24.02.09

Olympus E-620: Neue Einsteiger-DSLR

Olympus E-620 - 12.3 MP sind viel für Four Third Kameras

Mit der E-620 wertet Olympus sein E-Programm auf und reizt die Four-Third-Serie weiter aus.

Ich habe seit einem Jahr die Olympus E-520 mit etlichen Objektiven, die mich auf sämtlichen Reisen begleitet. Bisher hat sie mich nicht im Stich gelassen und die Bildqualität ist durchaus gut. Da auch in der Welt der Fototechnik die Modelle schneller wechseln als man die Datenblätter lesen kann, legt Olympus jetzt nach und zeigt die E-620. Der Name suggeriert einen großen Sprung, doch auf den ersten Blick ist dem nicht so:

Zwei Dinge fallen aber schon auf. Zum einen hat Olympus die Pixelzahl auf 12.3 MP erhöht, zum anderern gibt es jetzt ein ausklappbares und drehbares Display. Letzteres ist eine weise Entscheidung. Mich nervt an meiner Kamera schon mal, dass das "Live-View" eigentlich nur einsetzbar ist, wenn man die Kamera auf Augenhöhe hat. Mit dem neuen Display kann man jetzt auch aus anderen Winkel viel besser fotografieren.

Was die Megapixel angeht, so bin ich nicht überzeugt, dass dies ein richtiger Schritt ist. Schon mit 10 MP ist das Rauschen bei Olympus höher, als bei der Konkurrenz und 12.3 MP sind jetzt nicht so viel Pixel mehr, dass man sich einen wahnsinnigen Fortschritt erhoffen kann. Da Canon aber die 400er Serie weiter ausbaut, muss Olympus aus Marketinggründen wohl nachziehen. Die Four Third Sensoren sind halt ein Stück kleiner als die APS-C Sensoren der anderen Hersteller, brauchen dafür aber auch weniger Platz und haben kaum Qualitätsverlust im unteren ISO-Bereich.

Ein paar neue Dinge hat man der E-620 aber auch seitens der Software gegönnt. So findet sich jetzt auch ein "Art-Filter" in den Optionen, der zum Beispiel aus einem normalen Bild eins mit einer großen Körnung in Schwarz-Weiß macht. Außerdem hat man eine Gesichtserkennung eingebaut und die dynamische Reichweite etwas verbessert. Dazu kann man in unterschiedlichen Formaten fotografieren. Bisher gab es das übliche 4:3 und 16:9 Format, hinzugekommen sind nun 6:6 und 3:2. Weiterhin hat Olympus mit den "Supersonic Wave Filter" eine der besten Reinigungsmethoden für die Sensoren und die in der Kamera eingebaute Bildstabilisierung führt dazu, dass man sehr leichte Objektive mit sich führt.

Ob sich der Umstieg von einer 520 auf die 620 lohnt, ist schwer zu sagen, da warte ich mal ab, bis ich sie testen kann. Das Hauptargument dürfte aber vor allem der klappbare Monitor sein. Die 2.3 MP mehr würden mich persönlich jetzt nicht in den Fotoshop treiben.

Die Kamera soll im März auf den Markt erscheinen und in den USA 699 Dollar kosten. Die Erfahrung zeigt, dass man mit dem Kauf ein wenig warten sollte, denn meist sinkt der Preis nach den ersten ein oder zwei Monaten recht schnell.

Mehr zur Olympus E-620 gibts auch auf unserem Foto-Blog fokussiert.com.

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