17.04.14

Orbnext: Der allwissende, bunt leuchtende Wi-Fi-Würfel

Der Chef mit einem Orbnext-Prototypen.

Aus der Rubrik „Wir haben nicht danach gefragt, aber hier ist es trotzdem“: eine ans Internet angeschlossene Würfellampe, die Informationen wie die Außentemperatur oder einen Aktienkurs in farbiges Leuchten umwandelt. Vielleicht die Lavalampe der Internet-Generation?

 

Wir wissen ja schon, dass eine Idee nichts wert ist ohne die richtige Umsetzung. Und manchmal bringt auch die beste Umsetzung nichts, wenn das Marketing nicht stimmt. Im Zusammenhang mit dem Kickstarter-Projekt Orbnext wundere ich mich deshalb, warum die Macher ihr Produkt so verkaufen wie sie es tun: Ihr leuchtender, ans Internet angeschlossene Quader soll demnach viel besser geeignet sein als beispielsweise ein Smartphone, um uns auf dem Laufenden zu halten. Das folgende Werbevideo stellt die Orbnext-Lampe vor, leider ist die Sprachqualität teilweise miserabel:

Natürlich haben sie mit einer Sache recht: Das Vibrieren oder Piepsen eines Smartphones sagt meistens nicht viel darüber aus, ob etwas Wichtiges passiert ist oder nicht – auch wenn man das andererseits durchaus sehr genau einstellen kann. Das ist ja eines der Argumente der Verfechter von Smartwatches oder auch von Google Glass: Man sieht viel schneller, ob man überhaupt reagieren muss. Warum jetzt aber Orbnext so viel besser für diesen Zweck geeignet sein soll, erschließt sich mir nicht wirklich.

Stattdessen ist die Lampe ein nettes Gimmick für das geekige Zuhause. Man stellt die Information ein, über die man grob auf dem Laufenden bleiben möchte und ab sofort reicht ein Blick in Richtung Leuchtwürfel, um etwas abzulesen. Zudem wollen die Macher mit dem Dienst IFTTT („If This Then That“) zusammenarbeiten, der eine flexible Verknüpfung von Webdiensten und auch von Webdiensten mit dem Internet der Dinge anbietet. Hier hatte ich euch einmal einige Beispiele aufgezeigt.

Im Prinzip könnte so eine Orbnext-Lampe dann auch anzeigen, wenn man Follower bei Twitter gewinnt oder wie sich die Zugrifsszahlen der eigenen Website entwickeln. Allerdings können die Macher die Verbindung zu IFTTT noch nicht versprechen, denn deren Regeln erlauben eine Zusammenarbeit erst, wenn das Produkt fertig auf dem Markt ist.

Diese Video demonstriert kurz und bündig, was aktuell möglich ist:

www.youtube.com/watch

Momentan kann man die Orbnext noch sehr günstig via Kickstarter bekommen – wenn da nicht die internationalen Versandkosten wären: Zu den umgerechnet rund 43 Euro für die Lampe kommen noch einmal gut 25 Euro hinzu. Im August 2014 wollen die Macher verschicken.

Weitere Informationen findet ihr auf der Kickstarter-Projektseite zur Orbnext Wi-Fi-Lampe und auf der offiziellen Website.

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