26.03.14

Panasonic HX-A500: 4K-Actioncam am Kopf

Panasonic HX-A500 (Bilder: Panasonic)

Als erste Actioncam ihrer Klasse kann die Panasonic HX-A500 4K-Videos mit 25 Bildern pro Sekunde (fps) aufnehmen. Durch ihre zweiteilige Bauart kann man beispielsweise das Objektiv an der Schläfe tragen, während sich das Aufnahmegerät in einem Case am Oberarm befindet.

 

Die GoPro Hero 3 ist sicherlich das Maß der Dinge, wenn es um Actioncams geht. Auch die kann bereits Videos in 4K alias Ultra-HD aufnehmen, allerdings bislang nur mit 12,5 Bildern pro Sekunde. Hier ist also noch Luft nach oben, denn inzwischen können sogar manche Smartphone-Kameras mehr.

Noch aber ist die GoPro Hero 4 nicht abzusehen und die Panasonic HX-A500 kann ihr die Krone zumindest auf dem Datenblatt in Sachen 4K stehlen.

Über den Sinn und Unsinn von 4K-Aufnahmemöglichkeiten zum jetzigen Zeitpunkt kann man sich derweil noch gut streiten. Ultra-HD steht weiterhin am Anfang, so dass es wahrscheinlich nur für wenige ein entscheidendes Kaufkriterium sein wird. Aber mit den 25 fps der Panasonic ist man auf jeden Fall schon einmal gut bedient und auch für zukünftige Entwicklungen gewappnet. Der Nutzer hat bei der HX-A500 darüber hinaus weitere Aufzeichnungsmodi zur Verfügung, darunter auch einige für Freunde der Zeitlupe: Dazu gehören Full HD mit 50 fps, 720p mit 100 fps und 480p mit 200 fps.

Die Bauart der Panasonic unterscheidet sich dabei grundlegend von der GoPro: Die Ingenieure haben sich für ein zweiteiliges Gerät entschieden, bei dem Objektiv und eigentliche Kamera getrennt voneinander sind und zugleich per Kabel verbunden. Einerseits können sich dadurch neue kreative Möglichkeiten ergeben, andererseits ist das Kabel aber doch so kurz, das beide Teile vergleichsweise dicht beieinander bleiben müssen. 50 cm ist es immerhin lang. Um das nur 31 g wiegende Objektiv in der Nähe der Schläfe zu platzieren, gibt es einen eigenen Kopfbügel. Das Aufnahmegerät findet dann in einem speziellen Case am Oberarm Platz.

Das folgende Werbevideo gibt einen Eindruck von den Aufnahmen, die man mit dieser Kamera machen kann:

www.youtube.com/watch

Interessante Details sind das Display in der Kamera-Einheit: Während man bei vielen Actioncams "blind" schießt, kann man hier also direkt kontrollieren, was man aufnimmt. Daneben kann ein Smartphone oder Tablet als Display aus der Ferne dienen, das per NFC gekoppelt wird. Die Panasonic Actioncam hat außerdem WLAN eingebaut und lässt sich zum Livestreamen via Ustream nutzen. Und für alle, die diese Kamera in Wassernähe benutzen wollen: Sie soll es bis zu 30 min in bis zu 3 m Tiefe aushalten (entspricht Schutzklasse IPX8). Darüber hinaus ist sie staubgeschützt nach IP5X.

Die HX-A500 soll hierzulande ab Juni 2014 erhältlich sein. Die unverbindliche Preisempfehlung beträgt 429 Euro, der Straßenpreis wird erfahrungsgemäß schnell unter 400 Euro rutschen. Im Paket enthalten sind Kopfband und Arm-Case. Optional gibt es sechs weitere Haltungen, um die Actioncam an Helmen, Rucksack-Schultergurten, Lenkern, Stativen, auf glatten Oberflächen und vielem mehr zu befestigen.

Weitere Informationen in dieser Pressemitteilung und auf der Produktseite. Wer die Bauart interessant findet, aber nicht so viel Geld ausgeben will, sollte sich das Schwestermodell HX-A100 ansehen. Sie kostet offiziell 299 Euro, ist aber beispielsweise bei Amazon auch schon für unter 200 Euro zu haben.

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