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27.07.16

Ratgeber

So schützen Sie Ihren Computer vor dem Hitzetod

Torsten M. Roth

Wenn während den Sommermonaten die Temperaturen in die Höhe schnellen, kann dies im Büro zu Komplikationen mit dem PC führen. Im schlimmsten Fall droht sogar der sogenannte Hitzetod einer oder mehrerer Komponenten. Wir geben nützliche Ratschläge, wie Sie das vermeiden können.

Vermeiden Sie den PC-Ausfall bei hohen Temperaturen

Um den Hitze-Kollaps Ihres PCs zu verhindern, bedarf es gewisser Maßnahmen. Für einige davon benötigen ein wenig handwerkliches Geschick und die Grundkenntnis über das Innenleben eines Computers. Sollten Sie sich bei manchen Punkten nicht ganz sicher sein, ob Sie die Arbeiten selbst durchführen können, dann fragen Sie einfach einen Fachmann. In den meisten Fällen sollten die anfallenden Vorkehrungen jedoch kein Problem darstellen.

Überhitzung durch den Standort

Eine Faustregel besagt: Stellen Sie den Computer niemals an einen Ort mit direkter Sonneneinstrahlung. Durch die Sonnenstrahlen werden die inneren Komponenten schon vor dem Betrieb stark erhitzt und fördern dadurch das frühzeitige Ableben des Gerätes.

Sorgen Sie also für einen geeigneten Platz im Schatten. Zu Beachten wäre hierbei der Abstand zu einer Wand, einem Regal oder den Vorhängen. Wenn die Luftzirkulation der Gehäuselüfter funktionieren soll, gilt es, rund eine Handbreite Platz zu lassen. Mehr ist sogar besser, da gerade in den Sommermonaten eine gute Zirkulation der Raumluft nötig ist um Probleme zu vermeiden.

Weniger arbeiten an heißen Tagen

An warmen Tagen sollten Sie sich und auch dem Computer mal eine Pause gönnen. Steht der PC den gesamten Tag unter Dauerlast, besteht die Gefahr eines Hitzetodes. Können Sie Ihrem Rechner keine Auszeit genehmigen, dann empfiehlt es sich, Ihren Arbeitsplatz zu kühlen. Je nach Raumgröße ist die Anschaffung einer Klimaanlage nicht sehr teuer, was Ihnen und dem Computer hilft.

Sollten Sie einen Laptop mit Lüfter nutzen, befindet sich jener immer am Boden des Gerätes. Achten Sie darauf, dass Sie das Notebook nicht auf den Schoss oder direkt auf die Tischplatte legen. Besser ist es, Sie verwenden einen Abstandshalter. Das verschafft einige Zentimeter Platz zwischen Schoss oder Tisch und dem Lüftersystem. Dadurch wird das Gerät deutlich besser gekühlt.

Überhitzung durch Staub

Sehr häufig liegt der Grund für die Überhitzung eines Computers an den verstaubten Bauteilen im Inneren. Auch die Luftzirkulation kann nicht mehr stattfinden, wenn die Lüftungsöffnungen verstopft sind. Generell sollten Sie alle sechs bis acht Monate den PC aufschrauben und reinigen. Hierzu genügt ein Pinsel und ein Staubsauger. Achten Sie jedoch unbedingt darauf, den Staubsauger auf die niedrigste Stufe einzustellen, um Schäden zu vermeiden.

Öffnen Sie den Computer, befreien Sie ihn vom Staub mit einem Pinsel und einem Staubsauger. Achten Sie darauf, dass Sie keine Bauteile mit dem Staubsauger berühren, da diese sich lösen könnten.

Überhitzung durch Kabelführung

Nicht selten versperren ungünstig verlegte Kabel im Inneren des Computers den Lüfter. Sind diese Kabel direkt über einen Lüfter oder eine Luftöffnung geführt, dann wäre es möglich, dass die Leistung der Kühlung immens reduziert wird. Da der PC bereits geöffnet ist kann dies leicht überprüft werden.

Greifen Sie zu Kabelbindern und befestigen die Problem-Kabel an einer geeigneten Stelle. Jedoch keinesfalls auf dem Motherboard, da dort wie Bauteile angebracht sind, die sich lösen können.

Überhitzung durch Dämm-Matten

Wenn Ihr Computer über Dämm-Matten verfügt, dann kann es vorkommen, dass diese an gewissen Stellen nicht korrekt eingebaut wurden und somit Luftöffnungen überdecken. Dies verhindert erneut die korrekte Luftzirkulation und kann zu Überhitzung führen.

Meist genügt es, mittels eines Teppichmessers die Matten an der gewünschten Stelle zu öffnen, um das Problem zu lösen. Ein bleibender Ausbau der Matten sollte nicht vorgenommen werden, da der PC danach lauter und dadurch beim arbeiten störender wird.

Weiterführende Maßnahmen

Wenn noch immer Störungen auftreten, kann dies auch an einer einzelnen Komponente liegen. Bei reinen Office-PCs ist es eher unwahrscheinlich, dass die Grafikkarte überhitzt, was jedoch bei der Arbeit mit Photoshop und Co. aber möglich ist. Auch die Festplatte kann enorme Hitze erzeugen und so zum Problem werden. Achten Sie darauf, dass die HD einen möglichst großen Abstand zu weiteren Komponenten hat und dementsprechend montiert ist.

Die gängigste Methode wäre es jedoch, zunächst einen weiteren Gehäuselüfter zu installieren. Zwar wird der PC dadurch lauter, aber dadurch steigt auch die Luftzirkulation. Ein Fachmann würde ebenfalls prüfen, ob die Kühlpaste unter dem Prozessor des Rechners noch vorhanden ist. 

Fazit

Sind alle Punkte durchgeführt, wird Ihr Computer wohl auch einen sehr heißen Sommer problemlos überstehen. In den meisten Fällen reicht es aus, wenn man die einfachsten Methoden wie den Standortwechsel oder das Herunterkühlen des Zimmer nutzt. Somit muss nicht immer ein Fachmann zu Rate gezogen werden, wenn man förmlich merkt, wie der PC "schwitzt".

 

 

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