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27.07.08

Nur Familien-Videogames für Häftlinge: Gefängnis ist keine Play Station

Zelle beim Haager Kriegsverbrechertribunal (Keystone / ICTY)

Englische Gefängnisinsassen sehen harten Zeiten entgegen: der Videokonsolen-Gebrauch muss verdient werden, und zu spielen gibt's nur noch Familiengames.


Radovan Karadzic hat's besser als britische Gefangene: Zelle des Haager Kriegsverbrechertribunals mit PC und TV. (Keystone / ICTY)

Die Selbstmordanfälligkeit dürfte in britischen Gefängnissen nach dem 30. September sprunghaft ansteigen: Ab diesem Datum kriegen nämlich nur selbstmordgefährdete Häftlinge die Erlaubnis, eine XBox oder PlayStation zu benutzen:

 

Alle anderen müssen sich das Videogame-Vergnügen zuerst mit guter Führung verdienen. Und das, nachdem die Regierung eben erst 80 PlayStations und 15 XBoxes 360 (Die Auswahl hat wohl irgendwas mit dem Strafmaß zu tun) für jugendliche Insassen angeschafft hat.

Wer schliesslich Zugang zu seiner inskünftig mit eigenem Geld gekauften Videokonsole kriegt, weil er den Haferbrei ein halbes Jahr lang brav aufgegessen hat, muss sich mit freundlichen Spielen aus der Kategorie für unter 18jährige begnügen: Spiele mit einem anderen Rating wie Grand Theft Auto sind ab September in den UK-Gefängnissen nicht mehr erlaubt.

Erscheint irgendwie sinnvoll. Ein tiefgründiges Gespräch mit "Tony dem Knacker" aus der Nachbarzelle ist der Karriere eines unverdorbenen Strafgefangenen sicher zuträglicher als verwerfliche Videogames.

[Via TheRegister Hardware]

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