17.01.08

Nokia N95 gegen Sony Ericsson K850i Der Fotohandy-Knipstest

nokia n85 sony ericsson

Ist das Nokia N95 in der 8-Gigabyte Version oder das Sony Ericsson K850i das bessere Fotohandy mit versprochenen 5 Megapixel Auflösung? Ein unfairer Alltagstest.


Nokia N95 8 GB gegen das Sony Ericsson K850i. Leider finanzierte uns niemand die neuerdings.com-Fotosafari. (Bilder: Nokia/Sony Ericsson)

Die beiden Fotohandys begleiteten mich deshalb an einem Wintertag nach Zürich. Auf dem Weg knipste ich spontan und ohne Vorbereitung jeweils mit jedem Handy identische Aussen- und Innenaufnahmen. "Handy zücken, abdrücken, fertig!" lautete die Teststellung.

 

Echte Fotografen fotografieren höchstens scherzhalber mit einem Fotohandy. Zur Strafe dürfen die Schreiber von fokussiert.com deshalb auch nicht mit den neuen Fotohandys rumspielen. Das ist Laien wie mir vorbehalten, die dann aber weder Lust noch Zeit haben, sich mit den technischen Einstellmöglichkeiten rumzuschlagen.

Denn eigentlich kriegt man ja mit jedem Fotohandy passable Bilder. Entweder spendiert die Sonne verschwenderisch Licht oder man dreht brav an Einstellungen rum, um den richtigen Modus zu wählen. So kommen die Minilinsen auch mit schwierigen Bedingungen zurecht. In unserem Praxistest wurde aber weder gedreht noch geklickt. Ganz wie in der rauen Wirklichkeit zückten wir in Wildwest-Manier das Mobiltelefon und drückten hemmungslos ab.

Dabei, es sei geklagt, nervten Nokia und Sony Ericsson durch teils trödelige Auslöseverzögerungen. Unsere Testbilder wären voller Schönheiten, doch leider sind die meist bereits aus dem Fokus getippelt, bevor es klickte.

Damit das Ganze auch möglichst plakativ wirkt, zeigen wir bei den folgenden Bildern jeweils nur Bildausschnitte. Diese sind aber unvergrössert und unretuschiert. Das komplette Bild offenbart sich nach einem Klick auf den Ausschnitt, ein zweiter Klick zeigt es in voller Auflösung als Original-JPG.

Als erstes zoomten wir beiden Kameras ans Limit und knipsten den 30 Meter entfernten Wegweiser.


Das Nokia im Vollzoom: Rauschen und Unschärfe prägen das Bild.


Das SE K850i zoomt stärker und bietet mehr Details.

"Plakatieren verboten" steht an unserer Bahnstation, die zu diesem Zweck gleich mit 8 Videokameras überwacht wird.


Das Nokia im Blechschildmodus .


Das Sony-Ericsson bietet hier mehr "Blech-Feeling".

Der Zug lässt auf sich warten. Gelegenheit auch gleich noch die Plakatwand abzulichten. In der Realität waren die Hauttöne nicht schlecht, im Hintergrund der Plakatwand gibt es sogar Grünzeug.


Das Nokia N95 trifft Hauttöne nicht schlecht .


Das K850i überschärft unser Plakatbild.

Hier sollte er irgendwann kommen, unser Zug. Ein Stück Schiene der heimischen Bahn, Holz und Steine.


Gut gemeistert, die Bahnschiene beim Nokia.


Das K850i bietet ein blasses Schienenbild.

Szenenwechsel. Der Hauptbahnhof Zürich mit seiner Abfahrtstafel im gestreuten Sonnenlicht.


Gut gemacht, Nokia. Viel Stimmung im Bild


Beim Sony-Ericsson killt das Überschärfen die Stimmung.

 

Über der knalligen Notrufsäule im Bahnhof wacht ein Engel. Der motivierte uns zur nächsten Bildserie.


Das N95 trifft die Farbtöne recht genau.


Der Fotograf zittert, das K850i blasst.

Am Schluss verkrochen wir uns noch in den Bahnhofsuntergrund um bei knappen Kunstlicht zu knipsen.


Heftig rauscht es bei Nokia im Weiss der SBB.


Knackiger das Bild des K850i.

Weil auch noch Menschen auf das Bild sollten, liessen wir diese mit dem Ticketautomaten kämpfen.


Nokia N95: Stimmig, aber in den Lichtern zu hell.


Geisterstunde beim K850i: Aber das Schild ist lesbar .

Danach hatten ich genug von Big-City. Schnell nach Hause und noch ein bisschen Abendstimmung geknipst. In der Ferne winkt der Brückenbogen der Eisenbahn.


Viel Stimmung und Details beim Nokia N95.

 


Das Sony Ericsson K850i verschluckt leider Details.

 

Der kurze Ausflug mit den beiden Fotohandys zeigt, dass jedes der beiden Modelle seine Stärken hat. Insbesondere beim Ticketautomaten sieht man, dass die Elektronik unterschiedlicher Meinung über Bildinhalte sein kann. Soll man Menschen erkennen oder Beschriftungen lesen können?

Überragende Bilder sind bei der Kurzsession nicht entstanden. Das liegt wohl hauptsächlich beim Fotografen. Aber auch hartnäckiger Hang zum Nachschärfen oder einfach das nervige Bildrauschen kosten oft Bildstimmung.

Mehr Details zum Fotohandy von Sony Ericsson K850i gibt es auf der Homepage des Sony Ericsson K850i. Sein Preis liegt bei rund 440 Euro (699 Franken).

Was das Nokia neben fotografieren alles kann, listet Nokia auf dieser Produkteseite des Nokia N95 auf. Das Nokia kostet rund 700 Euro (1099 Franken).

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