20.09.14

Paketbutler: Praktische Box, um Pakete anzunehmen und abholen zu lassen

Paketbutler: Kiste vor der Wohnungstür nimmt Pakete entgegen. Bilder: Telekom, feldsechs

Ausgerechnet die Deutsche Telekom hat eine Box entwickelt, mit der Boten ein Paket für einen Empfänger halbwegs sicher vor dessen Haustür deponieren können. Auch Retouren sind mit dem Paketbutler möglich. Das Thema Sicherheit allerdings kommt bei dem Projekt vielleicht ein klein wenig zu kurz.

 

Homeshopping ist zum Volkssport geworden. Aber die Zustellung, wenn wir nicht zu Hause sind, bleibt ein Problem. Der Bote kann das Paket im Treppenhaus oder beim Nachbarn deponieren. Aber kann man denen allen immer trauen? Dann gibt es in den Städten natürlich noch Packstationen oder seit Jüngstem Paketkästen der Deutschen Post direkt bei uns zu Hause. Aber dies müssen erst einmal aufwändig und teuer eingebaut werden.

Ein neues Projekt, das von der Telekom erfunden wurde, von feldsechs vermarktet und vertrieben wird und DHL sowie Zalando als Partner hat, könnte dieses Problem mit dem Paketbutler lösen, einem Kasten für zuhause, in dem sich Pakete auch in Abwesenheit empfangen und verschicken lassen.

 

Der Paketbutler ist eine recht platzsparende Box, die man zu Hause aufbewahrt. Erwartet man ein Paket, stellt man sie vor die Haustür und klemmt eine Sicherheitsschlaufe mehr oder weniger in einer Tür ein, damit niemand die Box mitnehmen kann. Ein eintreffender DHL-Bote öffnet die Sicherung der Box mit einem Sensor und legt das Paket dort ein. Die Box lässt sich dank eines Innenfutters vergrößern und kann damit auch größere Pakete aufnehmen. Einmal eingelegt, wird der Empfänger per Kurznachricht darüber informiert, dass das Paket eingetroffen ist. Ist man mit der gewünschten Ware nicht zufrieden, legt man das Paket einfach wieder in den Butler ein, informiert DHL und lässt den Boten das Paket wieder abholen.

 

Wir wären nicht wir, wenn wir nicht ein paar Kritikpunkte finden würden: Erstmal muss ein Bote in einem Mehrfamilienhaus überhaupt ins Treppenhaus gelassen werden. Ich bin ja nicht da, meine Nachbarn vielleicht auch nicht, der Bote ist umsonst gekommen. Dazu wirkt die Transportsicherung nicht gerade sicher und praktisch und zu guter Letzt ist auch der dünne Stoff der Box kein wirkliches Hindernis für kriminelle Elemente. Ein Küchenmesser gezückt, schwups hat man die Tasche vom Inhalt befreit.

Hier kann man natürlich dagegen halten, dass jemand so viel kriminelle Energie erst einmal aufbringen muss. Den Paketbutler zu benutzen, ist allemal sicherer, als das Paket einfach so ins Treppenhaus zu legen oder es beim kriminellen Nachbarn zu hinterlegen. Dennoch wirken alternative Konzepte wie die DHL Paketbox und auch Mitbewerber Lockbox auf mich sicherer.

Bevor die Paketbutler auf Homeshopping-Helden losgelassen werden, soll sie erst einmal in einem Feldversuch bei 200 Zalando-Kunden getestet werden. Ein Marktstart ist für 2015 vorgesehen. Auf der Website zum Projekt ist auch ein Video zu sehen, das den Paketbutler beschreibt. Dies ließ sich hier leider nicht einbetten.

Gefunden haben wir den Paketbutler bei Mobiflip.de.

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