Hier finden Sie weitere Artikel aus der Themensammlung Technik

11.04.14

Nikon Coolpix S810c: Android-Kompaktkamera deutlich verbessert

Die Nikon S810c sieht so unspektakulär wie ihr Vorgänger aus, wurde aber an vielen entscheidenden Stellen verbessert. (Bilder: Nikon)

Mit der Coolpix S810c hat Nikon nun einen ernsthaften Konkurrenten für Samsungs Galaxy Camera auf den Markt gebracht. An vielen wichtigen Stellen wurde die Kompakte gegenüber dem Vorgängermodell verbessert.

 

Eine Kamera mit Android als Betriebssystem scheint in vielerlei Hinsicht eine logische Idee. Schließlich kann ich auf einem Smartphone heute bereits meine Bilder bearbeiten und sie sofort teilen. Eine Kamera hat aber noch immer die bessere Bildqualität und ist flexibler einsetzbar. Entsprechend begeistert sind wir daher von der Geräteklasse Smart Camera, nur hat sich in diesem Bereich in den letzten Monaten nicht wirklich viel getan. Vor allem Samsung hat sich mit der Galaxy Camera hervorgetan, deren zweites Modell gerade Anfang des Jahres gezeigt wurde. Und auch das Galaxy S4 Zoom soll einen Nachfolger erhalten – der diesmal deutlich weniger klobig ausfallen könnte.

Nikon hatte 2012 die Coolpix S800c vorgestellt , die allerdings mit Android 2.3 „Gingerbread“ von Anfang an veraltet war. Der Nachfolger S810c kommt nun immerhin mit Android 4.2.2 „Jelly Bean“ – das ist zwar nicht die neueste Version, aber aktuell genug.

Im Innern findet sich wie bisher ein 16-Megapixel-Sensor. An vielen anderen wichtigen Stellen wurde die Kamera hingegen verbessert. Das Objektiv ist ein 12-facher Zoom, der aufs Kleinbildformat umgerechnet von 25 bis 300 mm Brennweite reicht (vorher 25 bis 250 mm) und damit ein sehr breites Feld an kreativen Möglichkeiten abdeckt. Auch das Display auf der Rückseite wurde größer (3,7 statt 3,5 Zoll) und ist nun besser aufgelöst (1,2 Millionen Pixel statt 812.000). Hinzugekommen sind außerdem ein Kopfhöreranschluss sowie GPS.

Im Gegensatz zu Samsungs Galaxy Camera verfügt die Coolpix S810c allerdings nur über Wi-Fi und nicht über Mobilfunk. Sie ist also auf ein offenes WLAN angewiesen oder man nutzt beispielsweise sein Smartphone als Hotspot. Nikon bietet zudem eine App an, mit der man geschossene Bilder nahtlos auf ein Smartphone oder Tablet übertragen können soll. Der Akku soll länger halten: 270 statt wie bisher 140 Aufnahmen sind angegeben. Die Kamera lässt sich zudem weiterbenutzen, wenn sie via Micro-USB aufgeladen wird. Vielfotografierer werden also einen externen Akku dabei haben.

Voller Zugriff auf den Play Store

Der eigentliche Vorteil einer Android-Kamera ist am Ende natürlich, dass man alle Apps nutzen kann, die man vom Smartphone oder Tablet kennt. Nikons Kamera hat vollen Zugriff auf Googles Play Store. Entsprechend lassen sich Bilder also in den zahlreichen Foto-Apps bearbeiten, verschönern oder je nach Geschmack auch verschlimmbessern sowie sofort in jedem Social Network teilen, per Message oder E-Mail versenden und einiges mehr. Dank des Kopfhöreranschlusses lässt sich die Kamera zugleich als Mediaplayer nutzen. Und über das GPS landen nicht nur Koordinaten in den Bildern, sondern man kann sich darüber hinaus den Weg per Navigation weisen lassen. Nikon betont, dass sich die Kamera auch für Spiele nutzen lässt. Welche praktische Anwendung sich dahinter verbirgt, ist mir persönlich allerdings schleierhaft.

Die Nikon Coolpix S810c soll Ende April erhältlich sein. Die unverbindliche Preisempfehlung beträgt 319 Euro.

Weitere Informationen findet ihr in dieser Pressemitteilung sowie die technischen Daten auf der Produktseite. Gefunden haben wir sie bei Engadget.

Förderland-Newsletter

Wissen für Gründer und Unternehmer