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17.05.16

Software

Opera Browser-Wechsel interessant

Jürgen Kroder

Anonymes Surfen, Adblocker und Energiespar-Modus: Der Opera-Browser soll mit praktischen Funktionen neue Nutzer ansprechen. Gerade für Unternehmer, die auf erhöhte Internet-Sicherheit setzen, könnte ein Wechsel sinnvoll sein.


(Bild: Opera)

Chrome und Firefox dominieren, IE und Opera sind fast bedeutungslos

Wer durchs World Wide Web surfen will, der nutzt den Internet Explorer (IE) von Microsoft. So sah die Situation zumindest vor ein paar Jahren aus. Mittlerweile hat sich die Lage drastisch verändert: Laut Browser-Statistik.de besitzt der IE nur noch einen Marktanteil von knapp 10 Prozent (Stand: Mai 2016). Vor ihm liegen der Apple Safari, Google Chrome und der Mozialla Firefox. Unbeliebter sind nur noch der Edge (ebenfalls von Microsoft) und Opera, sowie ein paar weitere, eher unbekannte Browser.

Obwohl der Opera in Deutschland bei einem Marktanteil von zwei bis drei Prozent herum dümpelt, wird gerade in IT-Kreisen immer wieder von ihm geredet. Und in letzter Zeit schaffte es der Browser zunehmend in die Medien. Das liegt an den neuen Verbesserungen, die unter anderem mehr Sicherheit versprechen.

Integrierte Security-Features: Sicheres Surfen mit dem Opera

So arbeiten die Entwickler beispielsweise einem integrierten, kostenlosen VPN-Client. Dieses „Virtual Private Network“ erlaubt es, dass man sicherer und anonymer durchs Web surft. In Zeiten von Datenschutz-Skandalen und der Spionage durch NSA & Co. ist das ein Feature, das viele Nutzer – gerade in Unternehmen – anspricht.

Ebenso nützlich erscheint der Energiespar-Modus, welcher über einen Schieberegler im Opera aktiviert und deaktiviert werden kann. Damit sollen beim Surfen bis zu 50 Prozent Strom gespart werden, was besonders dem Notebook-Akku zugutekommt. Erreicht wird dies, indem der Browser nicht benutzte Plug-Ins anhält, die Bildrate reduziert und die Aktivitäten der Tabs im Hintergrund reduziert.

Laut Opera soll sich damit die Batterie-Dauer fast verdoppeln lassen, wie es dieses Schaubild zeigt:


(Bild: Opera)

Integrierter Adblocker: praktisch, aber mit Nachteilen behaftet

Was den Browser ebenfalls auszeichnet, ist der integrierte Adblocker. Damit blendet Opera Werbebanner auf Webseiten automatisch aus. Da die meisten Internetportale hauptsächlich durch Werbeeinnahmen finanziert werden, stoßen derlei Adblocker verständlicherweise auf wenig Gegenliebe.

Deswegen sind immer mehr Webseiten wie beispielsweise Bild.de und auch Foerderland.de mit Werbeblockern nur stark eingeschränkt bis gar nicht mehr nutzbar. Wer hier den Adblocker nicht deaktivieren will, muss fürs Lesen der Inhalte einen kleinen Beitrag bezahlen.

Fazit

Um größere Marktanteile ergattern zu können, versucht Opera mit nützlichen Funktionen zu punkten. Damit wird ein Wechsel von Chrome oder Firefox auf Opera interessant – zumindest als Zweit-Browser, wenn man seine gewohnte „Umgebung“ nicht verlassen möchte.

Manche der genannten Features sind aktuell nur in der Entwicklerversion namens Opera Developer verfügbar. Diese Browser-Fassung wird wöchentlich aktualisiert und gibt einen sehr guten Vorgeschmack auf die kommenden Funktionen. 

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