichen Kosten - zumindest gegenwärtig nicht (Stand: November 2014). Ebenfalls nicht irrelevant und im besten Fall lebenswichtig: Der integrierte Akku soll bis zu drei Monate ausdauern, sodass genügend Zeit bleibt, das Haustier aufzuspüren.

Ferner kommt ein Bluetooth-Modul im Low-Energy-Modus zum Einsatz. Dadurch sei es möglich, schnell und unkompliziert festzustellen, wenn sich der Fellfreund beispielsweise aus dem eigenen Vorgarten oder gar bei einem Spaziergang von einem selbst entfernt. Dann weist einem die mitgelieferte Basisstation oder das Smartphone darauf hin. GPS kommt also nur zum Einsatz, wenn wirklich Bedarf besteht und die Bluetooth-Verbindung abbricht.

PIP bietet noch etwas mehr

Nicht fehlen darf ein integrierte Active-Tracker, was bei einer solchen Peripherie natürlich naheliegend ist. Dank GPS sollen hier immerhin präzise Angaben keine Herausforderung darstellen. Nötige Hinweise, Alarme oder Trends sollen so Herrchen und Frauchen ablesen können - natürlich stets im Interesse des Hundes bzw. der Katze.

Dennoch: Für uns Europäer bzw. Deutsche ist PIP bisher noch nicht ganz so reizvoll, denn das Gerät soll erst einmal in den USA angeboten werden, sofern die Finanzierung bei Kickstarter erfolgreich verläuft. Hier können Interessierte 149 US-Dollar (rund 120 Euro) für ein Exemplar vorschießen. Bei Bedarf und Nachfrage möchte man ebenfalls Hunde- und Katzenfreunde in hiesigen Gefilden ansprechen, hier plant man eine Version für das GSM-Handynetz. Laut FAQ soll man sein Interesse kundtun, um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen.

Was PIP noch so parat hat? Das zeigt das Video ganz gut...

Ohnehin haben die Schöpfer visionäre Ideen: PIP soll die Basis für „connected pets“ sein. Sprich: Irgendwann einmal könnte man auch fernsteuern, wann der Hund sein Futter erhält oder die Katze die Wohnung verlassen darf. Ob etwas daraus wird? Das zeigt sich Mitte Dezember 2014 - dann endet die Kickstarter-Kampagne. Das Ziel: 50.000 US-Dollar. Derzeit ist man noch relativ weit entfernt von dieser Summe.

Update, August 2016: PIP  ist erfolgreich, aber nicht da

Das Ziel wurde erreicht: Über Crowdfunding kamen rund 74.500 US-Dollar zusammen. Doch es gibt einen großen Haken: PIP ist bis heute nicht offiziell erschienen. Auf der Webseite wirbt man noch mit "PreOrder", als Veröffentlichungsdatum wird "This Summer" (welcher ist gemeint?) angegeben.

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