09.03.10

Nokia Kinetic: Schüttelhandy mit Selbstaufladung

Nokia Kinetic

Nokia hat ein Patent beantragt für ein System zum Aufladen von Handyakkus per Bewegung.

 

In Finnland glühen die Köpfe, und bestimmt nicht wegen des Elektrosmogs: Zuerst die Handyaufladung per EM-Wellen, dann ein Geschwindigkeitsmesser per Radar im Handy und nun auch noch ein sich per Bewegung selbst-ladendes Handy.

Statt aber eines s5ch bewegenden Gewichtes, das einen Rotor antreibt, wie man es von der Seiko Kinetic her kennt, wird ein physikalisch-elektrischer Effekt ausgenutzt.

Nokia hat das Patent bereits im August letzten Jahres eingereicht, es wurde jedoch jetzt erst publik. Darin ist die Rede von einer Piezoeletronik, die bei Bewegung einen Stromfluß erzeugt, der einen Kondensator auflädt.In piezoelektrischem Material werden durch Deformationsspannungen geringe Ströme induziert, die nach außen hin mess- und nutzbar sind. Bisher wurden damit vor allem Sensoren in der Industrie ausgestattet.

 

Im Patent wird ein Aufbau skizziert, der schwere Teile des Handys - beispielsweise den Akku - auf einer Schiene beweglich lagert. An den Seiten befinden sich piezo-elektrische Streifen, die beim "Aufschlagen" des Akkus Ladungen an einen Kondensator abgeben. Wird das Smartphone in der Tasche herumgetragen oder beim Presslufthämmern in der Hose gelassen, laden die vielen Bewegungen den Handyakku auf.

Bei der bisherigen Technik der Piezoelektronik werden nur einige FemtoCoulomb (10^-15C) erreicht, was beileibe nicht zum Laden eines Akkus ausreicht. So lange Nokia in diesem Bereich keine grundlegend neuen Technologien erforscht hat, wird es trotz Patent bei einer theoretischen Anwendung bleiben.

Nokias Patentantrag beim amerikanischen Patentamt.

Via SymbianFreak.

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