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14.01.14

Pebble im Test: Wofür man die Smartwatch einsetzen kann

Pebble mit der Uhranzeige "German Fuzzy Time". Alle Fotos: Marco Luciano

Auf der CES wurde gerade die Pebble Steel vorgestellt: Sie hat die gleichen Funktionen wie die Original-Pebble, kommt aber mit hochwertigen Materialien daher. Aber lohnt sich so eine Smartwatch überhaupt? Unser Gastautor Marco Luciano probiert es aus und gibt hier seine ersten Eindrücke wieder.

 

Nach den ersten Wochen mit der Smartwatch Pebble möchte ich kurz auf drei für mich wesentliche Aspekte des Geräts eingehen. Kurz vor Weihnachten hatte ich mir die Pebble im Online-Shop bestellt. Die Uhr kostet aktuell rund 110 Euro plus circa 30 Euro Zoll. Weil der Zoll die Lieferung nach Deutschland noch immer verwehrt, musste ich sie zu einem Freund nach Österreich schicken lassen, der mir die Uhr dann mitbrachte. Es gibt auch Dienstleister in Österreich und den USA, die ein solches "Weiterschicken" übernehmen und dafür eine Post-Adresse im jeweiligen Land bereitstellen. Informationen dazu findet man im Forum german-pebblers.de. Weitere Basisinformationen und aktuelle Meldungen zur Pebble gibt es auf Deutsch bei pebble-smartwatch.de.

Status-Update: Was kommt 2014 bei Pebble?

  • Pebble Steel, eine hochwertige Metall-Variante der Uhr ist ab Ende Januar in zwei Farben mit verschiedenen Bändern verfügbar. Vorbestellungen für die 250 Dollar teure Uhr sind im Pebble Shop möglich.
  • Der Pebble AppStore soll die Suche und Verbreitung von Watchfaces und Apps vereinfachen. Auch er soll noch in den nächsten Wochen online gehen. Erste Screenshots gibt es im Pebble Developer Blog
  • Auf der CES 2014 wurden zudem einige der künftig verfügbaren Apps vorgestellt: Mercedes-Benz lässt seine Automobile künftig per Pebble überwachen (Instagram Video darüber), Yelp ermöglicht rudimentäre Recherchen und Checkins bei umliegenden Points of Interest, die Kamera GoPro kann künftig über eine eigene App gestartet und pausiert werden.

Mein erster Eindruck

Die Uhr ist gut verarbeitet, sehr leicht und auch für große Handgelenke nicht zu klein. Ich trage die Pebble durchgehend. Das Armband trägt sich angenehm weich und nicht zu klebrig wie andere Kunststoffarmbänder. Das mitgelieferte Magnet-Ladekabel ist ordentlich, könnte für meinen Geschmack etwas stärker an der Uhr hängen. Dank Wasserdichtigkeit bis 50 Meter ist die Pebble Smartwatch bestens geeignet fürs Duschen, Schwimmen oder Joggen im Regen. Die Pebble zeigt mir alle Push-Nachrichten vom iPhone an. Darüber hinaus kann ich mit der Pebble Anrufe annehmen oder ablehnen, Musik starten oder pausieren und zum nächsten/letzten Song springen. Neben der obligatorischen Pebble App (kostenlos im App Store) habe ich zusätzliche Apps geladen.

Pebble als Armband-Uhr

Die iPhone App " MyPebbleFaces " ist eine Sammlung der sogenannten Watchfaces, also Screen-Varianten der Uhrfunktion. Innerhalb von MyPebbleFaces kann man sich zwischen "Al Pacino", klassischen und schicken Designs oder Star-Wars-Motiven entscheiden, die gewünschten Watchfaces herunterladen und dann aus dem Downloadbereich der App auf der Uhr installieren (Klick auf das Watchface > öffnen mit Pebble App > Installation abwarten > aufs Handgelenk schauen). Ich nutze "Dots with Date", "Marked", "German Fuzzy Time" und "Roboto".

 

Pebble als Smart-Device

 

Die iPhone und iPad App " Smartwatch+ " (2,69 Euro) erweitert das Pebble Menü um weitere Apps, wie zum Beispiel:

  • Reminders: Die Pebble kann über die Smartwatch+ App auf meine iCloud/lokalen Erinnerungen zugreifen.
  • Wetter: Daten werden auch von der entsprechenden iPhone App gezogen.
  • Find my iPhone: Die Pebble löst einen Alarm-Ton vom iPhone aus, falls man das mal verlegt hat.

Dazu gibt es einige weitere praktische Apps. Installiert werden diese über das App Menü (Install Watchapps > Install Smartwatch+ Watchapp > aufs Handgelenk schauen). Neben diesen Apps kann man auch ein Watchface installieren (Install Watchapps > Install SmartStatus Watchapp > aufs Handgelenk schauen), bei dem Wetter, aktuelles Lied oder der nächste Termin angezeigt werden. Auch sehr praktisch.

Pebble als Sportgerät

 

Beim Joggen lasse ich nun (neben Nike+, wie eh und je) auch RunKeeper mitlaufen (parallel). RunKeeper funkt ohne weitere Installation/Setup die aktuellen Metriken des Laufs auf die Pebble. So sehe ich Laufdauer, Laufstrecke und meine aktuelle Pace auf dem Handgelenk und muss nicht mehr das iPhone aus der Tasche herauskramen (mehr dazu im Runkeeper Blog). Per Druck auf die mittlere Taste rechts an der Pebble kann man den aktuellen Lauf pausieren. Natürlich ersetzt die Pebble keine Pulsuhr oder professionelle GPS-Uhr für Sportler. Aber für Freizeit-Jogger wie mich ist sie eine tolle Unterstützung.

Mit vorwiegender Nutzung der Pebble als Uhr kommt man auf knapp eine Woche Akku-Laufzeit. Hantiert man mehr mit Apps (siehe Smart-Device und Sportgerät) reduziert sich die Akku-Laufzeit auf zwei bis drei Tage.

Wenn Du Fragen zur Pebble hast, hinterlasse einen Kommentar. Außerdem darfst du gern ergänzen, wie Du deine Pebble einsetzt oder warum Du noch keine Smartwatch am Handgelenk trägst!

Über den Gastautor

Marco Luciano arbeitet bei der B2B-Agentur wob AG . Er hilft Unternehmen digitale Kommunikation sinnvoll und werthaltig in ihr Business zu integrieren. In seiner Freizeit tummelt er sich auf Twitter & Google+ und schreibt manchmal auch in sein eigenes Blog .

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