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20.03.08

Philips Power4Life im Test: Strom zum Mitnehmen

Philips Power4Life SCM7880

Die Geräte aus der Philips Power4Life-Serie dienen als Multifunktions-Ladegeräte und portable Zusatzakkus. Idee und Umsetzung sind gut, aber leider nicht für jedermann geeignet.


Philips SCM7880: lädt den iPod nano auch ohne Steckdose.

(Foto: D. Amherd / neuerdings.com)

Wir alle lieben unsere Handys, MP3-Player und andere Geräte mit Akku - ausser, der Akku sei gerade leer. Tritt dieses Horrorszenario ein, muss man im Zug plötzlich den Gesprächen seiner Mitreisenden zuhören und mit dem lange erwarteten Anruf von der Blondine mit dem tollen Körper Charakter von letztem Samstag wird es wohl auch nichts. Um dem vorzubeugen, könnte man immer und überall seine Ladegeräte dabeihaben, doch dies ist irgendwie auch keine Lösung, da man einerseits nicht immer mit drei oder mehr Ladegeräten aus dem Haus gehen will und man andererseits, selbst wenn man ein Ladegerät dabei hat, eventuell gerade keine Steckdose in der Nähe ist. Doch halt, Philips naht mit seinen seinen Power4Life-Produkten, welche "Strom zum Mitnehmen" versprechen.

 

Zur Zeit liegen zwei Testgeräte auf meinem Schreibtisch: einerseits das "aufladbare Powerpack" SCE4430 und andererseits das "Universal USB-Ladegerät" SCM7880 (so cool ich die Produkte von Philips meistens finde - bei der Namensgebung gibt es eindeutig noch Steigerungspotenzial). Die Funktionsweise der beiden Geräte mit der eigentlich gar nicht so neuen Idee ist recht schnell erklärt: sie vereinen ein Universalladegerät mit einem Zusatzakku.

Das SCM7880 (Bild oben) verspricht, das einzige Ladegerät zu sein, das man brauche. Einmal in die Steckdose eingestöpselt, kann man dank integriertem USB-Anschluss, Verbindungskabel sowie Steckeraufsätzen für alle gängigen Handys (von Nokia über Samsung bis zu Blackberry) fast alle Geräte, welche das moderne Leben so mit sich bringt, aufladen. Insofern benötigt man auf Reisen (oder auch zu Hause) wirklich bloss ein einziges Ladegerät. Toll am Gerät ist, dass ein kleiner Akku verarbeitet wurde, welcher - auch wenn das SCM7780 nicht am Stromnetz hängt - Gadgets aufladen kann. Die versprochenen "zusätzlichen 15 Stunden" sehen in der Realität dann so aus, dass man knapp ein Nokia 6233 und einen iPod nano aufladen kann.


Via Verbindungskabel und Steckeradapter kann man seine Gadgets mit Strom versorgen. (Foto: D. Amherd / neuerdings.com)

Wer etwas mehr Power benötigt, ist mit dem etwas grösseren SCE4430 wohl besser beraten. Im Gegensatz zum oben beschriebenen SCM7880 sind beim "aufladbaren Powerpack" die Ladeeinheit und der Akku jedoch getrennt. Die Idee dahinter ist wohl, dass man das SCE4330 zu Hause auflädt und dann bloss das Powerpack als Zusatzakku mitnimmt. Mit bis zu 30 Stunden "Strom zum mitnehmen" ist das SCE4430 (auch im Test) merkbar kräftiger als das SCM7880. Ansonsten funktioniert es ähhnlich: man lädt zuerst das Akkupack auf und kann dann, via Verbindungskabel und Steckeraufsätzen vom Akkupack aus seine Gadgets aufladen.


Aufladen des SCE4430 - mit dem eingebauten Akku kann man sein Handy einige Male aufladen. (Foto: D. Amherd / neuerdings.com)

Alles in allem finde ich die Power4Life-Produkte wirklich eine tolle Idee (auch wenn sei nicht wirklich neu ist). Use Cases kommen mir für das SCE4430 und das SCM7880 zuhauf in den Sinn: als Zweit-Ladegerät fürs Büro, damit man auch dort seine Gadgets mit Saft versorgen kann, ohne Ladegeräte mit sich herumschleppen zu müssen, als Strom-Backup bei langen Flügen oder Zugfahrten, damit der iPod auch Zürich - Wladiwostok durchsteht oder als einziges Ladegerät für alle Geräte, so dass man zu Hause die Schublade mit Ladegeräten getrost entrümpeln kann.


Die verschiedenen Aufsätze für das SCM7880 und SCE4430: Nokia neu / alt, Samsung, Motorola, Sony Ericsson und mini-USB.

(Foto: D. Amherd / neuerdings.com)

Wer sich jetzt denkt, dass Power4Life ja eine ganz feine Sache für den iPod touch bzw. das iPhone wäre, den muss ich leider enttäuschen. Für genau diese Gadgets haben meine Testgeräte offenbar nicht genug Saft. Dies ist natürlich schade, da gerade iPhone und iPod touch im Video- oder WLAN-Modus ziemlich viel Saft verbrauchen und da etwas mehr Power sicherlich nicht fehl am Platz wäre. Für mich persönlich ist das ein K.O. Kriterium, wer keines der beiden Geräte besitzt, wird aber wohl problemlos darüber hinweg schauen können, wodurch es dann auch mit besagter Blondine vom letzten Samstag klappen sollte.

Das SCE4430 kostet im Handel ?60 bzw. CHF90 während das SCM7880 für ?50 bzw. CHF70 zu haben ist. Beide Geräte sind bereits erhältlich.

Philips SCM7880

Philips SCE4430

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