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26.02.15

Pebble Time: Darum erobert diese Smartwatch die Herzen der Fans

Etwas nerdig und nicht ganz so schick wie die Konkurrenten. (Foto: Pebble Technology)

Innerhalb eines Tages sammelten die Erfinder der Pebble Time über 8 Millionen US-Dollar für ihre neue Smartwatch bei Kickstarter ein. Aber ist das ein Wunder? Diese Smartwatch ist ein kleiner Traum für all diejenigen, die sich eine moderne Armbanduhr wünschen.

Etwas nerdig und nicht ganz so schick wie die Konkurrenten. (Foto: Pebble Technology) Etwas nerdig und nicht ganz so schick wie die Konkurrenten. (Foto: Pebble Technology)

Als das Startup Pebble Technology im Mai 2012 über zehn Millionen US-Dollar bei dem bekanntesten Crowdfunding-Portal einheimsten, erreichte Kickstarter einen neuen Rekord, der zugleich den Trend der Smartwatches einläutete. Und der Hersteller der Pebble-Uhr konnte seine Versprechen soweit halten. Nun steht der Nachfolger an, der alles besser machen möchte.

 

Alle Zeichen auf Erfolg

Aber müssen wir uns ernsthaft über den aktuellen Pebble Time-Hype wundern? 8 Millionen bei Kickstarter innerhalb von 24 Stunden, mittlerweile 40.000 Unterstützer? Das sind beeindruckende Zahlen, die den aktuellen Rekord von 13 Millionen US-Dollar (die Kühlbox Coolest Cooler) vermutlich locker übertrumpfen wird. Gründe dafür gibt es einige. Einer davon: Längst konnten über eine Million Pebble-Smartwatches weltweit ausgeliefert werden, die „Fanbase“ ist also erstaunlich groß und bewegte vermutlich auch Hersteller wie Samsung, Motorola, Sony oder Apple dazu, sich mit dem neuen Segment der smarten Armbanduhren zu beschäftigen sowie eigene Produkte anzubieten. Diese allerdings setzen fast ausschließlich auf Hightech, Touchscreen-Displays und eine an und für sich lächerliche Akkulaufzeit von durchschnittlich einem Tag.

Und jetzt die Pebble Time. Wie das ursprüngliche Modell soll die integrierte Batterie bei normaler Verwendung eine ganze Woche ausdauern. Und das, obwohl jetzt ein Farbdisplay verbaut wird und das Gerät 20 Prozent dünner als das Original ist. Statt opulente technische Daten wie Arbeitsspeicher und leistungsstarke Prozessoren in den Vordergrund zu hieven, setzt man bei Pebble Technology unverändert auf sinnvolle Elemente, die eine Bereicherung für den Alltag darstellen. Der ePaper-Bildschirm ist sehr stromsparend, das integrierte Mikrofon eignet sich hervorragend für kurze Sprach-Memos, das Gehäuse ist wasserdicht, die Armbänder lassen sich wechseln, und ein Schrittzähler ermöglicht es, die Uhr auch als Fitness-Tracker (mit Unterstützung von Jawbone und Mistfit) zu nutzen. Hinzu gesellt sich eine optimierte Benutzeroberfläche und nach wie vor volle Unterstützung für Geräte mit iOS 8 bzw. Android 4.0. Die Anbindung zum Smartphone erfolgt über Bluetooth.

Die physischen Tasten lassen Nutzer schnell zwischen vergangenen Ereignissen, aktuellen Meldungen und künftigen Situationen (z.B. Terminen) springen. Direkt an der Uhr springt man zwischen den Zeiten – eine clevere Idee.

Alles besser. Und trotzdem ein attraktiver Preis

Pebble Time mag vielleicht nicht die attraktivste Smartwatch sein, doch gerade gegenüber dem doch recht billig wirkenden Vorgänger (abgesehen von der Steel-Variante) hat sich hier schon einiges zum Positiven gewandt. Und zugleich bleibt der unabhängige und noch junge Hersteller „auf dem Boden“. Eine Uhr soll bei 200 US-Dollar liegen, wenn sie ab Juni 2015 erhältlich sein wird. Das klingt fair, gerade in Anbetracht des Gebotenen. Und das ist ein weiterer Punkt, der für die Pebble Time spricht: Das Startup bewies schon mit dem ersten Modell, dass man sich auf es verlassen kann. Wieso sollte das bei der Time anders sein? Vermutlich ist das ein Punkt, der zusätzlich dazu führt, dass viele Interessierte jetzt schon bei Kickstarter ihr Geld vorschießen. Sie sparen immerhin 20 US-Dollar (179 US-Dollar), wenn sie Geld jetzt schon „investieren“. Für 10 US-Dollar extra wird nach Deutschland geliefert.

Apropos: Vermutlich wird die Pebble Time im Jahresverlauf ebenfalls regulär hierzulande erhältlich sein, wenn man bei Kickstarter kein Geld geben möchte. Pebble Technology kündigte kürzlich an, eigene Produkte 2015 weltweit zu veröffentlichen, also endlich offiziell auch in Europa.

Bis dahin können wir eigentlich nur Wetten darauf abschließen, wo die aktuelle Kickstarter-Kampagne für die Pebble Time landet. Ich persönlich würde bei irgendwas um die 40-50 Millionen US-Dollar schätzen. Wenn das Konkurrenten, ja auch Apple, nicht einen kleinen Schlag versetzt – was dann?

Weitere Details gibt's bei Kickstarter.

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