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11.09.13

Odio Social Speaker: Rundherum Stereo

So soll Odio als finales Produkt aussehen.

Ein Team aus Belgien möchte uns guten Sound schenken – auch wenn wir nicht direkt im Stereodreieck der Box stehen. Das soll ihr würfelförmiger "Odio" bewerkstelligen, in dem er gleich sechs Lautsprecher aufweist.

So soll Odio als finales Produkt aussehen.

Wer möglichst perfekten Klang möchte, wird früher oder später seine Lautsprecher herumschieben – und bald darauf ebenfalls die restlichen Möbel. Von gezielt eingesetzten Schaumstoffplatten ganz zu schweigen. Andere hingegen sind schon ganz zufrieden mit einem Brüllwürfel, der beispielsweise gegenüber den meisten Lautsprechern in Smartphones und Tablets eine definitive Verbesserung darstellt.

Irgendwo dazwischen: Odio. Ein Würfel mit sechsseitiger Beschallung. "Patent pending."

Eine interessante Idee

Die Idee ist so schlicht wie ergreifend, aber zumindest ich habe sie in dieser Form noch nicht realisiert gesehen. Handelsübliche Boxen strahlen vor allem nach vorn ab oder sagen wir einmal so: Man sollte sich schon idealerweise vor ihnen befinden, wenn man einen vernünftigen Klang haben möchte. Und nur davor zu sein, reicht ab einem bestimmten Anspruch dann auch nicht mehr aus (siehe oben). Der Odio hat in diesem Sinne kein "vorn", da er zu allen Seiten abstrahlt – auch nach oben. Der Lautsprecher auf der Unterseite ist als Subwooofer ausgelegt und soll aus dem kleinen Kunststoffkästchen mit seinen 10 cm Kantenlänge erstaunlich viel Klang herausholen. Das jedenfalls wird auf der Indiegogo-Website versprochen, denn wirklich zeigen kann man das nicht.

Auch sonst hat das Projekt noch wenig zu zeigen. Die einzigen "Fotos" des Odio sind Renderings. Warum der offenbar vorhandene Prototyp nicht gezeigt wird, bleibt im Dunkeln. Umso erstaunlicher ist das, weil die ersten Odios bereits im Dezember 2013 ausgeliefert werden sollen. Da müsste es doch wohl zum jetzigen Zeitpunkt schon etwas zum Vorzeigen geben.

So erklären die Macher die Besonderheit ihres Lautsprechers.

Auf ein Dock haben die Macher ebenso verzichtet wie Bluetooth – zumindest in der Basisversion. Wer mit Odio Musik hören will, soll sein Gerät per Kopfhöreranschluss und Kabel ganz klassisch verbinden. Das ist unpraktisch und für manchen ein Ausschlusskriterium, aber immerhin ist es mit allem kompatibel, was einen solchen Anschluss besitzt. Wer aber unbedingt Bluetooth haben will, bekommt es gegen Aufpreis, "obwohl sich die Klangqualität reduziert", wie es fast ein wenig schnippisch in der Beschreibung heißt.

Wenige Informationen auf der Projektseite

Leider erfährt man auf der Projektseite wenig über das Team. Der Kopf hinter Odio ist offenbar Jean-Marc Coulon, den man auch tatsächlich im Netz findet. Unter seinen früheren Arbeitgebern ist mit Philips Sound Solutions mindestens eine passende Qualifikation für das Projekt. Laut Indiegogo-Seite soll er hier an einer USB-Soundcard und USB-Lautsprechern gearbeitet haben.

Unklar bleibt, wie genau der Stand der Dinge bei der Entwicklung des Odio ist oder wie die 200.000 US-Dollar ausgegben werden sollen, die das Team über Indiegogo einsammeln möchte. Bislang sind erst mickrige 3.300 US-Dollar zusammengekommen, aber es bleiben ja noch gut drei Wochen Zeit. Und wer weiß: Vielleicht wird ja ein bereits vorhandener Hersteller auf die Idee aufmerksam.

Preise und Lieferbarkeit

Wer sich von den offenen Fragen nicht abschrecken lässt und die Idee interessant genug findet, soll mindestens 129 US-Dollar (rund 97 Euro) für einen Odio vorschießen. Ist dieser "Early Adpoter"-Preis ausverkauft, steigt es auf 199 US-Dollar plus 15 US-Dollar Versand in die EU (zusammen- und umgerechnet etwa 161 Euro). Für Bluetooth kommen noch einmal 40 US-Dollar obendrauf. Wie oben bereits erwähnt, sollen die ersten Odios bereits im Dezember 2013 und im Januar 2014 ausgeliefert werden, die Bluetooth-Version im März 2014.

Hier findet ihr die Indiegogo-Projektseite zum Odio.

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