26.11.07

Molekulare Küche & Co. Grenadine-Kaviar und heißes Eis

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Eine Bekannte färbte einmal zu ihrem Geburtstag mit Lebensmittelfarbe alle Speisen tieflila - sie durfte ihre Erzeugnisse alleine essen. Inzwischen sind Geek-Food-Experimente jedoch offiziell anerkannt - als "Molekulare Küche".

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Hexengebräu? Nein, Olivenöl mit flüssigem Stickstoff übergossen - es kommt dann als Kügelchen aufs Brot (Bild: 3sat)

Wenn TV-Stationen Sendungen überziehen, kann dies ärgerlich sein. Manchmal entdeckt man aber auch interessante Dinge. So war es in diesem Fall: Ein sehr merkwürdiger "Kochkurs" machte mit nur 30 Sekunden neugierig. Die ganze Sendung fand sich dann in der 3sat-Mediathek, die im Gegensatz zu denen von ARD und ZDF keine Zeiteinschränkung hat.

 

Kakao mit Pfeffer oder Chili - das war die ursprüngliche Form der Maya, Schokolade zu genießen. Zucker und Milch kamen erst in der Schweiz hinzu, wo man inzwischen jedoch auch wieder Varianten in Richtung der ursprünglichen Geschmackskomposition anbietet. Senf kennt man dagegen nur in Faschingskrapfen. Jetzt gibt es ihn auch in Pralinen. Allerdings noch nicht zum Download.

Eis mit heißen Himbeeren ist auch so ein klassischer Renner. Rennen muß dabei der Kellner, sonst gibt es nämlich nur noch Vanillesoße mit kalten Himbeeren.


"Vorsicht heißes Eis! Aber nicht zu sehr abkühlen lassen, sonst schmilzt es!" (Bild: 3sat)

Nun ist das Problem gelöst: In Bremerhaven wurde ein Eis entwickelt, das 60°C heiß serviert wird und beim Abkühlen schmilzt. Nicht gelöst ist allerdings, wie man die Speise noch schmerzfrei zu sich nehmen kann, wenn sich eine Plombe gelöst hat...

Der Höhepunkt der molekularen Küche ist allerdings "Kochen mit Stickstoff". Wobei man es nicht wirklich "Kochen" nennen kann - flüssiger Stickstoff hat etwa -200°C statt +100°C wie kochendes Wasser. Doch so kann man mit 2 Kilogramm flüssigem Stickstoff aus Grenadine Kaviar herstellen. Was nicht gerade umweltfreundlich klingt - es aber aber vielleicht ist, wenn so die Störe überleben können. Nur muß man schwer aufpassen, sich an dem Stickstoff nicht die Finger zu verbrennen vereisen.

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