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05.02.14

Ototo: Aus allen Dingen Musikinstrumente basteln

Ein Musikinstrument aus Obst. (Foto: Dentaku)

Ein Stück Holz aus dem Wald? Vielleicht ein Pappkarton? Oder doch lieber die Gurke? Mit Ototo wird nahezu alles, was man so herumliegen haben könnte, zu einem Musikinstrument.

 

Ähnlich dem Gamingcontroller-Selbstbauset MakeyMakey möchten die Erfinder von Ototo Bastelfreunden ein mächtiges Werkzeug zur Verfügung stellen. Diesmal sollen Hobbytüftler Musikinstrumente aus Alltagsgegenständen erschaffen können. Möglich macht das ein winziger Synthesizer mit 12 Tasten für eine Oktave, auf denen sich passende Anschlüsse befinden. Ein Instrument entsteht, indem man diese mit leitfähigen Objekten verbindet – von Obst über Wasser bis hin zur Alufolie.

Sensoren

Ototo möchte aber noch mehr als das sein. Durch den Lautsprecher kann man Musik sofort ausgeben, alternativ steht ein Kopfhörer-Anschluss (3,5 mm) bereit. Zwei AA-Batterien ermöglichen kabellose Peripherie oder man schließt das selbst gebastelte Gerät via Micro-USB an eine Stromquelle an. Interessanter sind aber die Sensor-Ports: An diese können vier der sieben zur Verfügung stehenden Sensoren gestöpselt werden, um so viele weitere Optionen zu erhalten.

 

Unter dem Namen „Rotation“ bekommt man beispielsweise ein Potenziometer, das den aktuellen Sound verändert. Bei „Light“ handelt es sich um einen Lichtsensor, der den Ton abhängig vom Lichteinfall manipuliert. Mit „Slider“ darf der Sounds ebenfalls mittels eines weiteren Potenziometers  verwandelt werden. Hinzu gesellen sich „Touch Strip“ (für gruselige Sounds), „Force“ (drucksensitiver Schalter), „Breath“ (Atem-Sensor, der die Intensität des Pustens berücksichtigen kann - zum Beispiel für ein eigenes Saxofon) und „Joystick“ (für eine Art Analogstick, sollte man diesen benötigen).

Durch die Kombination der Sensoren seien zahllose Instrumente denkbar, sofern man genügend Kreativität mitbringt.

Mehr Möglichkeiten

Ototo hält sich an die üblichen Konventionen, die für Musiker von Relevanz sind. Das fertige Musikinstrument kann ein MIDI-Controller sein, um Melodien mit dem Computer aufzunehmen. Software wie Ableton Live oder Apples Garageband werden demnach unterstützt. Abhängig von dem zur Verfügung stehenden Programmen kann Ototo nicht nur als Synthesizer, sondern ebenfalls als Sampler eingesetzt werden. Und dank Open-Source-Basis mit frei zugänglicher Firmware dürfen Experten die Hardware eigenen Vorstellungen anpassen.

Wie Ototo in der Praxis aussehen könnte, zeigt dieses Video sehr gut:

Wenn die Finanzierung bei Kickstarter erfolgreich verläuft, sollen die ersten Ototo-Pakete im Juni 2014 ausgeliefert werden. Eine Ototo-Platine zum Start liegt bei umgerechnet rund 55 Euro, ein Set mit Board und allen sieben Sensoren sowie Zubehör bei 145 Euro.

Weitere Details gibt es direkt bei Kickstarter, wo bis Anfang März 2014 Geld vorgeschossen werden kann. Auf der Webseite des Herstelles findet man ergänzende Fakten.

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