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14.10.09

Nikon D3s: Neues Monster

Nikon D3s - Neue High-End Kamera von Nikon

Nikon hat seiner Spitzenkamera ein Update verpasst. Die Nikon D3s beherrscht jetzt auch HD.

Im Kampf zwischen Canon und Nikon, wer denn jetzt die bessere Profikamera bauen kann, wird eine neue Runde eingeläutet. Nikon hat die D3 aufpoliert und nennt sie jetzt, als wäre es eine kleine Hommage an das iPhone, D3s. Die nackten Werte der Kamera sind natürlich mal wieder atemberaubend, für den "normal" User aber meist nicht so relevant. Die Nikon D3s richtet sich Menschen, die ihr Geld mit der Fotografie verdienen und die eine robuste DSLR brauchen. Ein Feature auf der langen Ausstattungsliste hat mich aber dennoch amüsiert:

Auf so was kommt man auch ja nur, wenn es tatsächlich braucht, aber Nikon hat es geschafft, den Belichtungsvorgang leiser zu machen. Denn wer seltene Tierarten fotografieren möchte, der will nicht unbedingt seine Position nach dem ersten Foto preisgeben. Also kann man das Geräusch des Spiegelschlages reduzieren.

Wenn man diese Probleme nicht hat, dann bekommt man aber trotzdem noch eine ausgezeichnete Kamera. Interessanterweise hat Nikon die Megapixel-Rally verlassen. Trotz FX-Vollformat-Sensor bekommt man "nur" 12.1 Megapixel. Da gehen Sony und Canon einen anderen Weg, aber Nikon hat sich natürlich etwas dabei gedacht. Denn Vollformat und niedrige MP bedeuten auch Vorteile, wenn man mit hohen ISO Zahlen arbeitet.

Im Normalfall bedeutet das bei Nikon 100 bis 12.800 ISO, was schon eine Menge Holz ist. In der "HI 3" Einstellung kann den höchsten ISO Wert aber auf sagenhafte 102.400 (kein Tippfehler) ISO pushen. Man bekommt also ein Nachtsichtgerät, aber ich würde doch gerne mal Testbilder von diesen Aufnahmen sehen.

Die D3s kann dann jetzt auch endlich mal HD-Filme machen, allerdings nur in der 720p Version. Auch da kann die Konkurrenz etwas mehr, aber auf der anderen Seite wird man kaum mit einer DSLR einen abendfüllend Spielfilm in HD drehen wollen.

Daneben bekommt man eine eingebaute RAW-Bildbearbeitung, weil man die relevanten jpg. Einstellungen schon in der Kamera vornehmen kann. Es gibt einen HDMI-Anschluss, einen 3 Zoll Monitor und das Kameragehäuse besteht aus einer Magnesiumlegierung. Nur WLAN sucht man vergeblich - das gibt es nur mit einem optionalen Adapter. Warum das so schwierig ist, in einer Kamera unterzubringen? Es wäre zumindest ein echter Fortschritt.

Wem jetzt schon das Wörtchen "Haben!" in den Sinn gekommen, der sollte sich auf eine kalte Dusche gefasst machen. Allein der Body der Nikon D3s kostet 4999 Euro.

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