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17.06.08

Nvidia GeForce GTX280 und 260: Die Grafik-Monster

GeForce GTX 280 von Nvidia: Schneller als alles bisher, aber auch zwei Steckplätze dick, stromhungrig und 420 Euro teuer

Nvidia präsentiert die nächste Ladung noch schnellerer (und größerer) GPU: Die 200er-Reihe. Ja, die sind schneller als die bisherigen GeForces mit vier Ziffern...


GeForce GTX 280 von Nvidia: Schneller denn je, zwei Steckplätze dick, stromhungrig und 420 Euro teuer (Bild Nvidia)

Nvidia macht es den Kunden nicht einfach, die Übersicht über die Modelle ihrer Grafik-Prozessoren (GPU) zu behalten. Die Namensgebung ihrer GeForce-Karten ist nicht gerade glücklich, wie Nvidia kürzlich selber zugab - so ist etwa die GeForce 9600 nicht etwa leistungsfähiger als die GeForce 8800.

Wenn aber kleine Zahlen mehr Leistung bedeuten, dann hat die neue Serie der 200er GTX GeForces einiges mehr zu bieten. Die beiden jetzt vorgestellten GTX 260 und GTX 280 sind wahrlich dicke Dinger:


GeForce GTX 260 von Nvidia: Braucht ebenfalls zwei Slots, kommt aber mit weniger Strom aus und hat nur 896MB GDDR3-Speicher dabei. (Bild Nvidia)

Die Rechenleistung dieser Prozessoren beschleunigt die üblichen Computer längst mehr als ein schnellerer Zentralprozessor, und sie teilen ihre Arbeitskraft inzwischen auch für Anwendungen, die nicht in der Ausgabe am Bildschirm resultieren.

Noch eine Gesetzmässigkeit der Computerindustrie setzt Nvidia mit der GeForce 200er-Serie außer Kraft: Es wird keineswegs immer alles kleiner. Der neue Grafikchip ist der grösste, den Nvidia je hergestellt hat - mit 576 Quadratmillimetern rund zwei Drittel so gross wie der in der GeForce 8800 mit 330 Quadratmillimetern.

Das Resultiert in mehr Leistung - und braucht mehr Platz und Geld. Die GeForce 260 und die GeForce 280 sind Dual-Slot-Grafikkarten, das heisst, sie nehmen zwei Steckplätze auf dem Motherboard ein und sind fast 27 Zentimeter lang - eine Herausforderung für so manches Rechnergehäuse.

Der Strom- und Anschlussbedarf ist auch nicht ohne: Die GeForce GTX 280 hätte gerne einen acht- und einen sechs-Pin-Anschluss für die insgesamt 236W, die kleinere einen sechs-Pin-Anschluss für rund 180W. Dafür bringt die grosse Karte 1GB GDDR3 Memory und läuft mit 1.1GHz. Sie kostet 650 Dollar. Die kleine Karte bringt 896MB GDDR3 Speicher und ist mit 999MHz getaktet.

Was das alles bedeutet, weiss ich ehrlich gesagt auch nicht. Aber es klingt beeindruckend. Die PR-Stelle von Nvidia übersetzt es so:

 

In nur 35 Minuten (1) ist ein Video für den iPod konvertiert; zuvor dauerte das mehr als fünf Stunden.

(1) Video Encoding nutzt iTunes auf der CPU und Elemental auf der GPU. Für den CPU-Test wurde eine Intel Core 2 Quad Extreme 3 GHZ CPU verwendet; der GPU-Test erfolgte auf einer GeForce GTX 280. Das Basismaterial lieferte die Extrapolation eines 1 Minute 50 Sekunden langen 1280x720-HD-Film-Clips.

Die Gaming-Leistung sei dank der 240 Kernprozessoren auf der Nvidia GTX 280 und der 192 der Nvidia GeForce 260 rund 50% höher als bisher, und das bei einer Auflösung bis 2560x1600.

Grafikkarten mit den neuen GPU von Nvidia sind ab Donnerstag von allen grossen Grafikkartenherstellern

 

wie ASUS, BFG, EVGA, Gainward, Gigabyte, Innovision, Leadtek, MSI, Palit, PC Partner/Zotac, Point of View, Unika, Unitek sowie XFX

erhältlich.

Na, für einmal sind Ankündigung und Verfügbarkeit fast deckungsgleich!

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