30.05.11

Nokia J: Das Bluetooth-Headset mit Haken

Nokia J - Sieht irgendwie aus wie ein Jetpack (Bild: Nokia)

Mit Anspruch an Luxus und Exklusivität spricht das Nokia-Headset "J" eine Klientel an, die technische Daten zwar auch verlangt, aber vor allem das gewisse Etwas sucht.

 

Bluetooth-Headsets gibt es wie Sand am Meer, die Preise fangen schon bei zehn Euro für Noname-Produkte an und erklimmen ganz schnell die dreistellige Marke. Da fragt man sich natürlich: "Wozu noch eins?" Das Nokia J Bluetooth Headset fällt genau in diese Kategorie - schauen wir mal was es auf dem Kasten hat.

Das herausstechendste ist die Form, mit den drei Löchern am Boden sieht es aus wie ein Jetpack. Kommt daher die Produktbezeichnung "J"? Es wird in das Ohr hineingeschoben wie die beliebten In-Ear-Headphones und soll fortan nicht mehr herausfallen können. Wenn die drei mitgelieferten Ohrpolster fest im Gehörgang sitzen, mag das gut möglich sein. Ich bevorzuge einen Bügel, vorallem bei dieser Investitionssumme. Genauso schmucklos wie der Name präsentiert sich die Bedienung, ein Knopf und ein Ausschalter sind alles was man bekommt. Spartanern mag das ausreichen, ich bevorzuge eine separate Lautstärkeregelung, denn je nach Gesprächspartner muss man sonst immer wieder das Handy herauskramen und die Lautstärke nachregeln. Aber halt - dafür gibt es den DSP, der sorgt in Zusammenarbeit mit einem zweiten Mikrofon nicht nur für die Reduzierung von Hintergrundgeräuschen, sondern pegelt selbständig die Lautstärke aus. Als weiteres Feature soll aktiv das Echo kompensiert werden. Eigentlich kein Problem, sollte man meinen, wenn man ein Headset nutzt.

Eine Klemmhalterung wird mitgeliefert, sie erlaubt das Annehmen und Beenden von Telefonaten sobald man das Nokia J herauszieht. Außerdem soll das Headset in einen erweiterten Standby-Modus aufweisen, mit dem es bis zu unglaublichen drei Monaten Standby übersteht. Falls doch einmal der Saft ausgehen sollte, reichen 15 Minuten Aufladen für 2,5 Stunden weiterquasseln. Dank Multipoint verbindet sich das Headset auch mit einem zweiten Gerät, einem Laptop oder dem Ersatzhandy.

Hat die Sache einen Haken? Ganz offentsichtlich ja, mit dem "J" angelt man sich einen ziemlich dicken Fisch: 100 Euro wollen die Finnen für das Edelheadset. Zum Vergleich: Das von mir getestete Jabra Easygo beherrscht die gleichen Fähigkeiten, inklusive Multipoint mit angeblich sechs Geräten (nach vier habe ich aufgegeben) und kostet nur ein Viertel, bei guter Sprachqualität und einer Woche normaler Nutzungsdauer. Wer sich für das Nokia "J" entscheidet, tut dies, weil er es eben kann.

Die technischen Daten gibt es bei Nokia.

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