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21.02.15

Phorm: Ein morphende Touchscreen-Aufsatz sorgt für fühlbare Tasten

Phorm (Bild: Tatcus)

Diese spezielle Hülle lässt auf Knopfdruck mit Flüssigkeit gefüllt Bläschen als Tasten-Ersatz auf iPhone und iPad erscheinen, was das Tippen von Texten erleichtern soll. Allerdings hat das Konzept noch ein paar Mängel.

Phorm (Bild: Tatcus) Phorm (Bild: Tatcus)

Virtuelle Tastaturen auf Smartphones und Tablets sind eine praktische Sache: Sie erscheinen nur, wenn man sie benötigt. Das spart Platz. Doch es fehlt etwas Wichtiges: die Haptik der Tasten. Ein Grund, warum einige noch auf Blackberry-Handys schwören.

Die Firma Tactus will das Gefühl von echten Tasten, zumindest ansatzweise, auch für andere Mobilegeräte zurückbringen. Das erste serienreife Modell nennt sich Phorm.

Fühlbare Tasten zum An- und Ausschalten

Phorm sieht auf den ersten Blick wie eine ganz normale Schutzhülle aus, doch auf den zweiten erschließt sich einem die Besonderheit.

Auf der Rückseite bietet das Case einen großen Schieberegler. Betätigt man diesen, erscheinen auf der Vorderseite genau über der virtuellen Tastatur kleine Bläschen. So werden die einzelnen Tasten plötzlich spürbar, was laut Tactus die Schreibgeschwindigkeit beim blinden Tippen deutlich erhöhen soll.

Die Bläschen sind mit einer ungiftigen, nicht brennbaren Flüssigkeit gefüllt. Über den Schalter auf der Rückseite des Phorm-Case werden sie aktiviert und deaktiviert. Hierfür wird kein Strom benötigt, alles läuft rein über Druckverhältnisse ab.

Noch nicht ganz rund

Die Idee, Touchscreens quasi „more touchable“ zu machen, finde ich gut. Aber so Recht kann mich das Konzept noch nicht überzeugen. Das fängt damit an, dass Phorm vorerst nur für iPhone 6 Plus und iPad Mini verfügbar sein wird. Und hiermit kann Phorm nur in der Vertikalem genutzt werden, nicht im Landscape-Modus. Der Grund dafür ist simpel: Die Bläschen sind fest angeordnet.

Somit dürfte es eine große, wenn nicht sogar unlösbare Herausforderung werden, Phorm für die zigtausend verschiedenen Android- oder Windows-Phone-Devices anzupassen. Laut eigenen Angaben sitzt Tactus aber an einer Lösung und sei mit verschiedenen Geräteherstellern in Gesprächen. Da bin ich mal sehr gespannt.

Was ich auch nicht so gut finde: Laut den Produktfotos scheinen alle Bläschen die gleiche Form und Größe zu haben. Beim freien Tippen kommt es aber darauf an, dass man einige Tasten unterscheiden kann, um sich zu orientieren. Das scheint Phorm nicht zu bieten.

Wer trotz meiner Kritik Interesse an Phorm bekundet, der kann das Case über die offizielle Webseite für 99 US-Dollar vorbestelle n. Einen Versand wird es aber zuerst nur in den USA geben. 

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