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26.09.13

Oscilloscope Watch: Smartwatches sind für Hipster, diese hier ist für Geeks

Gehäuse-Prototyp der Oscilloscope-Watch.

Smartwatches seien in ihren Funktionen im Prinzip redundant zum Smartphone, seine Oscilloscope Watch hingegen sei ein transportables Messlabor am Handgelenk, sagt Gabriel Anzziani. Er schrumpft damit ein Produkt, mit dem er bereits erfolgreich auf Kickstarter gewesen ist: das Xprotolab.

Gehäuse-Prototyp der Oscilloscope-Watch.

Gleich zu Beginn meines Beitrags tue ich etwas, was in der Techszene selten bis verpönt ist: Ich gebe unumwunden zu, dass ich die Oscilloscope Watch nicht wirklich beurteilen kann. Ich habe zwar sofort gewusst, dass ich darüber schreiben will, aber ich brauche selbst kein Oszilloskop oder eine der anderen Funktionen der Uhr. Insofern bin ich gespannt, ob es Feeback zu diesem Produkt in den Kommentaren werden wird. Denn ich sehe, dass es etwas Besonderes ist. Aber ich kann nicht einschätzen, ob es die anvisierte Zielgruppe überhaupt anspricht und wie sinnvoll es ist.

In einem muss man Gabriel Anzziani dabei unumwunden Recht geben: Smartwatches tun selten etwas, was nicht auch das Smartphone könnte. Und oftmals sind sogar davon abhängig, dass man eines bei sich trägt. Könnte man den Platz am Handgelenk nicht viel sinnvoller benutzen?

Er möchte uns dazu eine Armbanduhr geben, die zugleich Oszilloskop, Wellenformgenerator, Protocol Sniffer, Frequenzzähler und Logikanalysator ist. Die Funktionen entsprechen dem Xprotolab, das er vor einem Jahr erfolgreich über Kickstarter vorfinanzieren konnte. Das war ein schon erstaunlich handliches Gerät, aber mit der Uhr möchte Gabriel Anzziani diese Miniaturisierung noch ein Stückchen weitertreiben.

In seinem Kickstarter-Video sieht man zum einen den Hardware-Prototypen und den Gehäuse-Prototypen, aber noch nicht beide in Kombination:

Das Gehäuse der Oscilloscope Watch wirkt erst einmal recht klobig, entspricht aber etwa den Maßen einer Sportuhr. Dennoch will Anzziani es nach Möglichkeit im finalen Produkt noch kompakter hinbekommen. Dass er so etwas schaffen kann, hat er mit seinem Xprotolab bereits bewiesen, wo das letztlich ausgelieferte Produkt ein gutes Stück kleiner und eleganter als der Prototyp war. auf Kickstarter erlebt man das ja nicht selten auch umgekehrt...

Dank eines stromsparenden E-Paper-Displays kann die Uhr bis zu 30 Tage mit einer Akkuladung auskommen (ja, Tage, nicht etwa Stunden, liebes Samsung). Ist das Oszilloskop im Dauereinsatz, reduziert sich das auf (immerhin) noch 12 Stunden. Alle weiteren technischen Daten entnehmt ihr am Besten der Kickstarter-Projektseite.

Noch gibt es für die Oscilloscope Watch ein "Early Bird Special": Dann bekommt man sie für umgerechnet rund 82 Euro inklusive Versand. Sind die vergeben, steigt der Preis auf rund 100 Euro.

Im Mai 2014 sollen die Uhren ausgeliefert werden.

P.S.: Sollte das Kickstarter-Projekt richtig erfolgreich werden, könnte sich Anzziani auch noch ein zweites, wesentlich leistungsfähigeres Modell vorstellen. Das hört auf den schönen Namen "Megawatch". Ich bin gespannt.

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