06.08.14

Navdy Heads-Up-Display fürs Auto

So soll Navdy in Aktion aussehen. (Alle Bilder: Navdy)

Mit Navdy kann man sein Auto um ein Element aufrüsten, das in ein paar Jahren zum Standard gehören könnte: ein Heads-Up-Display.

Es zeigt einem direkt im Blickfeld nicht nur Daten wie die aktuelle Geschwindigkeit, sondern verbindet sich auch mit dem eigenen Smartphone. Schon hat man seine Navigation oder einen Anrufer direkt vor Augen.

Smartphones sind ein gefährliches Gadget, wenn man mit dem Auto fährt. Zu verführerisch ist es, „mal eben schnell“ eine SMS zu schreiben. Viel zu leicht ist man abgelenkt, wenn man einen Anruf oder eine Nachricht bekommt. Dabei reicht im Straßenverkehr schon eine kurze Unaufmerksamkeit, um sich und andere zu gefährden. Smartphone-Hersteller reagieren darauf: Mit der Open Automotive Alliance und CarPlay wollen Google und Apple beispielsweise dafür sorgen, dass sich ihre Geräte möglichst nahtlos in Kontroll- und Entertainmentsysteme integrieren. Allerdings muss man als Fahrer dann noch immer auf die Mittelkonsole schauen. Und Besitzer älterer Autos haben nichts davon.

Navdy will nun etwas in Autos bringen, das ansonsten vor allem Piloten kennen.

Ein Heads-Up-Display. Konkreter gesagt ist es ein transparentes Display, das man direkt vor sich zwischen Lenkrad und Windschutzscheibe platziert. Das folgende sehr witzig gemachte Video bewirbt es:

Navdy verbindet man über den OBD-Port mit dem Bordcomputer.

Den findet man seit inzwischen fast 20 Jahren in jedem Neuwagen. Dadurch bekommt das System Daten über das Auto wie die momentane Geschwindigkeit und andere Informationen, die hier abrufbar sind.

Zugleich verbindet es sich per WLAN oder Bluetooth LE mit einem Android-Smartphone oder einem iPhone. Auf diese Weise kann man beispielsweise seine Google-Maps-Navigation hier anzeigen lassen und wird über eingehende Nachrichten und Anrufe informiert. Mit Handgesten gibt man dabei Befehle – zum Beispiel „Daumen hoch“, um ein Gespräch anzunehmen. An anderer Stelle wird eine einfache Wischgeste genutzt. Darüber hinaus funktioniert das System auch als Freisprecheinrichtung und kann so auf die Sprachsteuerung des Smartphones zugreifen.

Die Macher versprechen, dass das Display jederzeit perfekt ablesbar sein soll. Die Kollegen von The Next Web konnten bereits einen Prototypen ausprobieren und bestätigen dies. Auch Vibrationen auf unebenen Straßen seien kein Problem gewesen.

Das zweiteilige System besteht aus einer Basis, die sich bei Bedarf rückstandslos wieder entfernen lässt. Die Display-Einheit wird magnetisch befestigt. Man kann also sein Heads-Up-Display auch in mehreren Fahrzeugen nutzen, sofern man entsprechend mehrere Basis-Einheiten hat.

Preis und Lieferbarkeit

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