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21.04.08

Olympus LS-10: Diktiergerät mit 24 Bit

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Audioaufzeichnungen in professioneller Qualität sind heute zum Problem geworden. Der Olympus LS-10 will jedoch aus der hohlen Hand sogar in DVD-Audio-Qualität aufnehmen können.


Olympus LS-10 Audio-Aufzeichungsgerät (Bild: Olympus)

Audioaufzeichnungen in sendefähiger Qualität sind zum Problem geworden, seitdem es keine "Nagras", Walkmen mit Aufnahmeknopf oder MD-Rekorder mehr gibt:

Der von der Musikindustrie gehasste rote Knopf ist spätestens mit dem iPod spurlos verschwunden, der nur noch aufgespielte Daten wiedergeben, aber nicht mehr selbst aufnehmen kann.

Falls man es doch durch Zusatzgeräte schafft, so bietet er gerade einmal Diktiergerätequalität - für Musik ungeeignet, mit voller Absicht.

 

Zwar gibt es diverse tragbare MP3-Rekorder für Musiker und Journalisten, doch kosten diese alle typisch 400 Euro aufwärts, sind von der Bedienung her problematisch und haben eingebaute Mikrofone, deren Qualität fraglich ist. Eine richtige Mehrspuranlage ist wiederum für den tragbaren Einsatz auch dann kompliziert, wenn man Ahnung von der Materie hat.

Olympus war bisher nur für Kameras bekannt und für digitale Diktiergeräte, deren Qualität zwar über die Jahre immer mehr zugenommen hat, doch für sendefällige Beiträge oder gar Musikaufnahmen waren sie nicht geeignet und auch gar nicht bestimmt.

Mit dem LS-10 ist Olympus jetzt aber in eine neue Geräteklasse aufgestiegen: ein digitales Diktiergerät mit DVD-Audio-Qualität von 24 Bit/96 kHz und zwei ebenfalls in erhöhter Qualität direkt auf dem Gerät montierten Mikrofonen. Nicht ganz neu, aber interessant.

Das LS-10 schaut je nach Geschmack sehr futuristisch oder eher retromäßig aus, soll aber Musikern, Journalisten und auch Pocastern - obwohl Podcasts nur sehr selten in HiFi-Qualität ausgestrahlt werden - nun eine Audio-Aufzeichnungslösung hoher Qualität bei geringer technischer Kompliziertheit - es sollen ja auch Podcaster, also Blogger damit klar kommen, nicht nur Rundfunkjournalisten - bieten.


Verstehen wird man das Baby zwar auch mit 24 Bit und 96 kHz Abtastrate nicht, aber es ist doch etwas anderes, als frühere Versuche, die ersten Töne des neuen Erdenbürgers mit Stenoretten oder Grundig Tonbandgeräten einzufangen (Bild: Olympus)

Neben einer solchen Aufzeichnung unkomprimiert im WAV-Format, die den eingebauten Speicher von 2 GB bei voller Qualität von 96 kHz/24 Bit in weniger als einer Stunde verbraucht hätte, sind auch Aufzeichnungen in WMA-und MP3-Format möglich. Außerdem können SD- und SDHC-Speicherkarten eingeschoben werden. Ebenso sind zwei Lautsprecher eingebaut, obwohl eine vernünftige Kontrolle eine Aufnahme nur mit Kopfhörer möglich sein dürfte.

Der Aufnahmepegel kann nicht nur automatisch, sondern auch manuell eingestellt werden, was für Profis unabdingbar ist. Dabei sind lediglich zwei Mignonzellen zur Stromversorgung erforderlich, was laut Hersteller für eine komplette Mitschnitt eines Konzerts ausreicht. Unter Bootleggern dürfte das Gerät also eine ganz neue Qualität auslösen.

Mitgeliefert werden Tragetaschen, USB-und Audiokabel sowie zwei Winschutz-Aufsätze für die beiden Mikrofone. Der Betrieb ist sowohl am PC wie an einem Mac möglich, Cubase 4 LE von Steinberg wird mitgeliefert.

Wer allerdings Angst hat, dass seine Aufnahme zu gut wird, kann sie mit einigen mitgelieferten Hall-Effekten sofort verhunzen. Auch an ein Stativgewinde wurde gedacht, so dassman das Gerät auch auf einem Mikrofonständer oder ein Foto-oder Videostativ montieren kann.

Das Gerät soll knapp 400 Euro kosten und im Musik-Fachhandel erhältlich sein.

Der Aufnahmepegel kann nicht nur automatisch, sondern auch manuell eingestellt werden, was für Profis unabdingbar ist. Dabei sind lediglich zwei Mignonzellen zur Stromversorgung erforderlich, was laut Hersteller für eine komplette Mitschnitt eines Konzerts ausreicht. Unter Bootleggern

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