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15.11.15

Philips S9711/31 im Test: Rasierer mit Waschanlage

Rasierer HD-Media-Box

Ein Dreitagebart mag schick sein - wenn er beabsichtigt ist. Hat man am Abend einen, obwohl man sich am Morgen noch frisch rasiert hat, dürfte der Rasierer dagegen seine besseren Tage hinter sich haben. neuerdings.com testete deshalb das aktuelle Flaggschiff von Philips.

Rasierer HD-Media-Box

Rasieren ist mitunter eine Geschmacksfrage: Naß oder elektrisch? Muss man schon vor 5 Uhr aufstehen, empfiehlt sich elektrisch - für ein längeres Leben. Wobei es trotzdem naß sein darf, wenn man die neuesten Produkte der Rasiererhersteller ansieht, die inzwischen so wasserfest sind, daß man sie sogar unter der Dusche benutzen könnte - auch wenn vor dem Spiegel meist doch sinnvoller ist.

Die nächste Frage: Hin und her oder im Kreis? Die meisten elektrischen Rasierer nutzen eine schwingende Klinge, nur Philips drei rotierende. Das vibriert weniger, rasiert besser und schonender, kostet aber auch mehr. Während der Wankelmotor heute fast vergessen ist, ist der Drehmesserrasierer durchaus erfolgreich: Wer es einmal ausprobiert hat, mag meist keinen "normalen" Rasierapparat mehr.

Leider war mein nach der Explosion seines Vorgängers auf einer Kreuzfahrt 2003 erstandendes Gerät auch mit neuen Scherköpfen nicht mehr so wirklich gewillt, den Rasen an Kinn und Mund zu mähen. Deshalb wollte ich mich bei Philips über die aktuelle Modellpalette informieren. Doch gab es da so viele unterschiedliche Modelle mit mal einem Fature mehr, mal einem weniger, dass ich schlielich genervt das Modell mit allen Features ansah, den S9711/31.

Da man Rasierer nicht nach einem Test zurückgeben kann, kam ein Testgerät nicht in Frage, zudem war ja ein dauerhafter Verbleib angedacht. Aber 450 € für einen Rasierer? Der müßte dann aber wenigstens noch die Haare schneiden, und Zähne, Ohren sowie Brille putzen können...und zwar zeitsparend gleichzeitig!

Doch das ist nur der "empfohlende Verkaufspreis". Philips selbst bewirbt inzwischen Verkaufspreise ab 350 € bei den üblichen Verdächtigen und zusätzlich 50 € Rabatt. Tatsächlich fand sich das Gerät bei Amazon [Affiliate-Link] für 233 € "gebraucht" - als Rückläufer. Dabei können Rasierer doch gar nicht zurückgegeben werden?

Das von Amazon Warehose Deals gelieferte Gerät schien ungebraucht zu sein, die Verpackung war dafür extrem rustikal mit Paketband wieder verschlossen worden. Zudem fehlte die Reinigungskartusche. Sonst war aber alles in Ordnung.

Der S9711/31 hat im Gegensatz zu meinem bisherigen Gerät einen beweglichen Scherkopf. Dann ist statt eines fest montierten Langhaarschneiders ein ansteckbarer Barttrimmer dabei. Will man diesen als Langhaarschneider benutzen, muss ein Kamm abgenommen werden, was sich nicht auf Anhieb erschließt. Er ist nicht wie sein Vorgänger einmal die Woche unter laufendem Wasser zu reinigen, sondern täglich, was aber auch funktioniert. Und das merkwürdigste Zubehör ist eine Waschanlage, die eher an ein Klo erinnert und das elegante Design des Rasierers vermissen lässt: In diese ist der Rasierer kopfüber einzuhängen, dann wird einige Minuten gereinigt und vier Stunden getrocknet. So niemand die Anlage umwirft, dann läuft sie nämlich aus.

Nach Beschaffen der fehlenden Patrone mit Reinigungsflüssigkeit klappte auch dieses und die Rasur war tatsächlich ausgezeichnet. Die Preispolitik von Philips ist allerdings undurchsichtig: Inzwischen ist das Gerät etwa 40 € teurer, auch gebraucht. Und die Waschanlage erzeugt Zusatzkosten für die Patronen. Die aber wohl speziell für jene, die tatsächlich auch einen Elektrorasierer mit Rasierschaum nutzen wollen, sinnvoll ist.

Als weiteres Zubehör neben Anleitung und Garantiekarte gab es noch eine Mitgliedschaft in einem "Male Grooming Club". Das ist allerdings nicht, wie man befürchten könnte, ein geselliges Gemeinschaftsrasieren, sondern eine Garantieverlängerung. Mit der auf der Mitgliedskarte stehenden Nummer funktioniert diese allerdings nicht, nur mit der auf dem Apparat befindlichen Seriennummer. Immerhin: Obwohl "gebraucht", war das Gerät zuvor nicht registriert worden...

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