Hier finden Sie weitere Artikel aus der Themensammlung Technik

10.05.11

Motorola Milestone 2 im Test: Wichtiges Firmware-Update

Motorola Update - Kein Quell der Freude

Motorola hat für das Milestone 2 ein Firmwareupdate freigegeben, das man sich installieren sollte. Wenn man denn kann.

Neben Sony Ericsson verärgert auch Motorola seine Kunden immer wieder mit schleppenden Updates ihrer Android Geräte in Europa. Während in den USA die Updates halbwegs schnell kommen, wartet man in Europa teilweise mehr als ein halben Jahr, bis man mal in die Nähe eines Updates kommt. Das ist nicht nur ärgerlich, es ist auch aus Sicherheitsgründen nicht schön, da Google mit jeder neuen Version auch Sicherheitslöcher stopft. Offenbar spielt Motorola einige Updates jetzt per neuer Firmware auf.

Was alles genau geändert wurde, kann man in einem pdf nachlesen. Kurz gefasst: Es soll weniger "drop calls" geben, eine bessere Reaktion des Touchscreens und vor allem "Google Security Patches", die aber nicht näher aufgeschlüsselt werden. Dennoch ist es empfehlenswert, dass man sich das Update besorgt.

Das ist aber nicht ganz so einfach, wie es sich anhört. Zum einen kommen nur Windows-User in den Genuss eines Upgrades, denn die unbedingt erforderliche Upgradesoftware von Motorola gibt es nur für Microsoftkunden, was an sich schon mal unschön ist.

Um das Update aufzuspielen, muss man sich erst die Software runter laden, diese installieren und dann das Telefon mittels USB mit dem Rechner verbinden. So weit die Theorie.

Die Installation der Update-Software selber kostet viel, viel Zeit, und manche Menüs erinnern an Windows XP. Danach ging bei mir der Spaß erst richtig los. Das Programm "Motorola Software Update" fand das Telefon nicht, weil sich das Milestone 2 immer wieder zum "Motorola Phone Portal" schaltete, wenn man es per USB anschloss. Wechselte man per Hand in den USB-Speicherkartenmodus, schaltete das Handy entweder wieder stur in den "Phone Portal" Modus oder der Updater stürzte sang- und klanglos ab. Eine Deinstallation des nervigen Programmes "Motorola Media Link", das hinter dem "Phone Portal" steckt, brachte dann immerhin das Telefon dazu, sich ohne Störung mit dem Software-Updater zu verbinden.

Das Update selber lief dann problemlos, dauerte aber etwas. Leicht nervig war, dass man das Telefon während des Updates zweimal restarten und erneut mit dem Software Updater verbinden musste, um die die Installation abzuschließen. Das darf man auf gar keinen Fall vergessen, was einem Motorola nicht leicht macht. Denn statt einen "Warten" Button oder ein Pop-Up einzublenden, wird die Ladeanzeige ausgeblendet und im Programmfenster erscheint ein "Beenden" Knopf.

Das ist, gelinde gesagt, ein Witz, denn den schmalen Text, dass man das Telefon unbedingt wieder anschliessen muss, überliest man sehr schnell. Auch eine Art, wie man mal wieder in Kundenkontakt kommen kann. Auch muss man bei letzten Restart unbedingt seine SIM-Karte entsperren, sonst wird das Update nicht abgeschlossen. Nach dem Update wurde zudem meine SD-Karte nicht mehr vom Telefon gefunden, die tauchte erst nach einem erneuten Restart wieder auf.

Trotz des Ärgers sollte man das Update durchführen, da man auf die gestopften Sicherheitslöcher nicht verzichten sollte. Vielleicht klappt es bei dem ein oder anderen ja mit einem Restart weniger.

Schlagworte zu diesem Artikel

Förderland-Newsletter

Wissen für Gründer und Unternehmer