31.01.14

My N3RD: Smart-Home-Steuerung für Bastelfreunde

My N3RD-Prototyp und Gründer Durrell

My N3RD soll die neue Schaltzentrale des smarten Zuhauses werden. Der kleine Funksensor lässt sich an eine Vielzahl von Geräten anschließen und soll sie dann per Smartphone steuern lassen. Billig und einfach wird der Traum vom Smart Home hier aber nicht.

 

Das Smart Home kommt, aber wie kommt es zu uns? Es gibt steuerbare Steckdosen wie die Belkin WeMo oder Parce aus München. Es gibt einen Switch, der gleich den Stromkasten zum Smart-Home-Verteiler macht oder eine Pipesbox, die alles WLAN-taugliche aus einem Kasten heraus steuert.

Steuerungen per App und Smartphone bieten viele, es ist die Frage, wie die Geräte selbst vernetzt werden. Und hier ist My N3RD von Rob Dorrell und seiner Firma Wild Hare aus Kansas eher eine Lösung für Tüftler. Ein kleiner Funkempfänger wird an ein gewünschtes Gerät angeschlossen und dann per WLAN und App vom Smartphone angesteuert.

 

Für jedes einzelne Gerät einen 85 Dollar teuren Sensor

Die App kann dann beispielsweise steuern, ob eine angeschlossene Lampe dauerhaft brennen oder nur auf Knopfdruck kurz aufleuchten soll. Man kann aber auch eine Kaffeemaschine damit verbinden und dann per Smartphone einschalten - ein beliebtes Szenario. Durrell selbst allerdings scheint eher ein Autonarr zu sein und stellt auf der offiziellen Website zahlreiche Videos zur Kfz-Vernetzung vor.

Dieses Video gibt einen Kurzüberblick über My N3RD:

Die Nachteile lassen sich schnell zusammenfassen: Man braucht für jeden Gegenstand, den man anschließen will und der noch nicht von Haus aus mit WLAN vernetzt ist, einen eigenen My N3RD. Und der kostet auf Kickstarter im Early Bird immerhin umgerechnet 77 Euro inklusive Versand oder später 84 Euro. Zu viel, um das ganze Haus damit zu vernetzen. Und außerdem ist das nicht gerade Plug and Play direkt aus der Box: Man muss erst an den Geräten herumschrauben.

N3RDig

Das wird für einige wiederum ein Vorteil sein: Der Hobby-Heimwerker erhält hier ein einfaches Gegenstück zum Raspberry Pi, um ein beliebiges Gerät mit ein paar Handgriffen selbst zu vernetzen und dann flexibel zu steuern. Dennoch bleibt der Preis in meinen Augen hoch. Pluspunkt für My N3RD: Die Kickstarter-Kampagne mit dem so unperfekten Video ist, nun ja, eben nerdig und deswegen irgendwie schon wieder sympathisch.

Wer dem etwas abgewinnen kann, der hat noch bis zum 23. Februar Zeit, die Kampagne zu fördern und einen Beitrag zu den gewünschten 50.000 US-Dollar Förderungskapital zu leisten. Sollten 110.000 Dollar zusammenkommen, soll es auch eine Cloud-Integration mit Unterstützung des Dienstes IFTTT geben.

Gefunden bei den Kollegen von t3n.de.

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