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01.02.16

NAS

Einfache Wege zur persönlichen Cloud: Das bieten heutige Netzwerk-Speicher

Wer Daten bequem und kostengünstig sichern möchte, sollte einen Blick auf heutige NAS-Konzepte werfen. Eine Cloud im eigenen (Home-)Office ist für Startups, kleine Unternehmen oder Einzelkämpfer absolut sinnvoll. Das müssen Sie wissen.


NAS (Bild: Synology)

Was bedeutet Networks Attached Storage (NAS)?

Persönliche Cloud, Netzwerkspeicher oder NAS – letztlich ist fast immer das Gleiche gemeint. Hinter dem Begriff Networks Attached Storage verbirgt sich eigentlich ein simples Prinzip: Kleine Geräte stellen Speicherkapazität im eigenen Netzwerk zur Verfügung – in der Regel via LAN oder WLAN. Ebenso kann man auf die so gesicherten Daten über das Internet von jedem Ort der Welt aus zugreifen.

Wie man sich ein solches NAS vorstellen kann? Wir reden hier über einen winzigen, eigenständig agierenden Computer, in dem reguläre 3,5 Zoll-Festplatten Platz finden. Am besten lässt sich das mit einem Server vergleichen, nur dass ein NAS gerade für kleine Unternehmen und durchaus auch für den Privatgebrauch einige Vorzüge mitbringt sowie im Büro unauffällig platziert werden kann.

Wozu ein NAS?

Ist ein NAS in das eigene Netzwerk integriert, lassen sich so hervorragend wichtige Inhalte speichern. Backups in Echtzeit von Arbeitsrechnern, das Ablegen geteilter Dokumente mit einer selbst definierten Anzahl an Kopien bzw. Speicherabbildern, das zentrale Ablegen von Fotos, Videos oder MP3s und das automatisierte Übertragen von Files in Onlinecloud-Speicher wie Dropbox, Google Drive und Co. sind kein Problem.

Für anspruchsvollere Nutzer bieten aktuelle NAS-Geräte 4K-Videostreaming und Multimedia-Anbindung zu Plex, SSD-Caching sowie die Option, IP-Kameras fernzusteuern. Somit ist auch eine Videoüberwachung der eigenen Räumlichkeiten kostengünstig realisierbar.

Ein Kernelement ist ganz klar die „Connectivity“. Oftmals stehen Apps für Smartphones, Tablets oder stationäre Rechner zur Verfügung, mit denen man schnell einen sicheren Zugriff auf den im Büro stehenden Cloud-Speicher erhält. Hochwertige Vertreter besitzen zudem eine individuelle Nutzeroberfläche zum ausführlichen Konfigurieren, Vergeben von Rechten für Mitarbeiter und Freischalten nötiger Elemente.

Welcher Bedarf?


NAS (Bild: QNAP)

Für jeden Bedarf gibt’s mittlerweile passende NAS-Modelle. Kleinstunternehmen können sich mit 1-Bay-NAS-Systeme begnügen. In diesem meist sehr kleinen Maschinen findet nur eine Festplatte Platz – das ist für den Anfang sicherlich okay.

Doch man sollte auch weiterdenken, besser sind NAS-Varianten mit Ports für zwei und mehr Festplatten, die im RAID-Verbund auch dann noch ordnungsgemäß funktionieren, wenn zum Beispiel eine Festplatte ausfällt. Das schützt Daten zusätzlich. Ab einer bestimmten Unternehmensgröße werden ggf. Rack-Systeme und eigene Server nötig, die Raum für beispielsweise 16 Festplatten und hohe Transfergeschwindigkeiten bieten.

Vor dem Kauf sollte man sich also bewusst darüber sein, was man benötigt und perspektivisch brauchen könnte. In jedem Fall kann man bei einer korrekten Einbindung in das eigene Netzwerk die Produktivität erhöhen und zugleich eine Datensicherheit garantieren.

Welche NAS-Anbieter können überzeugen?

Sehr gute Erfahrungen haben wir mit einem kleinen NAS von Hersteller Synology gemacht, der sehr viel Wert auf Komfort und Professionalität legt – auch dank des eigenen Betriebssystems und cleverer Features. Die kleineren MyCloud-Geräte von WD eignen sich dagegen eher für den Privatgebrauch, sind aber für Wenignutzer durchaus ausreichend.

Im ambitionierteren Segment empfehlen sich Produkte von Synology, Seagate oder Thecus (N-Serie), für Profis eignen sich dagegen unter anderem Promise Thunderbolt oder Thecus N120000V und ähnliche Rack-Systeme. 

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