17.09.14

Mota: Sorry Freunde, aber an diesem Smart Ring dürftet ihr kaum eure Freude haben

Smart Ring: Kann die Akkulaufzeit bei einem derart kleinen Gadget ausreichen? Alle Bilder: Mota

Auf Indiegogo können Social-Media-Junkies derzeit einen Smart Ring fördern, der Benachrichtigungen per LED und auf einem kleinen Display anzeigt. Klingt pfiffig, allerdings bleiben große Zweifel, ob sich das attraktiv umsetzen lässt.

 

Eigentlich eine schöne Kampagne: Ein Team aus Sunnyvale in Kalifornien hat den Smart Ring Mota vorgestellt. Der soll sich - klaro - einfach um den Ring- oder Mittelfinger tragen lassen und über einen LED-Touchscreen ebenso wie eine kleine Benachrichtigungs-LED verfügen.

Darauf zeigt das kleine Wunderding dann Nachrichten aus sozialen Netzwerken ebenso an, wie es über eingehende Telefonate oder Mails informiert. Die Idee des jungen Teams: Wer gerne auf dem laufenden bleiben möchte, muss dafür nicht immer sein Smartphone zücken, gerade wenn er im echten Leben mit Freunden unterwegs ist. Eine praktische Alternative zur Smart Watch also? Man darf gespannt sein, sehr gespannt.

 

Der Grund für meinen Unmut: In so ein kleines Ding kann eigentlich nach derzeitigem Ermessen kaum ein Akku passen, der einen Tag durchhält. Würde das Mota-Team ein E-Ink-Display verwenden, würde meine Prognose etwas optimistischer ausfallen. Die kaum größere Smartwatch Pebble hat hier dank E-Ink einige Tage Laufzeit erzielt. Aber ein LED-Display? Klar, wir sprechen hier nicht von einer Auflösung wie bei der Apple Watch oder den jüngsten Android-Wear-Smartwatches, deren Akkus allesamt nach 12 bis 24 Stunden wieder ans Netz müssen. Aber auf dem noch kleineren Raum dürfte auch das niedriger auflösende, monochrome LED-Display, das Mota verwendet, nicht wirklich über den Tag kommen. Ich habe also erhebliche Bedenken.

 

Zumal sich das Unternehmen leider noch gar nicht zur Akkulaufzeit geäußert hat. Nur dass natürlich Bluetooth 4.0 drin sein soll, das Ding auch über einen Vibrationsalarm verfügt, wasserfest ist, kabellos aufgeladen werden kann (muss) und mit Android und iOS kompatibel sein soll. Im offiziellen Produktvideo zur Indiegogo-Kampagne sieht das alles sehr gut aus:

www.youtube.com/watch

Wer allerdings das in einem vergangene Woche auf der IFA geschossenen Video den aktuellen Entwicklungsstand abliest, dürfte eher ernüchtert sein:

www.youtube.com/watch

Noch hat das Team ein gutes halbes Jahr Zeit, um den Mota bis zum anvisierten Starttermin im April 2015 marktreif zu bekommen. Und vielleicht haben die Ingenieure eine revolutionäre Akku-Technik gleich mit entwickelt. Man soll ja nie nie sagen. Mein Bauchgefühl aber sagt: Spart euer Geld lieber. Das wird nichts! Und selbst wenn Mota auf den Markt kommt, ist der Smart Ring ein heißer Kandidat dafür, bald wieder in der Schublade zu verschwinden.

Wenn ihr doch wollt: Die Smart Ring Mota läuft noch bis zum 3. Oktober. Samt Lieferung nach Deutschland soll der Ring umgerechnet 62 Euro kosten.

Jetzt gratis anmelden und wir unterstützen Sie mit Informationen und aktuellen Lernangeboten!