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06.01.15

Nvidia Shield: Das Power-Tablet für Gamer im Test, Teil 2

Screenshot der Shield-Webseite (Bild: Nvidia)

Nachdem im ersten Teil des Nvidia Shield-Tests die Hardware- und die Software-Ausstattung im Fokus stand, geht es in diesem Beitrag um das eigentliche Kernfeature: Wie gut eignet sich das Tablet als Gaming-Plattform? Außerdem: Mit welchen zusätzlichen Funktionen versucht Nvidia sich von der Konkurrenz abzuheben?

Screenshot der Shield-Webseite (Bild: Nvidia) Screenshot der Shield-Webseite (Bild: Nvidia)

 

Das Shield soll die Brücke zwischen Mobile Gaming und der Welt der Spielkonsolen schlagen. Somit empfiehlt es sich, das extra erhältliche Gamepad (Kostenpunkt: rund 60 Euro) zuzulegen. Das erinnert an den Xbox-Controller und liegt ähnlich gut in der Hand. Das Nvidia-Gamepad verfügt über die Standard-Buttons wie vier Shoulder-Buttons, zwei Analog-Sticks, ein digitales Steuerkreuz, vier Action-Buttons (A, B, X, Y) sowie drei für die Android-Bedienung.

Dazu gesellen sich noch ein Home-Button (um das Gamepad mit dem Tablet zu verbinden und die Hub-App zu starten) und ein dreieckiges Touchfeld. Letzteres fällt aber viel zu klein aus, so dass die Bedienung schwer fällt. In Games ist es fast nicht zu benutzen. Auch die zwei Buttons an der Unterkante, um die Lautstärke zu regeln, fallen nicht gerade positiv auf: Im Eifer des Spiel-Gefechtes kam ich mit meinen Fingern mehrmals aus Versehen dran, was das Ein- und Ausschalten des Tons zur Folge hatte.

Dafür bietet das Gamepad eine Möglichkeit, um ein Headset einzustecken und über das integrierte Mikrofon Sprachbefehle (zum Beispiel in der Google-App) einzugeben.

Erstklassiges Spielgefühl

Wie schlägt sich das Nvidia Shield im Einsatz? Also im Test mit Gaming-Apps, die Hochleistung erfordern? Erstklassig!

Sowohl Rennspiele wie „Asphalt 8“, „Riptide GP2“ und „Real Racing 3“, als auch Shooter wie „Modern Combat 5“ und „Strike Suit Zero“ oder Open-World-Spiele wie „GTA Chinatown Wars“ oder „Gangstars: Vegas“ liefen flüssig in HD über die Mattscheibe. Zuckler oder Ruckler konnte ich bei meinem Test keine vernehmen. Zusammen mit dem Gamepad kam echtes Konsolenfeeling auf.

Nicht nur mit Power will sich Nvidia von der Tablet-Konkurrenz unterscheiden. Der Hersteller ließ beispielsweise „Half Life 2“ inklusive „Episode One“ und „Portal“ für das Shield portieren. Die sehen erstklassig aus. Leider stürzten die Apps bei meinem Test häufig ab. Ein Manko, das hoffentlich bald durch Updates behoben wird.

Half Life 2 auf dem Nvidia Shield (Bild: Valve) Half Life 2 auf dem Nvidia Shield (Bild: Valve)

 

Ausgebremstes Cloudgaming

Neben Top-Spielen will Nvidia auch noch mit besonderen Features punkten, um sich von der Tablet-Konkurrenz abzuheben. Da wäre zum einen „Gamestream“. Damit lassen sich ausgewählte PC-Spiele über das heimische WLAN-Netz auf das Tablet streamen und dort spielen. Das funktioniert allerdings nur, wenn man über einen PC mit spezieller Hardware-Konfiguration besitzt – also leider nicht mit jedem handelsüblichen Rechner.

Darüber hinaus hat Nvidia einen Cloudgaming-Dienst namens „Grid“ gestartet, mit dem man via Internet PC-Spiele auf dem Tablet daddeln kann. Zumindest theoretisch. Denn der Dienst ist aktuell noch nicht in Deutschland verfügbar, was 2015 nachgeholt werden soll.

Fazit

Das Nvidia Shield ist zwar kein Schnäppchen, aber dafür kriegt man viel für sein Geld viel geboten. Und das Angebot wird ständig ausgebaut (zum Beispiel durch „Grid“), sodass man mit diesem Tablet auch in Zukunft bestens gerüstet ist. Trotz ein paar kleinerer Mängel bleibt unterm Strich ein erstklassiges Android-Tablet, das 1A-Konsolenfeeling mit sich bringt.

Das Nvidia Shield kann man beispielsweise über die offizielle Webseite kaufen, wo mehrere Partnershops verlinkt sind.

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