27.03.14

MicroView: Miniatur-Arduino mit eingebautem Display

MicroView

Der MicroView ist nicht nur ein erstaunlich kompakter Microcontroller und kompatibel zum Arduino Uno, er kommt zudem mit einem integrierten Display. Und besonders das macht ihn für viele Anwendungsfelder interessant.

 

Arduino ist ähnlich wie der Raspberry Pi ein Projekt, das an sich vor allem auf Schulen zielt, aber ebenso die Bastel-Community begeistern kann. Mit dem Microcontroller soll man auf eine einfache Art und Weise lernen, wie Elektronik funktioniert – in dem man sich seine Hardware aus verschiedenen Komponenten zusammensteckt und sie über eine Software ansteuert, die man über die Arduino-Entwicklungsumgebung programmiert. Das klassische Arduino-Board zu verkleinern, ist dabei keine neue Idee: Der winzige Arduino-Klon RFduino stößt bei unseren Lesern jedenfalls auch ein Jahr nach der Veröffentlichung der News weiterhin auf viel Interesse. Neben den kompakten Abmaßen ist hier vor allem das integrierte Bluetooth 4.0 für viele interessant. Der MicroView wiederum ist ebenfalls „auf Chip-Größe“ reduziert und kommt mit einem OLED daher.

In der Bildergalerie oben seht ihr einige Ideen und Beispiele, wozu man den MicroView einsetzen kann. Im folgenden Video stellen die Macher ihr Projekt vor:

Wer sich noch nicht so gut mit Arduino auskennt, für den gibt es einen interaktiven Kurs, der u.a. auf dem iPad, dem Surface sowie in modernen Browsern auf Windows, OS X und Linux funktionieren soll. Mit ihm wird man Schritt für Schritt durch elf beispielhafte Bastelprojekte geführt. Für diese Zielgruppe ist das „Learning Kit“ gedacht, das umgerechnet knapp 70 Euro inklusive Versand kostet. Interessierte Lehrer können gleich ein größeres Paket bestellen: Das „Education Kit“ enthält Unterrichtsmaterialien, den interaktiven Kurs sowie 15 Mal das Learning Kit. Das kostet dann umgerechnet knapp 980 Euro.

Aber auch an die „Maker“ mit Vorerfahrung wurde gedacht. Sie bekommen eine Library mit vielen vorgefertigten Funktionen mitgeliefert, um auf dem Display Text, Grafiken und andere Dinge anzuzeigen. Sie können sich einen MicroView ohne jedes Zubehör für knapp 33 Euro bestellen. Auch hier ist der internationale Versand bereits enthalten.

 

Obohl das Kickstarter-Projekt erst am 17. April endet, haben die Macher des MicroView schon ein Mehrfaches der erhofften 25.000 US-Dollar eingefahren. Sie kennen das Gefühl, denn das Kernteam war ebenfalls am Internet-der-Dinge-Baukasten „Ninja-Blocks“ beteiligt. Und dieses Produkt war damals nicht nur ein Crowdfunding-Erfolg, sondern ist inzwischen auch tatsächlich auf dem Markt – was man ja beim besten Willen nicht von jedem Projekt auf Kickstarter, Indiegogo oder andernorts sagen kann... Insofern kann man festhalten: Wer sich für den MicroView interessiert, kann dem Team wohl mit gutem Gewissen die entsprechende Summe vorstrecken.

Weitere Informationen findet ihr auf der Kickstarter-Projektseite. Gefunden haben wir den MicroView bei Technabob.

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