03.08.07

Zwei Philips iPod Wecker im Test

Damian Amherd
Philips iPod Docks im Test

iPod-Wecker gibt es wie Sand am Meer. Aber halten auch alle Modelle, was sie versprechen?

Wir haben die zwei Docks AJ300D und DC230 aus dem Hause Philips getestet.

Endlich bin ich dazu gekommen, zwei todschicke iPod-Docks von Philips zu testen (die Modelle haben wir hier bereits kurz vorgestellt). iPod-Docks finde ich ja schon hochintgeressant, weil ich seit geraumer Zeit überhaupt keine CDs mehr höre (deshalb habe ich letzte Woche auch meine eigentlich noch tiptop funktionierende Stereoanlage auf Ricardo.ch verkauft), sondern mir all meine Songs via iTunes reinziehe. Zwischendurch wäre es aber auch schön, wenn ich zum Musik hören nicht extra meinen Computer einschalten müsste, womit wir schon beim Thema iPod-Dock angelangt wären. Von Philips sind uns die Docks AJ300D und DC230 geliefert worden, und ich habe mir die Dinger mal etwas genauer angeschaut.

Den Anfang macht das AJ300D, welches nicht nur mit seiner Kompaktheit, sondern auch mit seiner Weckfunktion zu überzeugen vermag. Die beiden eingebauten 6W-Lautsprecher kann man nämlich nicht bloss zur gewöhnlichen Wiedergabe von Musik verwenden, sondern sich auch mit dem iPod-Track (das AJ300D nimmt einfach den letzten angespielten Song und fährt genau an der Stelle weiter, wo man den iPod ausgeschaltet hat) bzw. Radiosender seiner Wahl wecken lassen. Wers morgens nicht so sanft mag, kann sich auch mit einem ganz kommunen Piepston aus dem Reich der Träume holen lassen.

Die Steuerung ist denkbar einfach: am Fuss des Docks findet man total acht Tasten vor, welche es auch bei fast jedem anderen Audiogerät gibt.

An der Oberkante des Docks befinden sich zwei weitere Tasten, mit welchen man den Wecker stellen kann (man kann zwei verschiedene Weckzeiten programmieren). Ferner wäre auch eine Fernbedienung im Lieferumfang enthalten, welche bei unserem Testgerät jedoch leider fehlte. Damit auch iPods aller Gattungen ins AJ300D passen, legt Philips gleich ein ganzes Kistchen voller Adapter bei.

Soundmässig hat mich der schicke Wecker total überzeugt.

Dank wOOx-Technologie gibt das kleine Ding wirklich satte Bässe wieder und vermag auch in höheren Lagen zu überzeugen (meinen traditionellen Test-Track, den Schlussteil aus Bruckners 4. Symphonie, hat das AJ300D meisterhaft bewältigt). Was die Lautstärke betrifft, ist sicherlich genug Kraft vorhanden, um nicht nur sich selbst, sondern auch gleich die Nachbarn aufzuwecken. Für CHF200.- bzw. ?130.- ein tolles Gerät.

Im Gegensatz zum Wecker AJ300D kann die Mini-Anlage DCM230 auch CDs wiedergeben und überzeugt durch ein cooles Design.

Wer (aus welchen Gründen auch immer) nicht nur iPod, sondern auch gerne CDs hören möchte, ist mit dem Philips DCM230 wohl etwas besser beraten als mit dem (mit der Klangqualität verblüffenden) Radio-iPod-Wecker AJ300D. Nebst den "traditionellen" Sound-Dock-Features kommt das Teil nämlich auch mit CDs und auf USB-Sticks gespeicherten Songs klar. Raphael Wermuth-Weiss von Philips hat auch recht, wenn er sagt, dass das DCM230 "etwas höhere Designansprüche" erfülle. Die Metall-Front sieht sehr cool aus, und das schwarze Finish verleiht dem Dock einen schicken Touch (welcher durch den "slot-loading"-CD-Player noch schicker wird). Mit der Fernbedienung kann man nicht nur die normalen Funktionen wie Lautstärke etc. steuern, sondern auch die Playlisten bzw. den gesamten iPod durchstöbern.

Beim DCM230 sind zwei mal 15 Watt am Werk, wobei die Bässe in etwa gleich satt rüberkommen wie beim AJ300D. Die hohen Töne waren im hochwissenschaftlichen neuerdings.com-Vergleichstest (mit "Dies Irae" aus Mozarts Requiem sowie Mundart-Pop von Patent Ochsner - vom proletarischen Publikum im Blogwerk-Büro eindeutig mehr begrüsst als Mozart) dann doch etwas mager, worauf die anwesenden Blogwerker das AJ300D einstimmig zum Sieger der Kategorie "Bester Sound" kürten. Da sieht man wieder einmal mehr, dass mehr Watt nicht unbedingt einen besseren Sound bedeuten.

Natürlich sind auch beim DCM 230 alle mögliche Adapter enthalten, so dass man problemlos jeden iPod mit DockConnector anschliessen kann (bei beiden Geräten kann man übrigens auch via Line-In andere Audiogeräte anhängen).

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