11.08.14

Modbook Pro X: Dieses Über-iPad kann drei externe Displays antreiben

Kaum zu fassen, aber wahr: Kern dieses Setups ist das Tablet in der Mitte.

Ein 15,4-Zoll-Tablet, das mit OS X oder Windows läuft und dabei weit mehr Rechen- und Grafikpower hat als die meisten Laptops und Desktops? Ja, das könnt ihr haben. Wenn ihr denn wollt.

 

Feature-Fetischisten werden bei den Eckdaten des „Modbook Pro X“-Tablet ins Schwärmen geraten: 2,8 GHz Intel Core i7 Quad-Core-Prozessor, bis zu 32 GB RAM und 2 TB Speicherplatz, Intel Iris Pro integrierte Grafik plus Nvidia GeForce GT 750M Grafikkarte, drucksensitiver Stylus und ein 15,4-Zoll-Display mit einer Auflösung von 2.880 x 1.800 Pixeln. Dazu die Wahl zwischen OS X oder Windows oder beidem parallel. Das ist das iPad, das Apple nie bauen wird. Es ist ein Tablet, das zugleich spielend zum Ersatz für Laptop und sogar Desktop werden kann.

Nur mal ein Beispiel: Man kann an das Modbook Pro X bis zu drei externe Displays anschließen! Dabei hat es wenig überraschend keine Probleme mit einem 4K-Monitor. Laut diverser Benchmarks kann dieses Tablet dabei sogar Apples High-End-Desktop Mac Pro hier und da die Rücklichter zeigen.

Die Modbook-Modellreihe gibt es dabei länger als das iPad: 2008 haben wir beispielsweise das erste Mal berichtet. 2009 zeigten wir euch das Modbook Pro und berichteten 2012 über das damals neueste Modell . Die Grundidee ist seit Start gleich: Das Unternehmen nimmt ein Apple-Laptop und baut es zum Tablet um. Gedacht ist das vor allem für Profis wie Grafiker. Das neueste Modell Modbook Pro X will man nun via Kickstarter vorfinanzieren.

Das folgende Video stellt es euch vor:

Wie man sieht, haben die Modbook-Macher das Konzept diesmal an verschiedenen Stellen erweitert. So gibt es eine Halterung mit integrierter Tastatur, in der sich das Tablet zudem in verschiedenen Winkeln nutzen lässt. Frei belegbare Tasten auf der Rückseite sollen den Zugriff auf Tastaturkürzel vereinfachen. Bei alldem ist es laut Hersteller voll kompatibel zu OS X und Windows.

An einer Stelle aber bleibt alles beim Alten: Man braucht erstmal ein passendes Apple-Laptop, bevor man das dann für viel Geld zum Über-iPad umbauen lässt. Der Grund ist simpel: Apple lässt keine Klone seiner Geräte zu. Sie können aber nicht verhindern, dass Nutzer ein offizielles Apple-Gerät nehmen und modifizieren.

Deshalb aber bleibt Modbooks größter Haken weiterhin bestehen: Es ist unfassbar teuer. Man braucht für das Modbook Pro X zunächst einmal mindestens ein „Late 2013“ MacBook Pro mit 15,4-Zoll-Retina-Display. Neu werden hier momentan ab 1.990 Euro fällig. Der einfachste über Kickstarter bestellbare Modbook-Umbau kostet umgerechnet rund 1.710 Euro. Da sind dann weder die Tablet-Halterung noch die Tasten auf der Rückseite enthalten. Preisgünstiger wird es, wenn man auch das umzubauende MacBook Pro via Modbook kaufen lässt: Dann werden umgerechnet „nur noch“ 3.208 Euro fällig. Das enthält dann immerhin schon den internationalen Versand...

 

Letztlich bleibt das Modbook damit ein Gerät für einen sehr speziellen Kundenkreis. Die wissen dann beispielsweise auch den mitgelieferten drucksensitiven Stift mit seinen 2.048 Abstufungen und andere High-End-Details zu schätzen. Wem das iPad aber zu leistungsschwach und ein Modbook zu teuer ist, hat derzeit keine Tablet-Alternative mit Apfel-Antrieb. Da bleibt dann beispielsweise der Griff zu Microsofts Surface oder ähnlichen Windows-Convertibles.

Weitere Informationen findet ihr hier auf Kickstarter. Gefunden haben wir das Modbook Pro X auf TechCrunch.

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