25.11.10

Motorola: Kein Update für dieses Handy

Motorola XT720

Motorola hat den Updateplan für seine Android-Handys bekannt gegeben. Einige Kunden werden sich ärgern.

Die Fragmentierung auf dem Android-Markt nimmt weiter zu. Auch wenn Google versucht, die Hersteller zu animieren, die neusten Versionen möglichst schnell auf die Handys zu übertragen, lassen sich einige Hersteller und Provider jede Menge Zeit. Android 2.2 ist seit dem Sommer auf dem Markt, doch nur die neusten Smartphones haben es schon aufgespielt. Der Rest der User wartet und wartet und wartet. Motorola hat jetzt klar gestellt, welche Handys wann in den nächsten Monaten auf Android 2.2 hofffen dürfen. Doch bei einem relativ neuen Smartphone, wird es erst gar kein Update geben:

In Röhre schauen Besitzer des Motorola Milestone XT720, das erst seit Juli in Deutschland auf dem Markt ist. Motorola hat bestätigt, dass es für dieses Handy kein Update auf Android 2.2 oder die in den nächsten Tagen erscheinende 2.3-Version geben wird. Das XT720, immerhin mit einem 720 MHz Prozessor ausgestattet, wird also sehr schnell veralten, es sei denn, man führt das Update selber durch, indem man das Telefon rootet.

Ebenfalls ohne Update bleibt das Motorola Backflip, das sogar noch mit Android 1.5 klar kommen muss. Neuere Applikationen werden also nicht laufen.

Das ein Jahr alte Milestone soll gegen Ende des Jahres mit Android 2.2 ausgerüstet werden, das gerade erschienene DEFY muss aber bis zum zweiten Quartal, also vermutlich bis Mai/Juni 2011, auf das Update warten. Bis dahin soll in den USA schon Android 3.0 erschienen sein. Das ist mehr als ärgerlich, zumal sich der schleppende Service von Motorola nur auf den europäischen Markt bezieht. In den USA werden die Updates deutlich schneller freigegeben.

Dem User bleibt also nur die Möglichkeit, sein Telefon zu rooten, was aber nun auch nicht Sinn der Sache sein kann. Dass die Updates nicht schneller kommen liegt einerseits an der Sprachversion, andererseits an den eigenen GUIs wie Motoblur, die die Hersteller einsetzen. Die müssen mit jedem Android-Update angepasst werden.

Nicht unschuldig sind auch die Provider, die die Android-Software anpassen. Mal wirft man das Tethering raus, mal fummelt man in den Netzwerkeinstellungen rum, was bei einem Update dann auch übernommen werden muss. Für die Entwickler von Applikationen ist diese Fragmentierung ärgerlich, denn sie müssen ihre Programme für alle Versionen anpassen. Die Abwärtskompatibilität ist zwar so schlecht nicht, dafür blähen sich die Programme dank altem Programmcode weiter auf.

Ankündigung von Motorola.

 

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