09.02.08

modu Modulhandy: Handy nach Maß, bezahlbar

Modu Modulhandy

Es ist ein bisschen wie Lego für Gadgetfreunde. Ein israelisches Unternehmen will mit dem sogenannten modu den Handymarkt grundlegend ändern und den Umstieg auf technische Neuerungen erleichtern.

Modu Modulhandy
Nicht größer als eine Kreditkarte: Das modu.

Der Handykauf ist immer eine heikle Sache. Vor der Entscheidung muss man sich überlegen, welche Features einem selbst am wichtigsten sind, um anhand dessen zu entscheiden, welches Modell dafür am besten geeignet ist. Das Mobiltelefonkonzept modu geht da einen Schritt weiter.

 

Die Basis ist ein Standardmodul (daher auch der Name modu), das neben einem Bildschirm, drei Tasten und ein paar Grundfunktionen nicht viel mehr beinhaltet. Mittels sogenannter modu-Jackets, in die das modu hineinschieben kann, kann man das Grundgerät dann auf seine Bedürfnisse abstimmen. Je nach Jacket bestimmt sich entsprechend auch der Look des Handys. Der Gedanke dahinter: Geschmäcker sind verschieden und Technik entwickelt sich weiter. Anstatt als direkt ein neues Handy kaufen zu müssen, muss man einfach nur das Jacket austauschen. So die jedenfalls die Theorie.

Die modulare Bauweise lässt aber theoretisch noch andere Möglichkeiten zu: modu- Erfinder Dov Moran schwebt die Option vor, das modu künftig auch in diverse andere technische Geräte, sogenannte modu- Mates, integrieren zu können. So könnte ein modu-Steckplatz in einem Autoradio das Autoradio selbst zur Freisprechanlage werden lassen oder in einer Digitalkamera dafür sorgen, dass man die Bilder direkt drahtlos ins Internet übertragen kann. Das ist momentan aber alles noch absolute Zukunftsmusik, Gespräche mit Herstellern wie Blaupunkt und Magellan gab es bereits, und auch die ersten Netzbetreiber zeigen Interesse am Handykonzept.

So könnte ein modu-Jacket aussehen.

Und so gut wie es auch klingt, es gibt auch Nachteile. In der ersten Version, die auf dem Mobile World Congress in Barcelona vorgestellt werden soll, ist lediglich ein GPRS-Modul eingebaut, UMTS, EDGE oder HSDPA sucht man vergeblich. Ebenso ist der interne Speicher von 1GB recht mager angelegt. Der Nachfolger der ersten Version soll bereits in der Entwicklung sein, es besteht also Hoffnung auf Besserung.

In die Idee investiert hat übrigens bereits der Speicherkartenhersteller SanDisk. Als Hintergrund sei dazu gesagt, dass SanDisk vor zwei Jahren Morans erste Firma msystems für 1,6 Milliarden US-Dollar übernommen hat.

Der aktuell angepeilte Einstiegspreis für ein modu mit zwei Jackets liegt bei unter 200?. Warten wir mal ab, was die Zukunft bringt. Hier kann man sich zu Visionen der Macher schon einmal anschauen.

Jetzt gratis anmelden und wir unterstützen Sie mit Informationen und aktuellen Lernangeboten!