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09.05.14

OMSignal: Die schlaue Sportkleidung kommt

Der moderne Mann von heute: schlaues Phone, schlaues Shirt und ein vollkommen überteuerter Coffee to go. (Bilder: OMSignal)

Wer sich mit Fitnessarmbändern nicht anfreunden kann, findet vielleicht gefallen an schlauen T-Shirts und Unterhemden: Genau damit kommt nun OMSignal auf den Markt. Die smarte Kleidung soll dabei sogar noch genauer arbeiten als Fitbit & Co.

 

Nach dem ersten Hype über Fitness-Gadgets tauchten in der letzten Zeit vermehrt negative Artikel über diese Gadgetklasse in meinem Newsstrom auf. Ein Kritikpunkt: Sie täuschen eine Genauigkeit vor, die sie nicht einmal annähernd erreichen können. Selbst Geräte desselben Modells kommen zu unterschiedlichsten Ergebnissen. Ganz abgesehen davon, können sich viele Nutzer nicht damit anfreunden, ein solches Armband zu tragen, vielleicht auch noch rund um die Uhr. Da erscheint es doch viel logischer, die Technik in etwas zu integrieren, was wir sowieso bereits am Körper tragen: unsere Kleidung.

Das ist exakt das Geschäftsfeld von OMSignal. Und bei ihnen kann man nun ab sofort vorbestellen, ausgeliefert wird im Sommer. „Biometric Smartwear“ nennen sie das Ganze.

Den Anfang machen vier Shirts für Männer. Warum man die Frauen zunächst außen vor gelassen hat, erklärt OMSignal-Gründer und -CEO Stephane Marceau gegenüber TechCrunch wie folgt:

„Bei Männern liegt die Latte in Sachen Passform und Mode nicht so hoch. Weibliche Körperformen variieren sehr und Frauen stellen höhere Ansprüche an die Mode. In Testläufen bekamen wir das klare Feedback, dass Frauen mehr personalisierte Varianten erwarteten als Männer.“

Wie jedes Startup, muss also auch OMSignal die Einstiegsnische finden, die bei geringstem Aufwand den höchsten Nutzen verspricht. Und deshalb sind nun zuerst Männer am Zuge und zudem außerdem iPhone-Besitzer. Kleidung für Frauen sowie eine passende App für Android folgen später. Hier dürfen sich Android-Nutzer erneut bei Google bedanken, die bekanntlich Bluetooth 4.0 und damit Bluetooth Low Energy lange Zeit verschlafen haben.

Wer schlaue Kleidung haben will, braucht das nötige Kleingeld...

Die Kleidungsstücke haben jeweils die notwendigen Sensoren direkt integriert. Sie sollen somit Puls, Atmung und allgemein die Bewegung erfassen. Eine kleine Sendeeinheit stellt via Bluetooth die Verbindung zum Smartphone her und leitet die Daten in Echtzeit weiter – und die sollen genauer sein als das, was man von Fitnessarmbändern gewohnt ist. Eine Akkuladung der kleinen Box soll für bis zu 30 Trainingseinheiten reichen.

So viel Fortschritt hat natürlich seinen Preis: Ein Shirt plus Sendeeinheit werden mit umgerechnet rund 145 Euro veranschlagt. Die Shirts allein kosten zwischen 75 und 100 Euro. Wer sich davon nicht abschrecken lässt und sein Training mit dem Neuesten vom Neuesten absolvieren will, findet hier die Vorbestellseite.

Mehr dazu erfahrt ihr in diesem Blogpost von OMSignal. Gefunden haben wir schlauen Sportshirts bei TechCrunch.

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