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18.10.13

Nifty MiniDrive ausprobiert: Micro-SD-Karten als Laufwerk-Ersatz

Nifty MiniDrive (Bilder: Frank Müller)

MiniDrive von Nifty ist eine so einfache wie simple Idee: ein Adapter für Micro-SD-Karten, der sich passgenau in Apples MacBooks einfügt. Das erfolgreichste Kickstarter-Projekt in Großbritannien ist jetzt auch in Deutschland erhältlich. Wir haben den Nifty MiniDrive ausprobiert.

 

Wer Zubehör extra für Apple herstellt, muss auf Kleinigkeiten achten, schließlich sind es die Kunden gewohnt, dass schon das Auspacken zum Erlebnis wird. Dementsprechend ist die Verpackung des Niftiy Drive aus schwerem Karton, das MiniDrive und das Nifty Tool werden in einer Art Passepartout präsentiert. Alles sehr hochwertig und ansprechend.

Das MiniDrive ist schon mit einer 2 GB Micro-SD-Karte ausgestattet. Das ist ein bisschen wenig als Laufwerksersatz. Die hätte man meiner Meinung nach ruhig weglassen und dafür den Preis etwas senken können. So kauft man sich als Nifty MiniDrive-Nutzer wahrscheinlich eine größere Speicherkarte und weiß nicht so recht, was man mit der 2 GB großen anfangen soll. Aber was soll’s: Zum Ausprobieren kommt die Karte gerade recht.

Einfach einsetzen und das MiniDrive in den SD-Kartenleser des MacBook Pro einschieben. Schon erscheint die Micro-SD-Karte als Laufwerk auf dem Schreibtisch. Natürlich immer vorausgesetzt, man hat auch das passenden MiniDrive gekauft: Das Modell für das MacBook Pro Retina mit 13 Zoll Bildschirmdiagonale ist etwas kürzer als das für das Non-Retina Modell. Setzt man das ein, tut sich natürlich nichts.

Hat man allerdings das richtige Modell gewählt, kann man jetzt auf die Micro-SD-Karte im MiniDrive zugreifen wie auf eine externe Festplatte. Die Geschwindigkeit hängt von derjenigen der eingesetzten Micro-SD-Karte ab.

Ein kleines Problem gilt es nur noch zu lösen: Wirft man das Nifty MiniDrive aus oder wird es automatisch beim Zuklappen des MacBooks ausgeworfen, erscheint es nicht von selbst wieder auf dem Schreibtisch. Dann muss man den MiniDrive mit dem Nifty Tool oder einer Büroklammer kurz herausziehen und wieder in den SD-Kartenleser hineindrücken. Es gibt auch noch einen anderen Weg, der allerdings einen kurzen Ausflug ins Terminal erfordert: Man lädt ein kostenloses kleines Zusatzprogramm namens SleepWatcher und folgt den Anweisungen auf atpeaz, um mit zwei kurzen Scripts Laufwerke automatisch auszuwerfen und wieder einzubinden.

Ob mit oder ohne SleepWatcher: Nifty MiniDrive ist eine prima Möglichkeit, eine Micro-SD-Karte unverlierbar als zusätzlichen Speicher oder Backup-Laufwerk für wichtige Dateien einzusetzen. Eine 32 GB Micro-SD-Karte der Klasse 10 kostet auf Amazon nur rund 20 Euro. Und das 32 GB Micro-SD-Karte der Klasse 10 kostet auf Amazon nur rund 20 Euro schlägt - ebenfalls auf Amazon - mit aktuell 39,90 Euro zu Buche. Allerdings ist es dort erstens noch nicht lieferbar und zweitens ein paar Euro zu teuer. Laut Presseinformation sollen die ersten Nifty MiniDrives Ende September bei den Apple Premium Resellern für 34,90 Euro erhältlich sein. Eine Ausgabe, die sich meiner Meinung nach durchaus lohnt. Man könnte zwar auch einen Stick verwenden, aber eine Micro-SD-Karte mit Nifty MiniDrive ist eleganter, steht nicht hervor, kann auch während des Transports im MacBook (Pro oder Air) verbleiben und nicht verloren gehen. Prima Idee.

Weitere Informationen gibt es auf der Website zum Nifty MiniDrive und auf der Kickstarter-Seite.

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