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15.08.15

Mipow Playbulb Color: Die LED mit Lautsprecher im Praxistest

Sieht wie eine wuchtige LED-Leuchte aus? Nun, sie ist auch ziemlich groß... (Foto: Sven Wernicke)

Sie kostet fast 80 Euro und ist damit erstaunlich teuer. Aber die Playbulb Color von Mipow ist mehr als nur eine gewöhnliche LED-Leuchte für die Wohnung.

Sieht wie eine wuchtige LED-Leuchte aus? Nun, sie ist auch ziemlich groß... (Foto: Sven Wernicke) Sieht wie eine wuchtige LED-Leuchte aus? Nun, sie ist auch ziemlich groß... (Foto: Sven Wernicke)

Bei dieser stolzen Summe muss die Lampe aber auch etwas bieten, schließlich bekommt man heutzutage vernünftige LEDs mit E27/E26-Fassung für deutlich unter 10 Euro. Die Besonderheit ist ganz klar der integrierte Lautsprecher. Ob der etwas taugt?

 

Guter Einstieg

Ich bin wirklich ein kleiner Fan der Playbulb Candle-Leuchten, die ich seit vielen Monaten nach wie vor gerne und regelmäßig nutze. Die Playbulb Color passt natürlich perfekt zur von Mipow geschaffenen Plattform. Das heißt: Ich kann die gleiche App verwenden und richte die LED schnell und unkompliziert ein. In einem kleinen Heftchen wird in fünf kurzen Schritten erklärt, wie die Leuchte aktiviert wird: In die Fassung einschrauben, Schalter betätigen, App für iOS oder Android downloaden, Bluetooth aktivieren und die Software am Smartphone oder Tablet starten. Das bekommt jeder hin. Versprochen.

Was leider sofort auffällt: Schaltet ihr die Lampe ein, leuchtet sie erst mit einer deutlichen Verzögerung. Das ist zwar bei ähnlichen LEDs nicht unnormal, hier aber stört es mich dann doch etwas. Genauso strahlt sie noch einen Bruchteil einer Sekunde nach dem Ausschalten. Mit 200 Lumen bei 5 Watt sollte ebenfalls klar sein, dass sie nicht in der Lage ist, größere Räume besonders hell erstrahlen zu lassen. Eher eignet sich die Playbulb Color als Stimmungsampe, für Orte mit einer indirekten Beleuchtung oder eben da, wo am Abend nicht außergewöhnlich viel Licht benötigt wird. Bei mir kam sie nach einigen Versuchen in der Wohnung dann doch in der Nähe meiner Playbulb Candle-LEDs zum Einsatz – in der Nähe der Fernseh-Couch.

Spielerei

Wie schon angedeutet: Eine Verbindung nimmt man über Bluetooth auf. Das bringt den Vorteil mit sich, dass man sich auch mal einige Meter entfernt befinden kann, um beispielsweise die Farbe oder die Helligkeit zu wechseln. Die Playbulb Color besitzt eine RGB-LED. Über einen Farbkreis entscheidet man sich für eine Kolorierung oder nutzt einen der vorgegebenen Modi . Regenbogen, simuliertes Kerzenlicht, harte oder weiche Farbverläufe und dergleichen. Ferner stehen individuelle Timer-Programmierungen zur Verfügung.

Die Lampe ist erstaunlich wuchtig. (Foto: Sven Wernicke) Die Lampe ist erstaunlich wuchtig. (Foto: Sven Wernicke)

Was ich mag: Ich kann meine drei Playbulb Candles gemeinsam mit der Playbulb Color in Gruppen anordnen, sie also gemeinsam oder getrennt steuern. Wie wäre es, wenn zwei LED-Kerzenlichter gemeinsam mit der Color grün blinken, während die dritte Candle mit einem blauen Verlauf Eindruck schindet? Alles kein Problem. Das klappt tadellos und bereitet gerade zu Beginn Spaß. Irgendwann ist sicherlich die Luft raus, dann habt ihr euren Favoriten ausgewählt, den ihr dann für den Alltag nutzt.

Mal reinhören

Direkt aus der Playbulb X-App heraus könnt ihr Musik abspielen – möglich wird dies durch den 3-Watt-Speaker im Leuchtmittel. Auch die Lautstärke könnt ihr anpassen. Und ein Farbverlauf passend zur Musik existiert ebenfalls. Wer möchte, streamt Audio-Inhalte direkt zum leuchtenden Speaker – die Playblulb Color verhält sich schließlich wie ein normaler Bluetooth-Lautsprecher. Bedenken müsst ihr nur, dass der Lichtschalter immer eingeschaltet sein muss, sonst klappt es mit dem Hören nicht. Doof hierbei: Möchtet ihr am helllichten Tag z.B. einem Podcast in der Küche lauschen, leuchtet standardmäßig auch die LED. Nur über die App lässt sich diese deaktivieren. Klar, das ist technisch bedingt nicht anders lösbar, trotzdem nicht immer praktisch. In Anbetracht der Tatsache, dass ihr das Smartphone oder das Tablet für Musik eh in der Hand halten dürftet, ist das in erster Linie Kritik auf höherem Niveau.

Gelungen ist, auch wenn das nicht so wichtig ist, das Packungsdesign. (Foto: Sven Wernicke) Gelungen ist, auch wenn das nicht so wichtig ist, das Packungsdesign. (Foto: Sven Wernicke)

Aber wie klingt die Playbulb Color überhaupt? Bei maximaler Lautstärke hat der Lautsprecher ordentlichen Wumms mit gut verständlichen Höhen und einem soliden Bass. Aufgrund der beschränkten Ausmaße ist das mehr als ordentlich. Nur bei mittlerer und niedrigerer Lautstärke wirkt das Gebotene ziemlich mickrig. Ich selbst neigte häufiger dazu, etwas mehr aufzudrehen, als nötig war – weil der Ton so nicht nur lauter ist, sondern auch besser verständlich. Ganz ausgewogen fühlt sich das also nicht an, im Großen und Ganzen würde ich das Ergebnis noch als „Gut“ bezeichnen.

Fazit: Wer so etwas wünscht…

Zugegeben: Die Playbulb Color erfüllt einen recht speziellen Zweck. Sie bringt dorthin Musik, wo vielleicht kein Platz für eine HIFI-Anlage vorhanden ist. Vielleicht wollt ihr in der Mini-Küche Radio oder im Schlafzimmer etwas zum Einschlafen hören ? Ihr verspürt keine Lust auf riesige Lautsprecher und Player, eure Musiksammlung wird ohnehin gestreamt bzw. befindet sich auf dem mobilen Gerät? Dann ist diese Lampe eine gut funktionierende Lösung, die sehr gut mit anderen LEDs von Mipow harmoniert. Persönlich hätte ich mir etwas mehr Leuchtkraft gewünscht, vielleicht sogar eine Art „Notbetrieb“ ohne eingeschaltetes Licht dank eines integrierten Akkus. Das wäre perfekt gewesen. Trotzdem: Alles in allem kann ich euch die Playbulb Color empfehlen, sucht ihr genau so etwas wie hier beschrieben. Recht hoch ist der Preis dennoch…

Weitere Details erhaltet ihr auf der offiziellen Webseite.

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