05.02.16

Mobilität

Das mobile Büro: Was braucht man, um unterwegs produktiv arbeiten zu können?

Produktiv arbeiten kann man nicht nur am Desktop-Rechner im Büro. Besonders Selbständige und Freiberufler, aber auch Mitarbeiter im Außendienst sind oft darauf angewiesen, unterwegs zu arbeiten. Im Zug, im Flugzeug, auf dem Hotelzimmer oder beim Warten auf die Anschlussverbindung. Was braucht man dazu?


(Bild: Pixabay)

Mobiles Büro: Laptop, Tablet oder reicht ein Smartphone?

Das Mittel der Wahl ist in der Regel wahrscheinlich ein Notebook bzw. Laptop, allerdings kann es auch sinnvoll sein, auf ein Tablet oder sogar Smartphone zurückzugreifen. Was sind die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Geräteklassen?

Vor- und Nachteile von Laptop und Ultrabook

Je nach Art und Ausstattung kann es ein Laptop durchaus an Leistung mit einem herkömmlichen Desktop-Bürorechner aufnehmen. Neue Vertreter wie das Microsoft Surface Book bieten eine bis zu 1TB große Festplatte, 16GB RAM und einen Core i7-Prozessor. In der abnehmbaren Tastatur ist zusätzlicher Speicher untergebracht und darüber hinaus sogar eine eigenständige Nvidia-Geforce-Grafikeinheit.

Allerdings kosten die leistungsfähigen Vertreter ihrer Klasse auch meist einen stolzen Preis. Und je leistungsfähiger und ausdauernder die Geräte sind, desto mehr muss man in der Regel mit sich herumschleppen.

Zudem ist man in der Regel auf ein freies WLAN angewiesen, um Zugriff aufs Internet zu haben, da es nur wenige Notebook-Modelle mit SIM-Schacht gibt. Oder man muss den Rechner mit seinem Smartphone verbinden, um über Tethering ins Netz zu kommen.

Schaut man sich die Trends bei Business-Laptops an, gehört die Zukunft wohl eher Geräten, die eine Brücke zwischen herkömmlichen Laptops und Tablets schlagen.

Vor- und Nachteile von Tablet und Smartphone


(Bild: Pixabay)

Für reine Schreibarbeiten lässt sich unterwegs eigentlich auch das Smartphone nutzen. Außer einer Bluetooth-Tastatur und einem Schreibprogramm benötigt man eigentlich nichts, um mit einem Smartphone ganze Bücher schreiben zu können.

Ob es das ergonomisch gekrümmte Microsoft Mobile Keyboard 5000 ist oder das wasser- und kaffeefeste Logitech Keys-to-go ist dabei relativ egal. Verbindet man die Bluetooth-Tastatur mit dem Smartphone, verschwindet die Soft-Tastatur, und man kann den gesamten Smartphone-Bildschirm nutzen.

Mit einem Schreibprogramm wie iA Writer stehen sogar auf dem relativ kleinen Display des iPhone 5 im Querformat 11 Zeilen mit rund 60 Zeichen zur Verfügung - minimalistisch, aber ausreichend.

Komfortabler ist allerdings der größere Bildschirm eines Tablets mit sieben oder zehn Zoll Bildschirmdiagonale. Darum gibt es für die verschiedenen Modell meist sogar angepasste Tastaturen, die fast Netbook-Feeling aufkommen lassen. Zuerst nur von Zubehör Lieferanten, wie das Zaggkeys Cover für das iPad Mini, Inzwischen auch von den Tablet-Herstellern selbst.

Sowohl Apple als auch Microsoft und neuerdings Google für sein Pixel C stellen Tastaturen für ihre Tablets her, die produktives Tippen ermöglichen, so lange nur eine feste Unterlage zur Verfügung steht. Dank Multitasking und großem Bildschirm kann man hier neben dem Schreiben auch Recherchieren, eine Präsentation erstellen oder mit einer Tabellenkalkulation arbeiten.

Und ist das Tablet mit einer SIM-Card ausgestattet, benötigt man auch nichts weiter, um ins Internet zu gelangen. Zudem sind Tablets in der Regel anspruchsloser als Laptops, was die Stromversorgung durch externe Akkus angeht. Ein ordentlicher Akku (mehr dazu unten) und ein USB-Kabel reichen.

Konzentration ist ein Frage der Ausrüstung

Nicht jeder kann sich unterwegs in fremder Umgebung auf Anhieb konzentrieren und in die Arbeit vertiefen. Einige bewährte Hilfsmittel unterstützen die Konzentration und helfen dabei, produktiv zu arbeiten.

Ein paar gute Kopfhörer, am besten noch mit aktiver Geräuschreduzierung, helfen dabei, sich von störenden Umweltgeräuschen abzuschotten. Zum Beispiel das Jabra Evolve 80 UC Stereo ist ein bequemes Profi-Headset mit klarem Klang und aktiver Geräuschunterdrückung. Es kann per USB am Rechner angeschlossen und als Headset für Videotelefonate verwendet werden.

Beim Anschluss über USB wird auch gleich der interne Akku geladen, der die Energie für die sehr wirksame aktive Geräuschunterdrückung (ANC) liefert. Legt man den Schalter um, werden Geräusche wie das Wummern von Rädern auf Schienen oder das Brausen von Flugzeugtriebwerken ausgeblendet. Man merkt erst, wie störend diese Hintergrundgeräusche sein können, wenn sie verschwunden sind.

Auch Kopfhörer ohne aktive Geräuschuntesrückung sind hilfreich. Je nach Typ blocken sie zum Teil die durch ihre Polster. Diesen Effekt kann man aber noch unterstützen, indem man Musik hört, die nicht von der Arbeit ablenkt und die Konzentration unterstützt. Ein Tipp wäre zum Beispiel die Musik von Ludovico Einaudi, die man wirklich immer hören kann.

Zudem gibt Apps wie Naturespace mit hochwertigen Aufnahmen aus natürlichen Umgebungen. Gleichmäßig strömender Regen ist ein konzentrationsförderndes Geräusch, das wirkungsvoll andere Außengeräusche überdecken kann.

Auch ohne Steckdose immer genügend Energie in Reserve

Zwar findet man inzwischen auch in Zügen und am Flughafen-Terminal Steckdosen, an denen man seine Geräte auftanken kann, wenn der Akku zur Neige geht. Wer aber auf Nummer sicher gehen will, der hat einen Reserveakku dabei, um seine Geräte aufzuladen. Unsere Powerbank-Empfehlungen für Smartphones, Tablets und Notebooks haben wir schon auf einer anderen Seite versammelt.

Darunter befinden sich auch Reserveakkus, die in der Lage sind, Laptops mit ein wenig Extra-Energie zu versorgen. Die meisten Reserveakkus sind allerdings für Smartphone und Tablet gedacht.

Fazit: Die Ausrüstung nach der Aufgabe wählen

Kopfhörer und Reserveakku kann jeder gebrauchen, der unterwegs wirklich arbeiten will oder muss. Eine Tastatur empfiehlt sich für alle, die keinen Laptop verwenden, sondern Smartphone oder Tablet nutzen. Am besten für die meisten Aufgaben gerüstet ist man wohl mit einem Hybriden wie dem Microsoft Surface, das leicht und ausdauernd ist, über eine abnehmbare Tastatur verfügt und mit dem sich alle Office-Aufgaben erledigen lassen.

Laptops sind schwerer, Smartphones für Tabellenkalkulationen und Präsentationen zu klein und reine Tablets nicht immer leistungsstark genug.

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