26.05.08

Phoenix Marslandung: "Sieben Minuten Terror"

Die Phoenix-Landung mit Raketenmotoren auf dem Mars aus Sicht eines Konzeptkünstlers (© NASA / JPL-Calech / University of Arizona)

Phoenix, die jüngste Mars-Sonde der Nasa, ist heute früh nahe beim Nordpol des roten Planeten gelandet. Sie soll Gesteinsproben in einem Gebiet untersuchen, wo Wasser vermutet wird.


Die Phoenix-Landung mit Raketenmotoren auf dem Mars aus Sicht eines Konzeptkünstlers (© NASA / JPL-Calech / University of Arizona) Bildgalerie

Im Gegensatz zu den Marsrovern, die vor etlichen Jahren an Fallschirmen und in riesigen Luftballon-Kissen sozusagen auf die Marsoberfläche "geschmissen" wurden, musste Phoenix selbständig eine saubere Landung mit Raketenmotoren durchführen:

 

Von der Atmosphäre und danach einem Fallschirm gebremst, klinkte sich die Sonde rund einen Kilometer über der Oberfläche des roten Planeten aus und landete mit Raketenmotoren zur Stabilisierung und zum Abbremsen aus den letzten rund 200 Stundenkilometern Geschwindigkeit mehr oder weniger sanft in einem Tal in der Nähe des Mars-Nordpols.


Phoenix auf dem Mars (Konzeptgrafik © NASA / JPL-Calech / University of Arizona) Zur Bildgalerie

Die Nasa-Techniker beschreiben die Phase zwischen Eintritt der Sonde in die Athmosphäre und der Landung als "sieben Minuten Terror", und die aufwändig und poppig produzierten Videos auf der Nasa-Website beweisen, dass die Raumfahrtagentur gelernt hat, die Aufmerksamkeit mit allen technischen Medientricks auf ihre Missionen zurückzuführen.

Das Projekt des "Phoenix" steht unter Leitung der Universität von Arizona in Tucson mit Beteiligung von unter anderem der Schweizer Universität Neuenburg, dem deutschen Max Planck-Institut und der Uni Kopenhagen.

Nasa-Videos und das Landungs-Video (Qtime) von Phoenix auf dem Mars

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