13.06.14

New Matter MOD-t: 3D-Drucker für Jedermann

Mit seinem besonders dezenten Design soll sich der MOD-t auch außerhalb von Hackerspaces gut machen.

Mit einem preisgünstigen, schick designten und vor allem leicht zu bedienenden 3D-Drucker will das Unternehmen New Matter den noch jungen Markt erobern. Auf Indiegogo haben sie damit jedenfalls bereits einen Hit gelandet.

 

Die Euphorie rund ums Thema 3D-Druck ist etwas abgeflaut. Aber man kennt das ja: Nach dem Hype und der Enttäuschung kommt dann die Zeit, in der die Geräteklasse nach und nach Boden gut macht. Ob 3D-Druckern das gelingt, ist noch vollkommen offen. Die Firma New Matter aus Kalifornien jedenfalls hat sich eine Menge Mühe gegeben, ihren Drucker massenkompatibel zu machen. Das beginnt beim Preis: Mit umgerechnet rund 250 Euro inklusive internationalem Versand ist der „MOD-t“ auf jeden Fall schon einmal brieftaschenfreundlicher als die meiste Konkurrenz. Und zugleich sieht er trotzdem nicht aus wie eine selbstgebastelte Monstrosität. Das folgende Video stellt das Gerät vor:

www.youtube.com/watch

Kantig ist er ja, aber durchaus elegant. Es gibt ihn in Schwarz oder Weiß - „im Grunde so wie dein Smartphone“, heißt es im Beschreibungstext auf Indiegogo. Das Design kommt vom Studio „Frog“, die einen ausgezeichneten Ruf genießen und in den 80ern beispielsweise auch für Apple gearbeitet haben.

Aber nicht nur bei der Hardware, auch bei der Software geben sich die Macher offenbar besondere Mühe. Dank ihrer Apps soll es auch für Menschen ohne Erfahrungen mit 3D-Software spielend einfach sein, vorgegebene Modelle dem eigenen Geschmack anzupassen. Das wird sicherlich seine Grenzen haben, aber die Bedürfnisse des Otto Normalverbrauchers und des Profis unterscheiden sich ja nun einmal. Die notwendigen 3D-Modelle soll man sich aus dem Onlinestore des Unternehmens herunterladen und auch an Freunde und Bekannte weiterleiten können. Was man dort findet, ist dann bereits auf die Fähigkeiten des MOD-t angepasst. Wer will, kann das Gerät aber auch mit Modellen aus anderen Quellen befüttern.

Eine technische Besonderheit des Druckers ist es, dass sich nicht etwa der Druckkopf bewegt, sondern die Platte, auf der das Objekt entsteht. Das soll unter anderem für den geringen Preis verantwortlich sein, ohne dass deshalb die Qualität leiden würde – so wird es versprochen.

Die Macher haben auch eine Vergleichstabelle erstellt:

 

Interessant ist hier natürlich vor allem der Blick auf den M3D Micro, der mit geringem Preis und ansehnlichem Design an eine ähnliche Zielgruppe gerichtet ist. Laut der Tabelle punktet der MOD-t vor allem bei der potenziellen Größe der ausdruckbaren Objekte. Bei der Auflösung aber hat der Micro die Nase vorn. Zudem kommt der Micro neben PLA auch mit ABS oder Nylon als Druckmaterial zurecht.

Für den Start arbeitet der MOD-t übrigens nur mit Windows-Rechnern zusammen. Unterstützung für OS X, iOS und Android ist geplant. Sollten die Macher bis zum Ende der Indiegogo-Kampagne mindestens 750.000 US-Dollar einsammeln, soll die Software für OS X aber parallel ebenfalls bereitstehen.

Wie eingangs erwähnt, gibt es diesen Drucker für einen Vorschuss von mindestens 250 Euro. Im Mai 2015 wollen die Macher ausliefern können.

Weitere Informationen und detailliertere technische Daten findet ihr auf der Indiegogo-Projektseite .

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