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27.02.09

Nokia und Skype: Widerstand von den Providern

Nokia und Skype stehen unter Druck

Nokia und Skype haben angekündigt, dass man in Zukunft Skype als Standardprogramm auf dem N97 finden wird. Die Provider sind nicht erfreut.

Die Idee ist für die Verbraucher schon ziemlich gut. Wenn man Skype auf seinem Mobiltelefon hat, kann man zumindest dort, wo man WLAN hat, die meist teuren Gebühren der Provider umgehen. Das gilt vor allem für Telefonate ins Ausland. Doch die Provider wollen die Idee nicht zulassen, denn hier geht es um teure Roaming Verbindungen, an denen diese gut verdienen:

Kein Wunder, dass die Provider gerade los heulen. Es ist schon jetzt so, dass viele Anbieter die Nutzung von Skype und anderen IP-Telefondiensten in den AGBs kategorisch ausschließen. Flatrate hin oder her, der Datendurchsatz ist die eine Sache, die Verluste, die den Providern entstehen, ist eine andere Sache.

Man kann die Argumentation durch aus nachvollziehen. Da bauen die Provider über Jahre ein teures Netz auf, und dann kommt ein anderer Anbieter und kassiert die Gebühren. Richtig ist das nicht, aber vielleicht kommt diese Antwort ja auch daher, weil die Netzanbieter einfach etwas sehr gierig sind.

Orange und O2 haben jedenfalls schon mal angekündigt, dass sie das Nokia N97 nicht ins Programm aufnehmen wollen, wenn sich dort Skype drauf finden lässt. Für Nokia ist das durchaus schlecht, denn gerade das N97 soll die Marke im Smartphone-Markt verankern und zusätzliche Marktanteile sichern. Ob sich die Provider auf Dauer gegen Skype und ähnliche Dienste werden wehren können?

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