25.07.13

Windows Smartphones: Nokias Lumia-Serie auf einen Blick

Lumia 625 - neuestes und größtes, aber nicht bestes in Nokias aktueller Smartphone-Serie. Alle Bilder: Nokia

Das Lumia 625 ist Nokias größtes Smartphone bisher - allerdings bei Weitem nicht das am besten ausgestattete. Grund genug, die langsam etwas unübersichtliche Liste von Nokias Windows Phones einmal unter die Lupe zu nehmen.

Lumia 625 - neuestes und größtes, aber nicht bestes in Nokias aktueller Smartphone-Serie. Alle Bilder: Nokia

Ja, Nokia ist wieder da. Die aktuelle Smartphone-Linie der Finnen überzeugt, und mit der monströsen Kamera im Lumia 1020 setzt man noch mal einen drauf. Hinzu kommen immer wieder Vervollständigungen des Profils, jüngst mit dem sehr großen Lumia 625.

Was hierbei verwirren könnte, ist Nokias Preisgestaltung. Je höher die "Lumia-Zahl" desto besser und desto teurer müssten die Geräte ja eigentlich sein. Die Gleichung stimmt aber leider nicht. Wir haben die aktuellen Geräte mit Windows Phone 8 einmal für euch unter die Lupe genommen und preislich aufsteigend sortiert.

Nokias Einstiegsklasse in die Welt von Windows Phone 8 umfasst die Geräte Lumia 520, 620, 625 720 und mittlerweile auch 820. Darunter gibt es noch die alte Klasse mit Windows Phone 7, die wir aber heute nicht mehr empfehlen können, da das System ein Auslaufmodell ist. Für Einsteiger bietet Nokia ferner die Asha-Serie mit rudimentärer Smartphone-Funktionalität für meist unter 100 Euro. Bei uns heute im Blick: Die Lumias mit WP8. Darunter:

Lumia 520

Lumia 520

Nokias Günstigstes ist ein gutes Einsteigergerät. 4 Zoll misst das Display, das sich - wie alle anderen neuen Lumias - auch mit Handschuhen bedienen lässt. Der Snapdragon S4 mit 2x 1,0 GHz sorgt für eine ausreichende Leistung. Kamera, RAM, interner Speicher: alles unterer Durchschnitt, aber kaum etwas so schlecht, dass es ein Ausschlusskriterium wäre. Dazu läuft praktisch jede aktuelle Windows-Phone-App darauf. Einzige Schwachpunkte: Es fehlt eine Frontkamera und die Kapazität des Akkus ist mit 1.430 mAh gering bemessen. Dafür gibt es das Lumia 520 im Internet schon ab 150 Euro.

Lumia 620

Lumia 620

Das Lumia 620 hat mit 3,8 Zoll ein gar noch etwas kleineres Display, aber den gleichen Dualcore-Prozessor mit 1,0 GHz. Hier gibt es zur gleichen Hauptkamera noch eine Frontkamera dazu. Der Akku liefert mit 1.300 mAh noch etwas weniger Kapazität als der des Lumia 520, der allerdings für das kleinere Display ausreicht. Im Test hinterließ das Gerät bei uns einen guten Eindruck. Es ist online ab rund 190 Euro zu haben.

Ab der so definierten Einstiegsklasse von unter 200 Euro wird es nun bei Nokia etwas teurer. Hier gibt es allerdings derzeit ein echtes Schnäppchen:

Lumia 820

Lumia 820

Das Lumia 820 präsentierte sich zeitgleich als kleiner Bruder des Top-Kamera-Smartphones Lumia 920. Gespart hat Nokia hier eigentlich nur beim 4,3-Zoll-Display und dessen geringer Auflösung von 800x480 Pixeln. Dafür ist eine starke Kamera mit 8,7 Megapixeln darin, der nur eine optische Bildstabilisierung wie im Lumia 920 fehlt. Auffällig ist die starke Motorisierung mit 1,5 GHz im Dualcore. Zu haben ist das Lumia 820 online derzeit ab 260 Euro.

Lumia 720

Lumia 720

Etwas später auf den Markt kam das Lumia 720, das deswegen im Preis noch nicht so stark gefallen ist. Nokia bringt hier den gleichen 1,0-GHz-Prozessor unter wie in den schwächeren Lumia 520 und 620. Dafür ist eine ähnliche gute Hauptkamera (6,7 Megapixel) darin wie im Lumia 820. Die Frontkamera löst mit 1.280 x 960 Pixeln sogar noch etwas besser auf. Auch der Akku liefert mit 2.000 mAh (im Vergleich zu 1.650 beim Lumia 820) deutlich mehr Kapazität. Im Schnitt echte Mittelklasse, wie auch unser Test ergab. Online ist es derzeit ab rund 270 Euro zu haben.

Lumia 625

Lumia 625

Konzeptionell in einer Linie mit Lumia 620 und 520 hat das 625 den etwas besseren Prozessor mit 2x 1,2 GHz. Den braucht er aber auch für das 4,7 Zoll große Display, das größte, das Nokia bislang vorgestellt hat. Mit 159 Gramm ist es nicht gerade ein Federgewicht und auch die Auflösung des Displays von 800 x 480 Pixeln enttäuscht ein wenig angesichts dieser Größe. Der Akku mit 2.000 mAh ist allerdings ordentlich bemessen. Das Lumia 625 soll noch in diesem Quartal für eine Preisempfehlung von 299 Euro verkauft werden, dürfte also schnell im Preis fallen.

Alles darüber gilt bei Nokia eigentlich schon als Spitzenklasse. Ein Modell allerdings ist preislich klar in der Mitte angekommen:

Lumia 920

Lumia 920

Preislich ist das Lumia 920 Nokias neue Mittelklasse, dabei war es vor nicht all zu langer Zeit noch das Aushängeschild des Unternehmens: ein starker Prozessor mit 1,5-GHz-Dualcore, ein sehr ordentlicher Akku mit 2.000 mAh Ladekapazität und vor allem eine Kamera mit 8,7 Megapixeln und optischem Bildstabilisator. Die Technik nimmt auch bei schlechten Lichtverhältnissen gute Bilder auf. Etwas groß (4,5 Zoll) und schwer (185 Gramm) ist das Gerät. Ansonsten ist es ein gutes Geschäft, vor allem für den Preis von kaum noch mehr als 330 Euro, den man online findet.

Lumia 925

Lumia 925

Nokias aktuelles Spitzenmodell in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist das Lumia 925. Die Kamera hierin soll noch etwas lichtstärkere Fotos machen als die des Lumia 920. Es ist zwei Millimeter dünner und 40 Gramm leichter geraten. Der Prozessor ist mit 2x 1,5 GHz gleich stark. RAM (1 GB) und interner Speicher (16 GB) sind dafür etwas knapper bemessen. Das Lumia 925 ist online ab derzeit rund 530 Euro zu haben. Ob die Verbesserungen den Aufschlag von rund 200 Euro gegenüber dem Lumia 920 wert sind, muss jeder anhand des Gewichts, der Größe und der etwas besseren Kamera entscheiden.

Lumia 1020 und 928

Lumia 1020

Fehlen eigentlich nur noch zwei Modelle: Das neu vorgestellte Lumia 1020 - ein aufgesägtes Lumia 925 mit einer noch besseren Kamera. Es soll für voraussichtlich knapp 700 Euro Listenpreis im Spätsommer auf den europäischen Markt kommen. Mit der Mischung aus optischem Bildstabilisator und PureView-Megazoom bei gleicher Motorisierung wie Lumia 920 und 925, ist das Lumia 1020 das neue Spitzenmodell. In den USA verkauft Nokia außerdem noch das Lumia 928, eine Abwandlung des Lumia 925 für den US-Carrier Verizon.

Ausblick

Wie es weiter geht? Gemäß Nokias aktueller Produktpolitik dürften eigentlich erst einmal alle Displaygrößen und Leistungsklassen abgedeckt sein, auch wenn es noch Gerüchte über ein Phablet gibt. Nachdem Lumia 920 und 620 von jeweils etwas besseren Modellen namens 925 und 625 abgelöst wurden, darf man vermutlich annehmen, dass Geräte namens Lumia 525, 725 und 825 auch noch in der Warteschlange stehen. Ob die nun größer werden, besser motorisiert sein werden oder ob einige davon auch die gigantische 41-Megapixel-OIS-Kamera des Lumia 1020 bekommen, weiß zur Zeit wohl nur Nokia.

Fest steht: Die Finnen machen Dampf. Ein Spitzenmodell pro Jahr reicht ihnen nicht, der Zyklus ist auf maximal ein halbes Jahr verkürzt. Und mit der Kamera scheint man sich nie so ganz zufrieden zu geben, auch wenn man mit der des Lumia 1020 bald nahezu unbestreitbar die beste Smartphone-Kamera auf dem Markt haben wird. Vor gut zwei Jahren wirkte Nokia wie gelähmt und brauchte zu lange, um neue Telefone auf den Markt zu bringen. In diese Lage will man nie wieder geraten. Das wird man auch so schnell nicht mehr, wenn man die aktuelle Schlagzahl beibehält. Nokia ist mit guten Geräten in allen Preis- und Leistungsklassen vertreten. Es gibt viele, die das noch vor zwei Jahren nicht für möglich gehalten hätten.

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