25.01.14

Parce: Schlaue Steckdose aus München spart Energie

Lernfähige Steckdose: Parce

Eine lernfähige Steckdose aus München erkennt, wann Elektronikgeräte im Standby am häufigsten genutzt werden. In den Totzeiten schaltet Parce den Strom einfach ab oder überlässt es dem Nutzer, sie aus der Ferne abzuschalten. Als Übersicht gibt es eine intelligente Energieverwaltung.

 

Smart Home ist der Trend dieses Winters, nicht erst, seit Google das lernfähige Thermostat Nest gekauft hat. Und da ist es immer schön zu sehen, wenn auch die heimische Wirtschaft nicht hinterher hinkt. So wie Parce, ein Startup aus München, das eine "intelligente" Steckdose herausbringt.

Die hört auf den Namen Parce One und misst, wann etwa eine Kaffeemaschine, ein Fernseher oder eine Audioanlage im Standby-Modus noch Strom saugen. Ist der Benutzer zu der Zeit ohnehin nicht zu Hause, weiß Parce das und schaltet den Strom dann einfach ab. Bis zu 150 Euro Stromkosten sollen sich dadurch im Jahr sparen lassen.

Internationaler Markt im Visier

Doch mehr noch: Parce erstellt intelligente Profile, teilt dem Benutzer per Übersicht mit, wann der Stromverbraucher wann wie viel Strom saugt und hilft ihm dabei, den Verbrauch besser zu definieren. Natürlich lassen sich auch mehrere Parce Ones über eine App verwalten. Die drei Gründer, die zum Teil schon seit den späten 90er Jahren im Bereich Home Automation aktiv sind, stellen das Konzept hier in einem Video vor:

vimeo.com/84235890

Dadurch wird klar: Parce will auf den internationalen Markt. Es wird den Parce One in je einer Version für den europäischen und den US-Markt geben, in Schwarz und in Weiß. Spannend finde ich zudem die Kopplung über die Cloud: Parce meldet sich unterwegs auf dem Smartphone, wenn ein Gerät gerade viel Strom verbraucht. Der Benutzer kann dann mit einem Knopfdruck zum Beispiel den Fernseher noch vom Netz nehmen.

Nicht billig

Um das Projekt zu finanzieren, wirbt Parce gerade um Unterstützung auf Indiegogo. Noch bis zum 10. März sollen über die Crowdfunding-Kampagne mindestens 100.000 US-Dollar zusammen kommen. Momentan kann man ein Exemplar noch für umgerechnet rund 50 Euro bekommen, sobald das ausverkauft ist, sind es 58 Euro. Und bei aller Verehrung für die schön designte Hardware und den Anspruch, viel Strom zu sparen: Für nur einen intelligenten Stecker finde ich das ein bisschen viel. Schließlich will man weit mehr als nur einen Verbraucher auf diese Art und Weise verwalten. Da stellt sich zudem die Frage: Warum bauen die Hersteller solche Elektronik eigentlich nicht gleich in ihre Geräte ein?

Die Kampagne soll realisiert werden, egal, ob die 100.000 Dollar zusammenkommen oder nicht. Im November sollen die Parce dann laut Plan verschickt werden.

Mehr Informationen erhaltet ihr auf der Parce-Website. Unterstützen könnt ihr das Projekt auf der Indiegogo-Kampagnenseite.

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