10.11.07

Nokia N810 Internet Tablet Anfassen ausdrücklich erlaubt!

Nokia N810

Das Nokia N810 Internet Tablet haben wir hier schon technikseitig behandelt. Auf der Web 2.0 Expo in Berlin haben wir das Gerät mal für euch in die Hand genommen, um zu gucken, ob es hält, was die technischen Daten versprechen.


Nokia N810 mit neuerdings.com

Web 2.0 Expo: Nicht nur eine Gelegenheit, um neue Techniken im Webbereich vorzustellen, sondern auch um neue Gadgets zu präsentieren. Grund genug für Nokia, ihr gegen Ende des Monats erscheinende N810 vorzustellen.

 

 

Zuallererst fällt sicher das schicke Design auf. Ob gebürsteter Edelstahl heute noch modern ist, darf jeder für sich selbst entscheiden, ich jedenfalls finde es gelungen. Vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass es im Gegensatz zum Hochglanz nicht so stark verkratzen kann. Im eingefahrenen Zustand liegt das Tablet überraschend gut auch in meiner kleinen Hand. Fährt man die Tastatur heraus, ist es etwas unhandlicher.

 

Was die Benutzerfreundlichkeit angeht, kann ich nach etwa 20 Minuten herumspielen sagen: Es ist reine Gewöhnungssache. Das gilt vor allem für den Touchscreen, der sich sowohl mit Plastikstift als auch mit den Fingern benutzen lässt. Das erfordert allerdings Übung, selbst der Standbetreuer hatte zwischenzeitlich ein wenig Probleme bei der Präsentation.

Im Gegensatz zum N800 hat das neue Modell eine normale Tastatur, die mit etwas kräftigeren Händen leider etwas unpraktisch ist. Die auf dem Foto präsentierte Tastatur ist übrigens die skandinavische Version, für die meisten Länder wird es eine lokalisierte Version mit der üblichen Tastaturbelegung geben.


Nokia N810 - die Tastatur

Der Funktionsumfang kann sich durchaus sehen lassen. Surfen über den bereits installierten Firefox, ein eingebauter RSS-Reader und Skype für VoIP sind nur einige der Beispiele. Schick auch die Tatsache, dass der Mailclient das Einrichten von mehreren Accounts zulässt.

 

Im Gegensatz zu aktuellen Smartphones wie dem iPhone ist das N810 offen für alles: Dank dem Open Source-Betriebssystem maemo kann man diverse Zusatzprogramme installieren. Momentan ist die Auswahl für das auf dem N810 installierte OS2008 noch gering, es dürfte aber noch einiges dazukommen.

 

 


Was gibt es sonst noch? GPS-Empfänger, VGA-Kamera, ein eingebauter gar nicht mal schlechter Lautsprecher, WLAN, Bluetooth, USB 2.0, Standard-3,5mm-Klinkenstecker für Kopfhörer, 2GB interner Speicher mit Erweiterungsfähigkeit per SD-Karte.

Was fehlt, ist ein UMTS-Modul, was den mobilen Einsatz etwas erschwert. Schließlich hat man nicht überall ein Funknetz zur Verfügung. Einzige Alternative ist dann der Gebrauch eines Handies, um sich per UMTS einzuwählen.

Alle Anschlüsse und Schalter verbergen sich in der unteren Hälfte des Geräts. Diese Tatsache ist vor allem dann unpraktisch, wenn man die Tastatur nutzen möchte. Die Knöpfe für den Vollbildmodus und das Zoomen sind dadurch schwer zu erreichen.

Alles in allem gefällt das N810 auf den ersten Blick. Schickes Design, gewöhnungsbedürftige, aber gute Funktionalität und die Freiheit, eigenständig und problemlos Programme zu installieren machen das Tablet vor allem für Entwickler interessant. Komplette Spezifikationen inklusive Rundumansichten finden sich hier .

P.S.: Kleines Detail am Schluss: Das hier fotografierte N810 scheint übrigens einer der Nokia-Prototypen zu sein, anders lässt sich die Modellnummer N00 auf dem Gehäuse wohl nicht erklären...

 

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