28.09.13

Paradise Desk: Computerschreibtisch gegen Kabelsalat

David Wrobel und sein neuestes Werk: der Paradise Desk.

Der Paradise Desk ist angetreten, uns von der Tyrannei des gemeinen Kabelsalats zu befreien. Dazu gibt es an mehreren Stellen in den Schreibtisch integrierte Anschlüsse. Eine Idee, die regelmäßigen neuerdings.com-Lesern bekannt vorkommen dürfte.

David Wrobel und sein neuestes Werk: der Paradise Desk.

Wenn man Gamer ist, der berühmt-berüchtigten Spezies "Digitalarbeiter" angehört oder aus anderen Gründen viel vor dem Computer sitzt, wird man das Problem kennen: Schreibtische neigen dazu, in einem Kabelgewirr unterzugehen. Auf meinem steht gerade mein Laptop, das an den Strom und seine Backup-Platte angeschlossen ist, dazu zwei Smartphones, eine Digitalkamera und ein externer Akku. Bei vielen kommen in so einer Konstellation noch der externe Monitor, sowie eine Tastatur und Maus hinzu. Manches davon kann man drahtlos anschließen, aber dann muss man es regelmäßig aufladen. Wäre es da nicht ideal, alles per Kabel anschließen zu können und trotzdem Ordnung zu haben? Etwas in der Art dachte sich wohl auch David Wrobel aus Kanada und entwarf den Paradise Desk. Es ist sein zweiter Anlauf mit der Idee auf Kickstarter und diesmal kommt das erhoffte Geld zusammen.

"Gamers Paradise" hatte er seinen ersten Wurf genannt, den euch Sven Wernicke im Februar vorgestellt hatte. Die erhoffte Summe von 75.000 US-Dollar kam aber zum Ende der Projektlaufzeit nicht einmal zur Hälfte zusammen. David Wrobel ließ sich davon nicht abschrecken und versucht es nun noch einmal. In diesem Anlauf hat er die Projektsumme auf 30.000 US-Dollar verringert und dabei vor allem den Schreibtisch selbst günstiger gemacht: 349 US-Dollar kostet nun der Paradise Desk, für den Vorgänger sollte man 489 US-Dollar vorschießen. David hat dazu die Zahl der Anschlüsse und Features reduziert und damit offenbar besser die Wünsche der Zielgruppe getroffen: Schon jetzt ist erheblich mehr Geld zusammengekommen als beim ersten Versuch. Das Projekt ist damit erfolgreich finanziert und noch bleiben mehr als drei Wochen Zeit, Geld einzusammeln. Hier stellt er das gute Stück persönlich vor:

Die Tischplatte wird 157,5 x 71,0 x 7,0 cm messen und der Schreibtisch selbst ist 77,5 cm hoch. Die Höhe lässt sich zudem anpassen. Insgesamt sieben USB-Anschlüsse sind integriert und das an den Stellen, an denen man sie sehr wahrscheinlich am dringendsten braucht. Ein Anschluss vorn links ist zum Beispiel für mobile Festplatten, USB-Sticks oder auch USB-Kopfhörer gedacht. Drei weitere finden sich mittig für Tastatur und Maus. Und noch einmal drei Anschlüsse sind im hinteren Bereich integriert, z.B. für Drucker und ähnliche Geräte.

Weiterhin sind vier Steckdosen direkt in den Tisch eingebaut, um Monitor, Drucker und andere Geräte anzuschließen. Um den Monitor an einen Computer unter dem Tisch anzuschließen, gibt es zudem einen DVI-Port. Und auch an zwei Buchsen für Kopfhörer, Lautsprecher oder ein anderes Soundsystem sowie für ein Mikrofon wurde gedacht.

Upgrades bis hin zum Becherhalter sind noch möglich

Sollten mehr als 50.000 US-Dollar zusammenkommen, bekommt der Tisch zusätzlich einen HDMI-Port. Bei mehr als 60.000 US-Dollar einen achten USB-Port. Diese Reihe setzt sich fort bis zum integrierten Becherhalter, sollten am Ende gar mehr als 130.000 US-Dollar zusammenkommen.

Unter dem Tisch findet sich eine 25,5 x 61 cm messende Plattform für den Desktop-Rechner. Sie kann man auch so bestellen, dass der Tower neben dem Schreibtisch steht, falls man den Platz für seine Beine haben möchte oder schlichtweg einen übergroßen PC hat. Hier kommen dann alle Kabel gesammelt an.

Eher ein Gag, aber vielleicht am Ende doch ganz nützlich ist die separat schaltbare Beleuchtung auf der Rückseite.

Alles in allem ist zumindest diese Version des Paradise Desk somit vor allem auf Computernutzer mit Desktop-PC ausgerichtet. Nutzt man wie ich ein Laptop, bräuchte man eine etwas andere Konfiguration. Vielleicht lässt sich David Wrobel nach dem jetzigen Erfolg dazu hinreißen, auch für diese Zielgruppe zu entwerfen. Angekündigt ist dazu allerdings nichts.

Preise und Verfügbarkeit

In seiner ersten Version kommt der Paradise Desk mit Stromspannungen und Steckdosen für den nordamerikanischen Markt heraus. Es ist aber eine passende europäische Version versprochen, die Mitte 2014 lieferbar sein soll. David Wrobel hatte nach eigenen Aussagen dabei ein schlechtes Gewissen, den europäischen Interessenten jetzt schon die komplette Summe abzuverlangen. Stattdessen kann man im "Early Bird Special" 79 US-Dollar (rund 59 Euro) vorschießen, was dann auf den Kaufpreis von 319 US-Dollar (236 Euro) angerechnet wird. Ist das ausverkauft, sind es 89 US-Dollar (66 Euro) Vorschuss. Zu beachten ist, dass sich dieser Preis ohne Steuer und Versand versteht.

Alle Informationen auf der Kickstarter-Projektseite des Paradise Desk.

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