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24.02.14

Mogees: Alltagsgegenstände werden zu Musikinstrumenten

Ein Mikrofon lässt Musik entstehen. (Foto: Bruno Zamborlin)

Die Heizung, die Kaffeetasse, der Bleistift, die Fensterscheibe – geht es nach den Schöpfern von Mogees, kann alles auf dieser Welt zu einem Musikinstrument werden. Möglich machen dies ein Mikrofon und ein Smartphone.

 

Mit Ototo buhlen aktuell kreative Bastelfreunde bei Kickstarter um die Gunst der Unterstützer. Mit einer Platine soll man selbst aus Pappe und anderen Materialien beliebige Instrumente kreieren können. Die Alternative von Bruno Zamborlin namens Mogees richtet sich dagegen an diejenigen, die gleich zum Musizieren übergehen wollen. Ein kleines Mikrofon nimmt hierbei die Vibrationen von Objekten wahr und wandelt diese in elektrische Schwingungen um. Diese wiederum verwandelt eine App in Echtzeit in digitale Musik um.

 

Für jeden

Die Besonderheit an Mogees ist Bruno Zamborlin zufolge, dass jeder sofort loslegen kann, um Münzen, Autos, sogar Müll oder Steinen angenehme Melodien zu entlocken. Man steckt das empfindliche Mikrofon an das eigene Smartphone mit Kopfhörer-Anschluss, startet die App und beginnt. Im "Free Mode" legt man sofort los und improvisiert nach Lust und Laune. So findet man sicher am schnellsten heraus, welche Töne Dinge in nächster Umgebung erzeugen. Im "Song Mode" kann man durch das Antippen von beliebiger Gegenstände Songs (MIDI-Dateien) nachspielen. Eine Aufnahme-Funktion für individuelle Klänge und Songs bietet die Software natürlich auch.

Spaß oder Kunst?

Es ist gar nicht mal so leicht zu sagen, ob Mogees eine neckische, stylische Spielerei oder gar eine ernsthafte Art des Musizierens sein soll. Ein Blick auf das offizielle Video vom Erfinder zeigt diverse Einsatzmöglichkeiten - sogar für künstlerische Installationen oder zur Unterhaltung von Kids könnte diese Lösung gut geeignet sein. In jedem Fall sieht es doch ganz amüsant aus.

Bis zum 19. März 2014 wollen Bruno Zamborlin und sein Team bei Kickstarter mindestens 50.000 Britische Pfund einsammeln, um diese Idee als finales Produkt in den Handel zu bringen - mit etwas Glück schon ab August (iOS, Android ab November) dieses Jahres. Wer Interesse hat, schießt jetzt mindestens 48 Euro (inkl. Versand) für Mikrofon und Standard-App für iOS oder Android vor. Eine Pro-Variante von Mogees liegt bei 70 Euro und bietet weitere Funktionen wie eine Unterstützung von DMX-kompatiblen Lichtsystemen (Beleuchtung mit Mogees kontrollieren) oder der Zugriff auf erweiterte Synthesizer-Einstellungen. Ob der höhere Preis gerechtfertigt ist, muss jeder selbst entscheiden.

Genauere Details erhalten aufgeschlossene Musikfreunde auf der Kickstarter-Projektseite. Auf der Webseite von Bruno Zamborlin gibt es außerdem einige interessante Demonstrations-Videos, die Mogees in Aktion präsentieren - zum Beispiel beim Wahrnehmen von Handbewegungen.

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